Muss Zähneputzen eigentlich wirklich sein? Wirklich Spaß macht es ja nicht. Und es gibt genügend Urvölker, die ohne jegliche Zahnpflege auskommen. Dumm nur, dass die auch kaum zucker- und säurehaltigen Nahrungsschrott zu sich nehmen. Süßigkeiten und Fast Food sind nun mal der billige Kick des westlichen Essensjunkies und schmecken der breiten Masse. Zahnschmerzen tun aber auch weh. Richtig weh. Also doch lieber weiter putzen. Allerdings verursachen die Plastikbürsten, Zahnpastatuben und Zahnseidepackungen auch jede Menge unnötigen Müll. Muss der denn sein?
Muss die Zahnbürste Plastik sein?
- Unsinnig ist, dass nach Abnutzung der Borsten gleich die ganze Bürste in den Abfall wandert. Sie gehören hoffentlich nicht zu den wenigen Übermotivierten, die vor lauter Eifer und Druck öfter mal den Stiel abbrechen. Es spricht also nichts dagegen, diesen weiter zu benutzen und nur die Borsten auszutauschen. Zum Beispiel mit der Aronal öko-dent.
- Fast die gesamte muslimische Welt putzt sich die Zähne mit Miswak-Zweigen. Warum nicht auch mal selbst ausprobieren? In unserem grünen Stadtführer Utopia-City finden Sie die SWAK Zahnbürsten, bei denen sogar der Stiel kompostierbar ist.
- Noch nicht ganz marktfertig aber definitiv ein Zukunftskandidat ist die Zahnbürste aus Karton und Milchzucker.
Bio-Zahnpasta und Öko-Alternativen
Zum Thema Zahnpasta existieren viele verschiedene Meinungen zur Verträglichkeit und Effektivität bestimmter Stoffe. Fluorid ist seit jeher hoch umstritten, manche preisen es als Heilmittel des Zahnschutzes, anderes als giftiges Abfallprodukt aus der Metallindustrie. Ein weiterer Bestandteil vieler Pasten hat erst vor kurzem Schlagzeilen gemacht: Das Desinfektionsmittel Triclosan steht im Verdacht, Herzmuskelschwäche auszulösen. Im Zweifel sollte man diese Bestandteile eher vermeiden und sich den Alternativen zuwenden:
- Es muss nicht immer die Chemietube aus dem Supermarkt sein. Zahnpasta in Naturkosmetik-Qualität gibt es schon lange. In unserem ProduktGuide finden Sie einige davon:
- Haben Sie gewusst, dass man sich Zahncreme auch selbst anrühren kann? Aus unserer Community kamen einige Rezepte für Zahnpasta auf eine entsprechende Frage.
- Warum nicht auch mal ohne Paste? Die als Naturkosmetik zertifizierten Denttabs wollen gleich in mehreren Belangen der weißen Creme überlegen sein. Einen Versuch wäre es wert.
- Ein Hausmittel aus Omas Zeit ist die wöchentliche Zahnpolitur mit Soda (Backpulver). Das Soda schleift sozusagen den Zahnbelag ab ohne schädliche Chemie. Diese Kur sollte man seinen Zähnen allerdings nicht öfter als einmal die Woche gönnen, da zu viel davon den Zahnschmelz angreifen könnte.
Bio-Zahnseide: Kein Plastik durch die Zähne ziehen
- Die handelsüblichen Zahnseiden bestehen heute beinahe ausschließlich aus Polyethylen und Polyamid. Eine Alternative aus reiner Seide und Bienenwachs ist die Monte Bianco Zahnseide in unserem Produktguide. Zwar ist Seide kein sonderlich ökorrekter Rohstoff, aber immerhin besser als Plastik durch die Zähne ziehen.
Auch Zähne wollen Nachhaltigkeit: Richtig Zähneputzen
Alle nachhaltigen Materialien nützen Ihnen und der Umwelt wenig, wenn Sie sich alle paar Monate beim Zahnarzt mehrere Kunststoff-Füllungen ins Gebiss zementieren lassen. Richtig Zähneputzen ist Gesundheits- und Umweltschutz.
- Mindestens morgens und abends die Zähne putzen. Am besten ca. eine Stunde nach jeder Mahlzeit. Sofort nach dem Essen putzen kann schädlich sein wenn Säuren den Zahnschmelz aufgelöst haben.
- Vor jedem Bürstengang die Zwischenräume mit Zahnseide säubern und spülen.
Und auf welche Tipps schwören Sie bei der Zahnpflege? Schonmal selbstgemachte Zahnpasta ausprobiert? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns und diskutieren Sie mit!







Die beste Bio-Zahnpasta
Kommentare (18)
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biologisch abbaubar und vegan..