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Bio-Sonnencreme: Wirksamer Schutz ohne Risiko


Herkömmliche Sonnenschutzmittel schützen die Haut mit chemischen Filtern. Die Substanzen dringen in die oberste Hautschicht ein und wandeln die UV-Strahlen in Wärmeenergie um.  Was viele nicht wissen: chemische UV-Filter gefährden die Gesundheit. Einige können Allergien auslösen. Andere wirken im Körper wie Hormone, das kann besonders für Schwangere und stillende Mütter riskant sein. Forscher der Universität Zürich konnten Rückstände von UV-Filtern in Muttermilch nachweisen.

Mineralische Bio-Sonnencreme wirkt ohne gefährliche Chemie

Sogenannte Bio-Sonnencreme wirkt dagegen physikalisch. Mineralische UV-Filter wie Titanoxid und Zinkoxid bilden eine Schutzschicht auf der Haut und reflektieren die UV-Strahlen wie winzige Spiegel. Damit sich Bio-Sonnencreme gut auftragen lässt und der ungeliebte „Weißeffekt“ ausbleibt, werden die mineralischen Substanzen verkleinert. Riskant werden Bio-Sonnencremes erst, wenn ihre Partikel im Nanobereich liegen. Mineralische Sonnencremes ohne Filter im kritischen Nanobereich finden Sie in der Utopia-Bestenliste.

Auf die Größe kommt es an – Streitpunkt Nano

Teilchen, die kleiner sind als 100 Nanometer werden nach einer EU-Regelung als Nanoteilchen bezeichnet. Solche finden sich  genauso in konventionellen Sonnencremes mit chemischen UV-Filter wie auch in einigen mineralischen Bio-Sonnencremes. Bisher ist nicht klar, wie Nanoteilchen im Körper wirken. Sicher ist, dass Mineralien durch Nanotechnologie ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften verändern und im Körper mit anderen Molekülen reagieren können. Ob sie sich dabei gesundheitsschädlich verhalten, ist genauso umstritten wie die Frage, ob in Sonnencreme enthaltene Nanopartikel überhaupt durch eine gesunde Haut dringen können. Bisher ist es Kosmetika nicht anzusehen, ob sie Nanomaterial enthalten. Ab Juli 2013 müssen gezielt für Kosmetika hergestellte Nanomaterialien den Zusatz „nano“ in der Inhaltsstoffliste tragen. 

Wie hoch sollte der Lichtschutzfaktor sein?

Inzwischen erreichen auch mineralische Bio-Sonnencremes hohe Lichtschutzfaktoren von 30 oder 50. Hohe Lichtsschutzfaktoren lassen sich gut verkaufen und verleiten zu sorglosem Umgang mit Sonnenstrahlung. Dabei müssen solch hohe Lichtschutzfaktoren gar nicht sein. Dr. med. Gerrit Schlippe erklärt im Utopia-Interview, dass 20er bis 25er Sonnenschutz vollkommen ausreicht, wenn man sich vernünftig verhält.

Verhaltenesreglen für einen sinnvollen Sonnengenuss

  • Richtig cremen

    Pro Ganzkörperanwendung sollten 25 Milliliter Sonnenschutzmittel aufgetragen werden. Das entspricht ungefähr einem Schnapsglas. Auch Nase, Ohren, Fußrücken und Schultern nicht vergessen. Wiederholen Sie das Eincremen nach dem Baden, Abtrocknen oder dem Tragen von Kleidung. Beachten Sie, dass erneutes Eincremen keinen Einfluss auf den LSF hat und das Sonnenbad nicht verlängert.

  • Kleidung tragen

    Textilien sind der beste Schutz gegen die Sonne. Vergessen Sie nicht die Kopfbedeckung.

  • Raus aus der Sonne

    Meiden Sie die Mittagssonne und suchen Sie sich von 11 bis 15 Uhr ein kühles, schattiges Plätzchen. Verbringen Sie an besonders heißen Tagen die meiste Zeit im Schatten und meiden längere Zeiten in der prallen Sonne.

Thema: Gesundheit, Stand: 19.06.2013 von

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    schrieb am 25.07.2013 um 17:23
    Ich habe diesen Sommer zwei Wochen am Strand verbracht. Inklusive FKK. Ich habe mich innerhalb dieses Zeitraums nur mit Lavaerde gewaschen (auch Haare) und mich morgens und abens mit einem hochwertigen Hautöl eingerieben. Die extrem heiße Sonne von 12 bis 16 Uhr habe ich gemieden, d.h. nur im Schatten oder nur kurze Intervalle in die Sonne/ Wasser. Ich habe insgesamt viel Sonne abbekommen und keinen (!!!!) Sonnenbrand! Ich vermute, wenn die Haut richtig gepflegt wird, und man auf ein Sonnenbad gegen 13 Uhr verzichten kann, dann ist ein Sommerurlaub auch ohne Sonnencreme möglich. Dieses Jahr war das für mich ein Selbsttest, da ich allen Sonnencremen gegenüber skeptisch war. mehr weniger
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    schrieb am 24.07.2013 um 13:35
    Hallo,
    Habe zwei kleine Kinder und familiere Hautkrebs Belastung ,und hab mich sehr genaumit demThema beschäftigt ,die Sache ist garnicht so einfach.MeinOpa war Chemiker und hat schon vor 25 Jahren vor Zinkoxiden und Titanoxiden massiv gewarnt ,damals gabs noch keine Nanopartikel aus diesen Stoffen ,aber sie sind ebenfalls Krebserregend (wie die synthetischen UV Filtern,wirken aber nicht hormonel)und erbgutschädigend ,das ist schon lange bekannt ,im WWW findet man ganz viele seriöse Artikel darüber ,nun argumentieren die Kosmetikhersteller ja das ihre partikel (egal welche größe ,sie sind alle winzig und werden durch kleinste kratzer aber auch oral und durch aspiration in den Körper gelangen!!)ummantelt ,deaktiviert etc. sind..das man das aber überhaupt nicht in den Körper reinlassen sollte ,das ist meiner Meinung ,man weiß noch garnichts darüber und ein gefährlicher Stoff wird nicht harmloser weil man es ummantelt ,verkleinert oder vergrößert ,es bleibt unter bestimmten Umständen Aktiv ,dringt in Organen ein wo es nichts zu suchen hat.MeinTyp an alle :weg von der Mittagssonne ,kleine Kinder sowieso,das gesündeste ist eine leichte langsame bräunung der Haut (dafür färbt sie sich ja ) ,Morgensonne ist dafür die allerbeste ,am morgen bildet die Haut ein antikrebs reparatur Stoff extra für die Sonnenschäden!!,Kleidung ist der beste allerbeste Schutz ,Kinder nie ohne Sonnenhut der über Nase und Ohren geht,und ein Tshirt (die sog.Sonnenterrassen Nacken,Schulter,Brustkorb)müssen zum.meistens bedeckt sein.Dann benutze ich noch bei sarker Sonneneinstralung (wie am Wasser) Sesamöl (LSF 4) ,manchmal mit Olivenöl (LSF 2) und roten Palmöl gemischt ,auch heilerde kann man dazu tuhen ,das ist dann ein Sonnenschutz wie viele Tiere in der Natur im nutzen (Elefanten,Schweine)muß aber immer wieder aufgetragen werden (ist wie schatten) und überhaupt ,die Angst vor der Sonne muß nicht sein ,wir brauchen sie ganz ganz dringend (Das Buch Vitamin D ein wunderhormon od. ähnlich,kann ich jeden nur empfelen) und sie schützt sogar vor Hautkrebs (ich komme aus einer Ärtzte Familie,das ist trotzdem wenig propagiert)und die zunehmende Krebsfälle sind auf mißbräuchlichen umgang mit der Sonne (und auch Synthetische LSF)zurückzuführen das brutzeln in Urlaub ,die Sonnenbrände in der Kindheit bei ganztägigen schwimmbäder Besuche etc...dazu noch fehlende Schutzstoffe in der Nahrung (wir hatten noch nie soviel zu essen in der menschheitsgeschichte und es war aber noch nie sowenig drin ,in den Früchten und Gemüse ,sovieles ist weggezüchtet worden ,oder durch überdüngung nur noch aus Wasser bestehend!
    Wir sind übersäuert und überzuckert ,schlafen zu wenig ,sind zu selten in der Sonne (um ein natürlichen Schutz aufzubauen),dann zu lange um zu rösten ,und schmieren uns ständig mit cremes ein ,egal welche sie sind fremdstoffe und vieleviele von denenreagierenmit den Sonnenlicht ,verändern sich ,o.ändern den PH wert der Haut ,machen sie weich und durchlässiger ,glätten sie und verändern so die tiefe des eindringenden Lichtesunter anderen.Wir müßen bedenken das unsere Haut eine menge aushalten kann ,die häutige 100 jährigenbekommen nicht oft Hautkrebse ,ihre Haut hat oft stundenlang in der Sonne gearbeitet (Sonne und Schatten in abwechslung ist wichtig) ,es gab früher kein Sonnenschutzmittel aber auch keine Urlaube in den Maledivien kein brutzeln auf Male.Die Sache ist die Angst ,und die Konzerne die damit arbeiten.Ich kann noch ganz viel berichten ,mach ich auch die Tage .Hoffe das hilft den einen oder anderen!Siehe top kurzfilm bei youtube (10 min.) von einem Nuklearmediziner:
    www.youtube.com/watch?v=ZDcVEbGTZn8 mehr weniger
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    schrieb am 23.07.2013 um 22:41
    Stiftung Warentest hat die Eco Cosmetics Sonnencreme LSF 30 mit "mangelhaft" bewertet, da kein ausreichender UVA Schutz vorhanden ist. Der Test war von Juli 2012. Weiß jemand, ob die Rezeptur eventuell verändert wurde?
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    schrieb am 16.07.2013 um 10:32
    Ja, die sind irgendwie sehr mit der Sache beschäftigt und weniger mit ihrem auftritt in der öffentlichkeit, sie haben auch kein budget für Werbung etc. aber das macht sie für mich noch sympathischer...andere machen riesen werbung und sind gar nicht so bio...
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    schrieb am 16.07.2013 um 09:13
    Hallo , ich habe mit ecocosmetics telefoniert und man hat mir versichert, dass prinzipiell kein palmoel in ihren Produkten verwendet wird! Der besitzer ist Heilpraktiker und leitet diesen kleinen familienbetrieb seit 1993 ...Ruf doch selber an oder schick eine Mail wenn du zweifel hast...Lg
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