Wir alle kennen dieses Gefühl: Da sitzt eine gemütliche Runde aus Freunden oder Bekannten zusammen, es wird gescherzt, jeder amüsiert sich und plötzlich steht das ernste Thema im Raum: der Klimawandel, die leidende Umwelt und unser aller maßloser Konsum sowie Energieverbrauch. Wir alle wissen um dieses Problem, doch der eine beschäftigt sich mehr mit dem Gedanken, dass unsere Erde gerade in ernsthaften Schwierigkeiten steckt. Und der andere eben weniger. Oder gleich gar nicht, nach dem Motto nach mir die Sintflut.
Also holt unsereins aus. Erzählt von Studien und Statistiken, von unumstößlichen Wahrheiten und wissenschaftlich fundierten Warnungen. Vom wachsenden Ressourcenverbrauch, dem herbeigesehnten, völlig überfälligen Weg in eine nachhaltige Planung und dem gescheiterten Klimagipfel in Kopenhagen. Wir sprechen über Plastik, den Golfstrom, vom Furzen der Rindviecher… und doch ist da bloß verständnisloses Kopfschütteln. Die Runde stößt mit dem Bier an – und wechselt das Thema. Schließlich ist Jenny schon zum zweiten Mal schwanger und kann sich nicht recht erinnern, von wem.
Es gibt sie eben, die Momente, in denen stundenlange Vorträge unangebracht sind. Belehrend und bisweilen sogar nervig wirken. Für genau diese Fälle hat Utopia zehn Vergleiche gesammelt, die gleichermaßen schockierend wie informativ sind und dem Gegenüber auch am nächsten Morgen mit Sicherheit noch ins Gedächtnis gebrannt sind. Neben der Sache mit Jenny – versteht sich…
Foto: utopia/ poferl


Kommentare (12)
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"Drei gerauchte Zigaretten erzeugen etwa sechsmal so viel Feinstaub wie ein moderner Dieselmotor mit Wandstromfilter im 30-minütigen Leerlauf."
Frage an die Mathematiker: Das bedeutet schon: "Eine gerauchte Zigaretten erzeugt etwa so viel Feinstaub wie ein moderner Dieselmotor mit Wandstromfilter im einstündigen Leerlauf", oder?
Und dieses andere Beispiel erscheint mir immer und hier besonders unseriös:
"für eine einzige Suchanfrage bei Google verbraucht ein Rechner eines Unternehmens so viel Strom wie benötigt wird, um ein Zimmer mit einer 11-Watt-Energiesparlampe eine Stunde lang zu beleuchten"
- Gemeint ist wohl wenn dann der Gesamtverbrauch von Rechner, Servern und der Geräte des Datennetztes.
- Je nach "Unternehmen" (???) ist da wohl eher das Rauf- und Runterfahren des Rechners mit drin... mehr weniger
Jedem dem man sowas erzählen würde, käme mit Rückfragen daher auf die man auch wieder keine Antowort hat.
Gestern habe ich meinen Freund gefragt was er zur Zigaretten-Sache meint, er sagte nur, es sei ja gut und schön mit so einem Argument zu kommen, aber was passiert mit den hochgiftigen Filtern der Autos wenn die mal ausgetauscht werden oder das Auto verschrottet wird? Naja... keine Ahnung.... mehr weniger
Ich persönlich finde diese "Fakten" sind bloßes Angeberwissen ohne Zusammenhang. Das z.B. nur Energiesparlampen 80 Kohlekraftwerke in den USA ersetzten könnten ist ja super schön. Aber wieviel schädliche Stoffe für die Produktion der Energiesparlampen benötigt werden (und später auch wieder entsorgt werden müssen) läßt man mal schon Außen vor. Auch wieviel Energie für die Produktion benötigt wird um alle normalen Leutmittel zu ersetzten, relativiert die Geschichte extrem.
So einfach ist es nicht. Das sollte man als nachhaltiger Utopist aber eigentlich wissen.
P.S. Sich über den Energieverbrauch einer Googlesuche via einer anderen Website zu beschweren, ist schon ganz harter Tobak mehr weniger