Ein Pestizid im Essen?

Wenn es um Zusatzstoffe geht, dann zählen auf der Liste der Inhaltsstoffe vieler Produkte auch die Konservierungsstoffe dazu. Diese sind in der Regel Säuren auf chemischer Basis. Sie können aber ebenso aus verschiedenen Salzen bestehen. Einige von ihnen sind richtig gefährlich, da krebserregend.


Die Einsatzgebiete der Konservierungsstoffe sind vielfältig: in Fleisch-, Fisch- und Wurstwaren bis zu Brot, Fruchtzubereitungen, Soßen und Aufstrichen, natürlich sind sie auch in Fertiggerichten wie etwa Mayonnaise, Ketchup und Co. enthalten. Denn die Lebensmittel sollen einerseits haltbar bleiben oder besonders leicht verderbliche Produkte sollen länger halten und nicht so schnell von Schimmel und Bakterien angefallen werden. Konservierungsstoffe können aber genauso das Erscheinungsbild eines Produktes derart beeinflussen, dass es attraktiver aussieht.

Seit jedoch die „Risiken und Nebenwirkungen“ von Konservierungsstoffen bekannt geworden sind, ist immer öfter die Aufschrift „ohne Zusatz von Konservierungsstoffen“ auf Verpackungen zu finden.

Sind Konservierungsstoffe schädlich?


Für Lebensmittel zugelassen sind in der EU eine ganze Reihe an Konservierungsstoffen, die meist mit E und einer dreistelligen Zahl gekennzeichnet sind oder einer konkreten Bezeichnung, wie etwa Benzoesäure oder Sorbinsäure.

Schädlich sind laut Untersuchungen nicht alle von ihnen, jedoch als problematisch gelten die Nummern E210 bis E233, denn ihnen wird das Auslösen von Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall und sogar Allergien nachgesagt. Besonders gefährdet sind vor allem Babys und Kinder, aber auch Erwachsene können die Nebenwirkungen durchaus spüren.

Besonders kritisch wird es, wenn von den folgenden Konservierungsstoffen die Rede ist, denn sie stehen unter Verdacht, krebserregend zu sein:  E249 bis E252, die für Kalium-und Natriumnitrit und -nitrat stehen und in Käse, Fisch und (gepökelten) Fleischprodukten zu finden sind, fördern die Bildung von Nitrosaminen, die wiederum Krebs auslösen können.

Dass solche Stoffe zugelassen und in Lebensmitteln enthalten sind, ist eine Zumutung und unverantwortlich. Dennoch kann der Konsument beim Kauf auf die Inhaltsangabe achten und die Produkte, die diese Konservierungsstoffe enthalten, nicht kaufen - das ist strategischer Konsum!

Die E-Nummern dieser Kategorie:

Wir kategorisieren in

  1. unbedenklich
  2. bedenklich - weil Auswirkungen auf den Körper wie Durchfall etc.
  3. gefährlich - weil möglicherweise krebserregend

 

Die sieben Gefährlichen zuerst:

  1. E230   Diphenyl, Biphenyl  - giftig, eigentlich ein Pestizid  - gefährlich 
  2. E231   Orthophenylphenol   - giftig, eigentlich ein Pestizid - gefährlich 
  3. E232   Natriumorthophenylphenol   - giftig, eigentlich ein Pestizid - gefährlich 
  4. E233   Thiabendazol - giftig, eigentlich ein Pestizid  gefährlich 
  5. E249  Kaliumnitrit - kann die Bildung von krebserregenden Nitrosaminen begünstigen, behindert den Sauerstofftransport im Blut, Kopfschmerzen  - gefährlich 
  6. E250  Nitritpökelsalz, Natriumnitrit  - gesundheitlich sind Nitrite sehr problematisch, besonders wirken Nitrite gefäßerweiternd und blutdrucksenkend, in höheren Dosen können sie zu akuten Vergiftungserscheinungen führen, Pökelsalz kann im menschlichen Körper zu stark krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt werden, mit Vitamin C entgegen wirken  - gefährlich 
  7. E251  Natriumnitrat  - gefäßerweiternd, krebserregend - gefährlich

 

Weitere Konservierungsstoffe:

E210   Benzoesäure - löst Allergien aus - bedenklich
E211   Natriumbenzoat  - kann Allergien auslösen -bedenklich
E212   Kaliumbenzoat - kann Allergien auslösen - bedenklich
E213   Calciumbenzoat - kann Allergien auslösen - bedenklich
E214   pHB-Ester und Benzoate - kann allergische Reaktionen auslösen - bedenklich
E215   pHB-Ester-Natriumethyl-Verbindung - kann Allergien auslösen, wirken gefäßerweiternd  - bedenklich
E216   pHB-n-Prophylester  - kann Allergien auslösen, wirken gefässerweiternd  - bedenklich
E217   pHB-n-Propylester-Natriumpropylverbindung - kann Hautreizungen und Allergien auslösen, wirken gefäßerweiternd  - bedenklich
E218   pHB-Methylester  - kann Allergien auslösen, wirken gefässerweiternd  - bedenklich
E219   pHB-Natriummetylester  - kann Allergien auslösen, Kreuzallergien gegenüber Sulfonamiden sind vereinzelt möglich, beim Menschen gefässerweiternd, in hohen Dosen bei Ratten zur Verlangsamung des Wachstums  - bedenklich
E220   Schwefeldioxid, Sulfit-Verbindungen - Asthma, Kopfweh, Übelkeit, Reizungen Magen-Darm-Trakt   bedenklich
E221  Natriumsulfit  - zerstört B-Vitamine und Folsäure, bei Asthmatikern können Anfälle hervorgerufen werden, außerdem kann E221 zu Kopfschmerzen, Migräne und Übelkeit führen - bedenklich
E222  Natriumhydrogensulfit - bei empfindlichen Personen können schon kleine Mengen zu Übelkeit, Durchfall, Völlegefühl, Kopfweh, reizt Magen-Darmkanal, Menschen mit geringer oder erhöhter Magensaftproduktion  - bedenklich
E223  Natriumdisulfit, Natriummetabisulfit -   bedenklich
E224  Kaliumdisulfit, Kaliummetabisulfit  - bedenklich   
E226  Calciumsulfit   - bedenklich  
E227  Calciumhydrogensulfit  - zerstört B-Vitamine und Folsäure, Magenreizungen sind möglich - bedenklich
E228   Kaliumhydrogensulfit  - Kopfschmerzen, Migräne, Magenreizungen und Übelkeit. zerstört B-Vitamine und Folsäure, bei Asthmatikern können Anfälle hervorgerufen werden  - bedenklich
E252  Kaliumnitrat - allergische Reaktionen, Kopf- und Bauchweh, Erbrechen und Schwindel sind möglich  - bedenklich   

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Konservierungsstoffe

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  • pit666
    schrieb am 19.02.2010 um 13:23
    Wenn man dies bewerten könnte bekäme dieser Ratgeber maximal 2 von 5 Punkten.
    Dies ist viel zu oberflächlich beschrieben, denn maßgebend sind die Mengen und nicht nur allein die Tatsache, dass diese Stoffe verwendet werden bzw enthalten sind.
    Komisch finde ich als Beispiel die Kategorisierung für Nitrate. Natürlich geht durchaus ein Gefahrpotential davon aus, aber dies macht als Zusatzstoff verhältnismäßig wenig aus, die weitaus größere Gefahrquelle geht von Gemüse aus. Auch kommt Nitrat einer gesundheitlichen Schutzfunktion zugute, man kann aber noch nicht sagen welcher Effekt überwiegt. Zudem sind dies alles Vermutungen, wo man sicherlich aktiv dran bleiben muss. Aber bitte mehr Fingerspitzengefühl bei solch wichtigen Themen.
  • ablinfra
    schrieb am 14.12.2009 um 20:04
    Wenn ich das lese packt mich der Zorn. Wozu haben wir Gesundheitspolitiker, wenn solche Mittel in Lebensmittel eingesetzt werden? Aber diese Herrschaften dienen ja nur der jeweiligen Lobby und nicht dem Wähler. Es darf daher nicht wundern, wenn Allergien etc. immer mehr werden. Manchmal möchte ich so manchen Politiker oder Produzenten so zurichten wie kürzlich den Berlusconi ...Schuhe werfen alleine hat wohl keinen Sinn.
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