Das Utopia-Vertrauensbarometer


 

Großes Unternehmen = großer Klimaschutz?

 Es ist unsere erste große Aktion in Richtung Verbrauchermacht: Alle reden über Klimaschutz – wir haben ganz konkret nachgefragt: Wie ist Klima- bzw. Umweltschutz in den Unternehmenszielen verankert? Und erzielt das Unternehmen damit Effizienz und Wirkung, ein langfristiges Engagement und übernimmt es eine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz?

Das Feedback war zum Teil vorhersehbar. Was wir oft gehört haben: Derjenige, der dafür zuständig ist, ist nicht da, ist eigentlich nicht zuständig, ist gerade im Urlaub, senden Sie bitte noch einmal eine Email, der Fragebogen ist nicht angekommen, wir rufen Sie zurück. Andere Unternehmen bemühten sich um eine freundliche Absage. Dabei kamen erstaunliche Tatsachen zum Vorschein: "Wir können als Großunternehmen diese Fragen nicht beantworten. Die Unternehmensstrukturen sind zu komplex, um auf einem „derartigen komplexem Thema CO2“ eine Antwort zu finden" (Zitat Ford). Auch eine Erkenntnis: "Die Klimaschutzstrategie wird noch erarbeitet und muss erst durch den Vorstand. Können wir Ende Februar noch einmal sprechen?" (Zitat Deutsche Post Worldnet).

Dabei geht es anscheinend auch anders. 20 Unternehmen bezogen klar Stellung. Eine Auswahl:

BMW: „Im Bereich der Produktion hat die BMW Group den Energieverbrauch in den letzten zehn Jahren um 26% und die CO2-Emission um rund 24% gesenkt.“

Edeka: „Energie und damit mittelbar der CO2-Ausstoß ist ein Kostenfaktor. Jeder Einzelhändler ist von sich aus bestrebt, um ein optimales Betriebsergebnis zu erreichen, seinen Energieverbrauch zu reduzieren.“

VW: „In Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg wurde das Konzept „Nachhaltigkeit in den Lieferantenbedingungen“ entwickelt, welches weltweit einheitliche Umwelt- und Sozialstandards für Lieferanten des Konzerns einführt.“

Bayer: „Im November 2007 hat das Unternehmen das „Bayer Climate Program“ gestartet, das auf mehrer Jahre angelegt ist.

Henkel: „ Unternehmen, die nur in Gewinnen denken, werden bald eine Menge zu verlieren haben.“

Doch wie können wir diese Aussagen einschätzen?

Wir haben dazu zwei Experten befragt und bitten die Community, ihre Einschätzung abzugeben. Als Experten werden Prof. Dr. Maximilian Gege (B.A.U.M.), sowie Christian Hochfeld (Ökoinstitut Freiburg) uns in einem Interview die wichtigsten Fragen beantworten und eine Bemessungsgrundlage formulieren, die es Ihnen ermöglicht, die Antworten der Unternehmen besser einschätzen zu können.

Denn letztlich hat nur ein Unternehmen, das Vertrauen genießt, eine Zukunft. Die Konsumenten erkennen, dass auch sie an einem ziemlich langen Hebel sitzen. Wir wollen also von Ihnen wissen: Welches Unternehmen verdient es, dass die Bemühungen für eine bessere Welt auch ernst genommen werden? Was machen diese Unternehmen richtig und die anderen falsch? Sie sind jetzt an der Reihe.

Stellen Sie Fragen! Formulieren Sie offen Lob und Zweifel. Geben Sie Ihre Verbesserungsvorschläge ab.

Hier geht es zum Utopia-Vertrauensbarometer

 

Trau, schau, wem? Die Hintergründe des Vertrauensbarometers

 

 

Nachtrag zu der Rezension von „Lebensfreude“:

Wir haben unsere Fragen an die 50 größten deutschen Unternehmen gestellt. Als Basis für diese Auswahl dient uns der DAX und die Rangliste der 500 größten deutschen Unternehmen nach ihrem Umsatz 2006.

Zu diesen 50 größten deutschen Unternehmen gehört die OTTO Group. Nur deshalb ist sie im Vertrauensbarometer vertreten. Den Vorwurf der Bevorzugung unserer Werbepartner weisen wir entschieden zurück.

In der Stellungnahme der METRO AG wird an keiner Stelle darauf hingewiesen, dass die Metro. AG auch für die Media Saturn-Holding spricht. (Diese Stellungnahme ist wörtlich auf unserer Website wiedergegeben)

Die Media Saturn-Holding hat telefonisch auf den Report der Metro AG verwiesen und diese Tatsache haben wir auch in der Listung der Media Saturn-Holding erwähnt. Damit kein falscher Eindruck entsteht, haben wir dennoch die Listung der Media Saturn-Holding inzwischen komplett entfernt. (Ebenso wie die der Schenker AG, die sich schriftlich auf die Antworten der Bahn bezogen hat).

 

 

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    barbarakohlhas
    schrieb am 18.02.2008 um 17:02
    eigentlich hatte ich mich über utopia gefreut - endlich menschen mit ökologischem bewusstsein (mal mehr, mal weniger), die über den tellerrand hinauskucken. und jetzt? lese ich die kommentare und frage mich, wie glauben wir wohl, überhaupt etwas voran treiben zu wollen/können, wenn wir noch nicht...
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    Doris Spohr
    schrieb am 12.02.2008 um 09:42
    Ich denke, es gibt viele Möglichkeiten, sich mit dem Thema „Klimaschutz in Unternehmen“ zu befassen. Man kann wissenschaftlich rangehen – dann liest es wieder keiner, weil’s zu trocken ist. Man kann weniger in die Tiefe gehen wie Utopia um mehr Mitmenschen zu erreichen und kriegt den PR-Vorwurf....
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