Meinen Urlaub buche ich bio!
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Kleidung
Viele moderne Performance-Textilien sind aus Kunstfasern, bei deren Herstellung Erdöl benötigt oder giftige Chemikalien freigesetzt werden. Das berühmte GoreTex zum Beispiel ist eins der leistungsfähigsten Gewebe der Welt. Eine Jacke aus diesem Material kann atmen, wärmen und vor Wasser schützen. Super! Nur wenn diese Jacke irgendwann ausgedient hat und weggeworfen wird, etwa weil Pink in dieser Saison einfach out ist, dann ist sie dank der chemisch laminierten Polyester- oder Polyamid-Fasern zu Sondermüll geworden. Das vergleichbare SympaTex-Gewebe funktioniert dagegen auf einem physikalischen Prinzip und ist leichter zu entsorgen.
recycelten Plastikflaschen her. Außerdem können alle Baumwoll- und Polartec-Materialien an den Hersteller zurückgegeben werden. Seit etwa einem Jahr hat Patagonia auch Schuhe im Programm, die teilweise aus recyceltem Material bestehen.
Reiseziele
Wie gesagt – es muss nicht immer Aspen sein. Oder Kamtschatka. Obwohl gerade Aspen zu den Skigebieten gehört, wo viel fürs Klima getan wird und man sogar klimaneutral Skiurlaub machen kann, hinterlässt die Flugreise von Deutschland aus dorthin einen gewaltigen CO2-Fußabdruck. Kamtschatka ist ein noch extremeres Beispiel. Die russische Halbinsel mausert sich momentan zum angesagten Wintersportziel – leider auf Kosten der Natur.
Im Rahmen einer Studie des Deutschen Ski Verbands wurde der CO2-Ausstoß für einen zweiwöchigen Skiurlaub in Kamtschatka berechnet. Er beträgt rund fünfeinhalb Tonnen, die in erster Linie durch die bloße An- und Abreise entstehen: vier Stunden Flug bis nach Moskau, dann noch zehn Stunden weiter bis zum Ziel und wieder zurück. Zum Vergleich: Von München aus könnte man bei gleichem CO2-Ausstoß 100 Tage zum Skifahren mit dem Auto in die Berge fahren. Noch Fragen?
In den Alpen gibt es mittlerweile viele Urlaubsorte, in denen Klimaschutz und Nachhaltigkeit großgeschrieben werden. Besonders die Haupt-Einsparmöglichkeiten Verkehr und Immobilien sind Gegenstand der Bemühungen, CO2-Emissionen zu senken und die Natur zu schonen.
Es gibt einige wirklich clevere Programme, zum Beispiel den Verbund Alpine Pearls, der ein sanftes Mobilitätsprojekt für Wintersportgebiete in der Schweiz, Österreich, Frankreich, Deutschland und Italien entwickelt hat. Wenn Sie zum Beispiel mit dem eigenen Auto anreisen und bei Ankunft Ihren Autoschlüssel abgeben, können Sie gratis oder vergünstigt von öffentlichem Transport, aber auch von individuellen Fahrdiensten Gebrauch machen, Fahrräder mit Elektromotor mieten, ein gratis Mobiltelefon für die Dauer des Aufenthalts bekommen, oder Sie erhalten Vorzüge beim Besuch kultureller und anderer öffentlicher Einrichtungen wie Schwimmbäder oder Museen. Die Schweizer Skiorte Davos und Sankt Moritz zeigen starkes CO2-Engagement durch Gebäudemodernisierungen, moderne Heizsysteme und lokal generierte Energieversorgung. In einigen Orten erfolgt ein CO2-Ausgleich bereits mit dem Kauf eines Skipasses.
Wir haben eine kleine Auswahl der Orte zusammengestellt, die wir Ihnen für nachhaltigen Wintersport empfehlen möchten. Bitte verstehen Sie diese Auswahl als reine Inspirationsquelle. Es wäre nicht fair, zu behaupten, es gäbe keine anderen nachhaltig ausgerichteten Wintersportgebiete in den Alpen. Die Bemühungen, Wintersportgebiete nachhaltiger zu gestalten, sind deutlich zu erkennen, und es werden ständig mehr. Eine Linksammlung zu Webseiten und Reisezielen finden Sie weiter unten.
DEUTSCHLAND
Bad Reichenhall - www.bad-reichenhall.de
Wintersportmöglichkeiten: Langlauf, Snowboarding, Ski Alpin, Schneeschuhwandern, Rodeln, Eisstockschießen
Besonderheiten: An- und Abreise mit S-Bahn und Bus, kostenlose Busbenutzung im Ort, MOVELO Elektrofahrrad-Verleih
Berchtesgaden - www.berchtesgaden.de
Wintersportmöglichkeiten: Langlauf, Snowboarding, Ski Alpin, Rodeln, Bobben, Schneeschuhwandern
Besonderheiten: An- und Abreise mit S-Bahn und Bus, günstige Fahrtarife, MOVELO Elektrofahrrad-Verleih
ÖSTERREICH
Werfenweng – www.werfenweng.org
Wintersportmöglichkeiten: Langlauf, Snowboarding, Ski Alpin, Rodeln, Schneeschuhwandern, Paragleiten, Drachenfliegen
Besonderheiten: Tourismuskonzept „sanfte Mobilität“: über 20 alternative Fortbewegungsmöglichkeiten, klimaneutrale Winterferien
SCHWEIZ
Arosa – www.arosa.ch
Wintersportmöglichkeiten: Langlauf, Snowboard-Funpark, Ski Alpin, Rodeln, Schneeschuhwandern
Besonderheiten: Gratis Busverbindungen, 70% der Betten direkt in Skipistennähe, 100% klimaneutrale Ferienangebote, wasserstoffbetriebene Pistenfahrzeuge
Davos – www.davos.ch
Wintersportmöglichkeiten: Langlauf, Ski Alpin, Snowboarding, Rodeln, Eissport
Besonderheiten: Co2-neutrale Ausrichtung der Gemeinde, klimafreundliche Gebäude, regionale Holzkreisläufe, Energie aus erneuerbaren Quellen
St. Moritz – www.stmoritz.ch
Wintersportmöglichkeiten: Ski Alpin, Snowboard, Langlauf, Schneeschuhwandern, Rodeln, Curling, Eislaufen, Bobben, Cresta, Winter-Golf, Paragleiten, Kitesailing, Fallschirmspringen, Cricket, Nordic Walking
Besonderheiten: vor Ort generierte Energie aus Wasserkraft, Selbstverpflichtung zum Bezug von mindestens einem Drittel der benötigte Energie aus erneuerbaren Quellen.
Weitere Wintersportgebiete im Produktguide.
Das komplette Interview mit Tobias Luthe finden Sie hier.
Nützliche Links:
Deutscher Ski Verband
Deutscher Alpenverein
Internationale Alpenschutzkommission CIPRA
Alpine Pearls
Mountain Riders
Skiclub Großbritannien
WWF Pandaction
Fotos: Photocase
Nuva-Ring, Pflaster, Spirale: Verhütungsmittel gibt es viele. In den letzten Jahren ...
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Kommentare (9)
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Maria_L
überzeugte Genießerin
Maria_L
schrieb am 11.02.2010 um 15:38http://www.die-moebelmacher.de/startseite/produkte/holzski.html
Von herwig Danzer von den Möbelmachern ist auch der Nachhaltigkeitsblog:
http://nachhaltigkeit.blogs.com/nachhaltig/
Claudius_Kohrt
Social Entrepreneur
Claudius_Kohrt
schrieb am 11.02.2010 um 10:13Wintersport ist vor dem Hintergrund ohne Frage eine große Belastung für die Natur. Andererseits ist es ein effektiver Weg die Menschen in die Natur zu bringen und damit zu zeigen wie schön sie ist. Dieses Bild hilft vielleicht den ein oder anderen dazu zu bewegen sich im Alltag etwas sensibler und bewusster zu verhalten.
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