Schildkrötenretter
Werden Sie zum Schildkrötenretter!
Hier können Sie mithelfen, indonesische Fischer mit den neuen, schlauen "Circle Hooks" fürs Fischen ohne Beifang auszurüsten und so die bedrohte indonesische Meeresschildkröte vor dem Aussterben zu bewahren. Denn jedes Jahr sterben etwa 250.000 Meeresschildkröten an Haken, mit denen Fischarten wie Tunfisch oder Mahi-Mahi gefangen werden sollen. Die Tiere verschlucken dabei versehentlich die J-förmigen Langleinenhaken und sterben einen grausamen Tod. Nach Einschätzung des WWF stellt Beifang durch Langleinen die größte Gefahr für die vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten dar.
Eine Lösung für dieses Problem ist das Austauschen der J-förmigen gegen größere, C-förmige Haken. Auf www.schildkroetenretter.de finden Besucher eine virtuelle Langleine mit hunderten Fischhaken. Für 3 Euro können Sie gefährliche J-förmige Haken gegen kluge C-förmige Haken – so genannte „Circle Hooks“ – austauschen und danach den gespendeten Haken mit ihrem Foto und Namen versehen. Circle-Hooks können von Meeresschildkröten nicht verschluckt werden. WWF-Studien zeigen, dass dadurch der Beifang von Schildkröten um bis zu 90 Prozent verringert werden kann.
Auch in Europa sind die Fischbestände extrem überfischt oder werden bis an ihre biologischen Grenzen befischt. Damit sich die Fischbestände erholen können, legen Wissenschaftler die höchste empfehlenswerte Fangmenge pro Jahr fest. Doch die gesetzlichen Quoten lagen in den vergangenen fünf Jahren um 48 Prozent über diesen wissenschaftlichen Empfehlungen.
Trotz dieser ökologischen Katastrophe fördert die derzeit gültige Politik die Verschwendung von Meerestieren: Rund eine Million Tonnen Meerestiere werden jährlich in der Nordsee wie Müll weggeworfen – entsprechend einem Drittel des Gesamtfangs –, weil sie nicht dem gewünschten Fisch entsprechen. Sie sind Beifang, den Fischer zusätzlich zur Zielart in Netzen und an Leinen aus dem Meer ziehen, obwohl sie ihn gar nicht fangen wollen oder dürfen. Die Politik untersagt den Fischern, diesen Beifang an Land zu bringen und zu verwerten – sie müssen die Meerestiere tot wieder über Bord werfen. Ende April startet die Reform der Europäischen Fischereipolitik.
Der WWF hat daher die zuständige Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) dazu aufgefordert, sich für eine nachhaltige Fischereipolitik in Europa einzusetzen, indem er zu einer Mailing-Aktion an sie aufgerufen hat. An der Aktion des WWF haben bis zum 22. April rund 3500 Menschen teilgenommen!
Zum Artikel mit den Forderungen des WWF.




















