Simons Suche nach der vegetarischen Wurst
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besser: wissen - machen - kaufen
In der Häufigkeit und Kombination der eingesetzten Stoffe können Lebensmittelhersteller teilweise unglaubliche Kreativität an den Tag legen – die Vielzahl der europaweit gültigen E-Nummern kommt ihnen dabei zur Hilfe. Grundsätzlich müssen E-Nummern zwar nichts Schlechtes bedeuten, aber für Allergiker und alle, die besonderes Augenmerk auf eine gesundheitsbewusste Ernährung legen, sind sie ein ständiges Reizthema.
Die EU erlaubt derzeit über 300 Zusatzstoffe, die Lebensmitteln beigemischt werden dürfen, um sie haltbarer, schmackhafter, bunter oder cremiger zu machen. All diese Zusatzstoffe haben die bekannten E-Nummern erhalten und zwar nach folgender Aufteilung:
Weitere Zusätze, Überzugsmittel, Geschmacksverstärker: ab E 420.
Die Deklarierungsvorschirft nach den E-Nummern wurde allerdings wieder abgeschafft. Inzwischen genügt es, wenn Hersteller den Namen der Inhaltsstoffe nennen.
Alle Zusatzststoffe haben ein Zulassungsverfahren durchlaufen und sind von der zuständigen EU-Kommission als unbedenklich eingestuft worden. Dennoch stehen mehr als 250, und zwar die überwiegend synthetischen Zusatzstoffe, zur Diskussion. Einer der Kritikpunkte: Dass Substanzen, die einmal zugelassen wurden, trotz bedenklicher Studienergebnisse ihre Zulassung nicht verlieren – zumindest, so lange das Risiko am Menschen nicht hundertprozentig nachgewiesen werden konnte.
Wer ganz sicher gehen möchte, sollte auf Bio-Produkte umstellen. Die EU-Richtlinien für Öko- wie auch Bio-Produkte erlauben weniger als 50 der in der EU zugelassenen Zusatzstoffe. Das sind vor allem jene, die nicht aus der synthetischen Herstellung kommen. Die ökologischen Anbauverbände wie Demeter oder Naturland sind jedoch selbst mit dieser Liste noch nicht zufrieden und haben sie für ihre Mitglieder reduziert. Verbandsmitglieder dürfen nur noch 21 Zusatzstoffe verwenden. So sind außerdem Farbstoffe, Süßstoffe, Stabilisatoren und Geschmacksverstärker vollständig verboten. Darüber hinaus sind Lebensmittelzusatzstoffe in Bio-Produkten nur für die Fälle erlaubt, in denen die Lebensmittel ohne die betreffenden Stoffe weder hergestellt noch haltbar gemacht werden könnten.
Die 25 Funktionsklassen der Zusatzstoffe und deren Abkürzungen:
Hier nochmal das Wichtigste sowie die Klassenbezeichnungen als pdf zum Download.
Lebensmittelfarbstoffe werden hauptsächlich für das Einfärben von Lebensmitteln verwendet. Produkte werden aus verschiedenen Gründen nachgefärbt. Wenn zum Beispiel ein Lebensmittel durch seine Zubereitung an Farbe verliert und damit weniger attraktiv ausschaut, kann es nachgefärbt werden. Bei der Zubereitung von Gummibärchen wird die Gelatine nachgefärbt, die sonst unansehnlich grau aussehen würde. So werden die Gummibärchen entsprechend ihrer Geschmacksrichtung eingefärbt, etwa orange für den Zitrusgeschmack oder rot für Kirschgeschmack. Aber auch zum Aufwerten von Nahrungsmitteln niederer Qualität werden Lebensmittelfarbstoffe verwendet. Aufgrund von neuen gesetzlichen Vorschriften und wissenschaftlichen Erkenntnissen müssen ab dem 20. Juli 2010 Lebensmittel, die bestimmte Farbstoffe enthalten neben der E-Nummer vorsorglich den Aufdruck "kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen" tragen. Das ist neu und wir haben das beim jeweiligen Farbstoff angemerkt.
Teaserbild: photocase.de/sto.E
Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie der Lebensmittel-Farbstoffe:
Kommentare (1)
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kundiet
schrieb am 28.08.2009 um 13:18 ¶Kommentar schreiben
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