Greenpeace grünt Elektro-Riesen
1Greenpeace hat die fünfzehnte Ausgabe seines Guide to Greener... mehr
Sicher, man kann Fernseher heute auf die Schnelle in einigen Supermärkten kaufen, mittlerweile werden ja sogar Autos und Einfamilienhäuser angeboten. Nur ist dann mit Sicherheit auch die Wahrscheinlichkeit höher, dass sich die Neuanschaffung auf lange Sicht als Enttäuschung entpuppt. Schließlich wünscht man sich nicht nur ein Gerät, das den persönlichen Fernsehgewohnheiten entspricht, sondern auch umwelttechnisch ein gutes Bild macht.
Gerade letzteres ist oft nicht auf die Schnelle herauszufinden. Die Werbung für neue Geräte übertrifft sich zwar mit Endlos-Listen von Technik-Features und unverständlichen Leistungsabkürzungen, aber Angaben zu Energieverbrauch oder Umweltfreundlichkeit bleiben meistens außen vor. Dabei kann gerade der Energieverbrauch ein entscheidender Faktor für den Kauf oder Nicht-Kauf eines neuen Gerätes sein. Laut Öko-Institut verbrauchen sehr große Fernseher bis zu 800 Kilowattstunden Strom jährlich (bei vier Stunden Nutzung täglich). Zum Vergleich: Effiziente Kühlschränke, die jeden Tag 24 Stunden laufen, verbrauchen nur zwischen 100 und 200 Kilowattstunden im Jahr. Bei den ständig steigenden Energiepreisen lohnt es da also durchaus, mal genauer hinzuschauen.
Hier die Utopia-Einkaufs-Checkliste
[_] Als Faustregel für den Energieverbrauch von Fernsehern gilt: Je kleiner und einfacher die Ausstattung, desto geringer ist meist auch die Leistungsaufnahme und der Energieverbrauch.
Oder umgekehrt: Je höher die Leistungsaufnahme und je länger die Nutzungsdauer, desto höher der Energieverbrauch. Da Plasmageräte erst ab 94 cm angeboten werden, also sehr groß sind, haben sie tendenziell eher einen hohen Energieverbrauch.
⇒ Röhrenfernseher: tendenziell niedrigerer Verbrauch als bei LCD und Plasma
⇒ LCD-Fernseher: abhängig von Größe, Ausstattung, Einstellung Kontrast Helligkeit und der Auflösung
⇒ Plasma-Fernseher: wie bei LCD-Fernsehern, tendenziell aber noch höherer Verbrauch als bei Röhren- und LCD-Fernsehern.
[_] Überlegen Sie vor dem Kauf, welche Funktionen Ihnen wichtig sind und was „Chi-Chi“ ist, den Sie sowieso nicht benutzen. Brauchen Sie wirklich Multimedia-Funktionen? Denken Sie dran: Technologie, Größe und Ausstattung wirken sich auf den Energieverbrauch aus.
[_] Überzeugen Sie sich immer persönlich von der Bildqualität und kaufen Sie ein Gerät nicht nach blindem Vertrauen.
[_] Testen Sie vor dem Kauf, ob sich das Gerät auch wirklich einfach bedienen lässt. Nur so können Sie es sich ersparen, hinterher fünfmal den Techniker anfahren zu lassen müssen (Stichwort CO2-Fußabdruck), um die Funktionen einzustellen.
[_] Werfen Sie auch ruhig einen Blick in die Bedienungsanleitung und überzeugen Sie sich davon, ob Sie verständlich oder in Fachchinesisch geschrieben ist.
[_] Wollen Sie eine Bildvoreinstellung ab Werk? Das ist nicht immer die beste Sicht, denn Kontrast, Helligkeit, Bildschärfe und Farbe sind vom Hersteller oft zu hoch eingestellt. Wenn Sie diese reduzieren, haben Sie mehr Freude am Bild und können zum Teil sogar Strom und Kosten sparen.
[_] Fernsehen non-stop? Erhöht nicht zwingend den Intelligenzquotienten, aber mit jeder zusätzlichen Stunde den Stromverbrauch und damit die Stromrechnung. Viele integrierte Gerätefunktionen verbrauchen auch im Stand-by-Betrieb Strom. Wenn Sie Ihren Fernseher hingegen mit dem Netzhauptschalter abschalten, können Sie bis zu zwölf Prozent Strom sparen.
Außerdem hilfreich
[_] Informieren Sie sich über weitere Qualitätsurteile, z. B. bei Stiftung Warentest
[_] Das Gerät sollte eine automatische Abschaltfunktion in den Aus-Zustand haben
[_] Achten Sie auf eine Auszeichnung mit der Euroblume, dem europäischen Umweltzeichen.
Diese Geräte erfüllen bestimmte Grenzwerte für den Stromverbrauch im eingeschalteten und auch im Stand-by-Betrieb, sind auf Langlebigkeit und eine recyclinggerechte Gerätekonstruktion geprüft.
Die Utopia Einkaufs-Checkliste ![]()
Mehr Wissenswertes finden Sie bei EcoTopTen
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Kommentare (1)
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unbenannt
begeisterter Unternehmer
unbenannt
schrieb am 21.06.2008 um 15:44http://www.test.de/themen/bild-ton/test/-Flachbildfernseher-Unternehmensverantwortung/1672191/1672191/1671021/
Das Wesentliche:
"Grundig gehört dem türkischen Unternehmen Beko Elektronik. Bekos Engagement für die Umwelt und insbesondere für die Mitarbeiter ist der höchsten im Test und stärker als bei Grundig in Nürnberg."
"Loewe engagiert sich stark für seine Mitarbeiter und die Umwelt und hat viele Auszubildende. Direkte Zulieferer überprüft Loewe selbst. Unterstützung von Sozialprojekten und Kulturveranstaltungen."
"Metz hat CSR-Leitlinien kaum schriftlich definiert, engagiert sich aber stark für seine Mitarbeiter."
"ein ökologisch einwandfreies Gerät, gibt es zwar noch nicht, doch die Branche arbeitet daran."
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