Es ist alles da, was man braucht: Die Technik, die Infrastruktur und eine Energiequelle, die in einer Stunde so viel Energie liefert, wie die gesamte Menschheit in einem ganzen Jahr verbraucht. Die Energie kommt ohne Abgase, völlig verschleißfrei und noch dazu frei Haus. Was hält uns also ab, die Solarstromnutzung massiv auszubauen? Brüder (und Schwestern), zur Sonne! Die Freiheit wird praktischerweise gleich mitgeliefert. Ob Strom- oder Wärmeenergie - in Zeiten von rasant steigenden Ölpreisen und wachsenden Unsicherheiten mit den Rohstoffen Erdgas und Uran ist das eigene Solar-Kraftwerk im Haus nur logisch und konsequent.
Das hat sogar J.R. Ewing erkannt. Der Schauspieler Larry Hagman, der in den 80ern den famosen Fiesling und Öl-Baron in der TV-Serie "Dallas" gab, ist heute eine der wichtigsten Figuren der amerikanischen Solar-Szene. Für seine 17 Hektar große Farm in Kalifornien bezieht er die Energie mittlerweile komplett aus Solarkraft. "Meine Stromrechnung habe ich so von 37.000 Dollar auf 17 Dollar im Jahr runtergefahren."
Grundlage für die positive Entwicklung des deutschen Solarmarktes ist das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Jeder Betreiber erhält eine geförderte Vergütung pro eingespeister Kilowattstunde, finanziert durch eine Umlage von allen Verbrauchern. Hier gibt es zur Zeit Auseinandersetzungen, da eine Gesetzesnovelle die mit 5 Prozent geplante Degression der Förderung nun auf bis zu 9,7 Prozent erhöhen möchte. Die Solarwirtschaft befürchtet, dass durch die geringeren Anreize die Investitionsbereitschaft in Solaranlagen zurückgehen könnte. Ein bewährtes und funktionierendes System würde dabei aufs Spiel gesetzt.
Professor Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme, hat das größere Bild: "Die Sonnenenergie ist der Garant, dass wir Strom in Zukunft überhaupt noch bezahlen können. Sie ist entscheidend für die Versorgungssicherheit. Wenn das Öl 200 Dollar pro Barrel kostet, beginnt das große Heulen und Zähneklappern."
Ein wichtiger Punkt kommt noch hinzu: Was bei Bio-, Nano- und Halbleitertechnologie nicht gelingen wollte, in der Solartechnik - auch Photovoltaik genannt - hat sich Deutschland in den letzten Jahren zum Weltmarktführer hochgearbeitet. Eine solche Position in einer der Leitindustrien des 21. Jahrhunderts zu besetzen, hat unschätzbaren volkswirtschaftlichen Wert. Denn - wie Weber anmerkt -: "Nicht die Goldgräber in Kalifornien machten damals das große Geld, sondern diejenigen, die ihnen die Schaufeln und Waschsiebe verkauften. Die deutsche Solarindustrie wird nicht nur Solarzellen in alle Welt verkaufen, sondern auch die Fabriken ausstatten, die in wenigen Jahren in den USA, Arabien und Asien entstehen.“ Vorsprung durch Technik - 2.0.
Alle Informationen zur Woche der Sonne finden Sie auf der Veranstaltungs-Website.
Foto: DNA films


















Kommentare (2)
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Peter Doldi
begeisterter Radfahrer
Peter Doldi
schrieb am 15.05.2008 um 13:45Christian Brost
ambitionierter Unternehmer
Christian Brost
schrieb am 15.05.2008 um 10:33Der Artikel ist jedoch etwas ungenau recherchiert bzw. formuliert. Deutschland ist nur Weltmarktführer bei installierter PV-Leistung, nicht auf dem Herstellermarkt. Den dominieren China gefolgt von Japan. Deutschland liegt auf Platz 3.
Quelle z.B. http://tinyurl.com/58m2w3
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