Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Tipp für Einsteiger

Stoppt die Papier-Verschwendung!

Über 40 Prozent des weltweit geschlagenen Holzes gehen allein in die Papierproduktion. Beim Papierverbrauch liegt Deutschland im internationalen Vergleich auf Platz vier: Rund 250 Kilo benötigt hierzulande jede Person im Jahr. Utopia hat eine Top Ten erstellt, mit der Sie garantiert Papier einsparen.


Die Papierherstellung fordert viele wertvolle Ressourcen: Holz, Energie und Wasser. Zudem werden Luft und Wasser dabei durch Schadstoffe belastet. Wir alle können mithelfen, die Umwelt zu schonen. Im Jahr verbrauchen wir durchschnittlich 250 Kilo Papier pro Kopf. Der weltweite Durchschnitt liegt dagegen nur bei 57 Kilo pro Person. Gerade in Büros werden oft viele unnötige Ausdrucke gemacht, die hinterher wieder im Papierkorb landen. Selbst beim Toilettenpapier ist häufig Überfluss zu finden: vierlagiges Papier, möglichst weich und kuschelig.

Die Hoffnung, dass die Verbreitung von Computern, E-Mails und Internet Papier spart, hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Der durchschnittliche Papierverbrauch hat sich sogar erhöht. Weltweit wächst der Verbrauch jährlich um 20 Prozent. Dabei gehört Papier zu den wasserintensivsten Produkten überhaupt. Das anfallende Abwasser muss aufwendig gereinigt werden. Reststoffe und Wärme werden an unsere Flüsse abgegeben. Vor allem im Ausland werden für die Papier- und Zellstoffproduktion auch große (Ur-)Waldflächen gerodet. Durch einen sparsamen Papierverbrauch tragen wir dazu bei, unsere Umwelt zu erhalten.

Thema: Klima- und Umweltschutz, Stand: 23.06.2010 von

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    schrieb am 09.04.2014 um 17:21
    Und hier fängt ein grundsätzliches Umweltproblem an, das einfach vermieden werden könnte, wenn die Unternehmen einfach mal daran denken nachhaltig zu handeln anstatt zig Tonnen Papier in Form von Briefen, Schreiben, Rechnungen und was sonst aus Papier besteht, einfach mal im Hinblick auf das Zeitalter von PCs, Mobiltelefonen mal wegzulassen. Die größte Verschwendung sieht man aber in der Gastronomie: Unzählige Papierpackungen zum Händetrocknen sind im Lagerraum – eine unnötige Verschwendung an Geld. Und sowas kann vermieden werden, wenn man beispielsweise einmalige Investition in spezielle Produkte wie Dyson Händetrockner investiert (vgl. http://www.cleantec.eu/de/home ): Lieber am Anfang viel Geld für nützliche Geräte ausgeben als andauernd laufende Kosten haben und die Umwelt belasten! mehr weniger
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    schrieb am 15.04.2013 um 18:56
    Wußten Sie schon,dass 1 ha Cannabis bis zu 120 ha Baumbestand für die Papierindustrie ersetzen kann,da Cannabis im Verhältnis zur Fläche 4mal so viel Zellstoff liefert und 30 mal sch neller wächst.
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    schrieb am 15.04.2013 um 17:26
    Wir befüllen monatlich eine Riesentonne mit Papier. Grässlich!
    Mir ist es ein Rätsel, wie wir das reduzieren können, denn die Tipps wenden wir schon an, incl Robinsonliste u Keine Werbung Kleber.

    Der Feind lauert m.E. an anderer Stelle.
    Der Postzustellung.
    Einmal gespendet an caritative Einrichtungen? Es kommt Post, regelmäßig.
    Einmal bestellt? Es kommen Kataloge, von vielen Firmen x-fach, auch den ökologischen.
    Ein Depot? Jede Gutschrift wird per Post bestätigt. Der online Kontoauszug ist ein Fortschritt!

    Der Sammelleidenschaft.
    Kulturelle Infoblättchen, gerne in Kneiporants liegend. Stapelweise werden die mitgenommen.
    Apothekerblätter - Fernsehprogramm umsonst!
    Mitgliederheftchen aller Couleur, z.B. Krankenkasse, Stadtwerke, Stromanbieter, etc pp.

    Die Vermeidung von Papier ist noch umfassender als die Tipps vorschlagen.
    Sie sind ein guter Anfang.
    Es bedarf auch ein Umdenken bei den Firmen und dann die Möglichkeit zu sagen: Ich bin Kunde/Mitglied u bleibe treu auch ohne Post.
    Aber das rechnet sich nicht für die Firmen.
    Papier ist also nach wie vor zu billig.
    Schlimm genug. mehr weniger
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    schrieb am 10.11.2012 um 13:01
    1999 hat sich das Papiernetzwerk Initiative 2000plus in NRW gegründet. Mittlerweile gibt es in 13 Bundesländern Initiativen, die sich nunmehr unter dem Namen Netzwerk Papierwende für die Reduzierung des Papierverbrauchs auf ein nachhaltiges Maß und die Nutzung von Recyclingpapier einsetzen.

    http://papierwende.de/ mehr weniger
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    schrieb am 17.02.2012 um 18:48
    Stellt euch vor wir hätten ein BGE

    Es würden Formulare für
    Steuererklärung
    Antrag auf Pension
    Antrag auf Arbeitslose
    Antrag auf Studienbeihilfe
    Antrag auf Schülerfreifahrt
    usw.
    wegfallen

    Ich denke den halben Antragsformularkram unserer Bürokratie könnten wir uns sparen.

    Dazu passt das Lied von Reinard May "Einen Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars"
    ( http://www.youtube.com/watch?v=Q52OcNr92fo , leider nicht von ihm gesungen, aber auch ganz gut :-)) mehr weniger
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