Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

Negawatt-Kraftwerk

Foto: misterQM Quelle: photocase.com

Updating Germany – Ihre Energiespende für die Biennale 2008

Wenn am 14. September die 11. Architektur-Biennale in Venedig beginnt, entsteht für Kulturfreunde wie uns zugleich ein kulturelles Dilemma: So gern will man in Form und Ästhetik schwelgen, aber das Wissen um die Umweltbelastung durch den hohen Energieaufwand bei Veranstaltungen dieser Größenordnung macht den Besuch zur Gewissenprüfung.

Mit 782 registrierten Teilnehmern aus 48 Ländern auf über 20.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche ist die Biennale 2008 ein derart gigantisches Event, dass Aspekte wie Klima- und Umweltschutz unweigerlich in den Hintergrund rücken.

 

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"Updating Germany – Projects for a Better Future"
Friedrich von Borries und Matthias Böttger vom Berliner Architekturbüro raumtaktik wurden als Generalkommissare für die Ausstellung im deutschen Pavillon ernannt. „Updating Germany“, die Ausstellung im deutschen Pavillon, wird kleine und große Schritte in Richtung einer besseren Zukunft versammeln – ökologisch und sozial nachhaltige Projekte, die heute in Deutschland oder von deutschen Architekten, Designern und Ingenieuren konzipiert, geplant oder gebaut werden. raumtaktik hat sich an Utopia gewendet, um nach Möglichkeiten zu suchen, das Ziel aktiven Klimaschutzes gemeinsam umzusetzen.


64 kW
Als eines der Projekte im deutschen Pavillon setzt die Lichtinstallation "64 kW" der Künstlerin Siegrun Appelt ein visuelles Ausrufezeichen für einen bewussteren Umgang mit Energieressourcen.
Mit der vierfachen Intensität des Sonnenlichts an einem wolkenlosen Sommertag scheint sie im Eingang des Pavillons. Das Durchqueren der Installation wird durch das gleißende Licht und die Wärmeentwicklung zur körperlichen Erfahrung und macht den Zusammenhang zwischen Energienutzung und -verbrauch erlebbar.


Das Negawatt-Kraftwerk
Für „Updating Germany“ hat Utopia gemeinsam mit der Künstlerin ein virtuelles Kraftwerk für das Sammeln von Energiespenden mit dem Titel „64 kW Negawatt Power Plant“ gebaut. Es ermöglicht eine Beteiligung an der Lichtinstallation durch Verzicht auf Energienutzung. Einfach gesagt: Sie sparen Energie durch einfache Handlungen und spenden sie für die Kunst. Die eingesparten Energieeinheiten stehen für den Betrieb der Installation zur Verfügung, ohne dass dadurch eine zusätzliche Belastung entsteht. Das Ziel: Die aufgewendete Energie für "64kW" soll durch Ihre und unsere Einsparungen vollständig kompensiert werden und - wenn wir es schaffen – sogar  mehr Energie eingespart als verbraucht werden. Die Grafik zeigt, wie erfolgreich wir dabei sind. Aus der Liste können Sie entnehmen, wer bereits wie viel Energie eingespart hat – und wie einfach das geht:

 

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Projektrealisation: Daniel Dahm, Christian Hiller
Webdesign: dotcombinat

 

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