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Einkaufs-Ratgeber

Waschmaschinen mit niedrigem Stromverbrauch


Eines vorweg: Beim Kauf vieler Haushaltsgeräte lauert ein großer Fehler, den Sie nicht begehen sollten: Schauen Sie nicht nur auf den Kaufpreis. Niedrigere Beschaffungskosten von herkömmlichen Geräten locken zwar den inneren Schnäppchenjäger, aber auf Dauer haben energieeffiziente Geräte meist die Nase vorn. Über die Zeit sparen sie Kosten und schonen von Anfang an die Umwelt.

besser:kaufen

  • Energieeffizienzklasse: mindestens A++

    Um Strom, Wasser und damit auch Geld zu sparen, sollten Sie eine Waschmaschine der Energieeffizienzklasse A++ (bei Füllvolumen bis 6 kg) oder A+++ (bei Füllvolumen über 6 kg) kaufen.

  • Schleuderdrehzahl: 1400 U/min sind optimal

    Je höher die Schleuderdrehzahl, umso niedriger die Restfeuchte ihrer Wäsche. Das Ökoinstitut empfiehlt mindestens 1400 U/min. Schleuderzahlen ab 1600 U/min erleichtern Ihnen zwar durch noch geringere Restfeuchte das anschließende Trocknen, die entsprechenden Waschmaschinen sind aber meist auch deutlich teurer. Die daraus resultierende Stromeinsparung beim Trocknen mit Wäschetrockner macht sich hingegen ökonomisch und ökologisch kaum bemerkbar. Viel effektiver ist es hier, gar keinen Wäschetrockner zu benutzten. Der gehört zu den größten Klimakillern im Haushalt, obwohl die Wäsche auch bequem von alleine trocknet.

  • Die richtige Größe: dem Haushalt angemessen

    Nur eine voll beladene Waschmaschine hält, was ihre Energieeffizienzklasse verspricht - auch wenn eine Mengenautomatik vorhanden ist. Darum sollten Sie die Größe Ihrer Waschmaschine Ihrem Haushalt angemessen sein: Wohnen bis zu 3 Personen im Haushalt, reicht in der Regel eine Waschmaschine mit 3 – 4 Kilo Fassungsvermögen aus. Für bis zu fünf Personen ist die Anschaffung einer Waschmaschine mit 4 – 5 Kilo Füllmenge sinnvoll. Wohnen noch mehr Personen zusammen, sollten mindestens 6 Kilo Wäsche in die Waschmaschine passen.

Tipps und Warnungen

Intelligente Waschmaschinen – nicht billig, aber lohnenswert
Eine sogenannte „intelligente“ Waschmaschine ist ein gute Investition: Sie zeigt über ein Display am Gerät das Wäschegewicht beim Beladen an und gibt eine direkte Dosierempfehlung. Denn wenn Sie zu viel Waschmittelverwenden, erhöhen sich Energie- und Wasserverbrauch.
Besser bei 30 °C waschen
Wenn Sie mit 30 °C statt 60 °C waschen, können Sie rund zwei Drittel des Stromverbrauchs einsparen. Normal verschmutzte Wäsche wird auch bei 30 °C  frisch und sauber.
Keine Waschmaschine ohne Aqua-Stop
Sparen Sie nicht bei einem hochwertigen Schutz vor Wasserschäden an der Waschmaschine. Falls ein Wasser-Unfall passiert und ein „Aqua-Stop“ vorhanden ist, übernimmt der Hersteller die Haftung für Schäden.

Die Utopische Alternative

Lassen Sie im Sommer doch einfach die Kleidung weg, da entfällt auch das Waschen.

Das Nachhaltigste in Kürze

Wer die Umwelt schonen und dabei auch noch Geld sparen möchte, sollte eine Waschmaschine mit Energieeffizienzklasse A++ (bei Füllvolumen bis 6 kg) oder A+++ (bei Füllvolumen über 6 kg) kaufen. Die optimale Schleuderzahl liegt bei 1400 U/min, ab 1600 U/min wird die Wäsche zwar noch trockener, die Maschinen aber ungleich teurer. Achten Sie unbedingt auf eine Waschmaschine, die der Größe Ihres Haushalts angemessen ist.

Thema: Energieeffizienz, Stand: 30.05.2012 von

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    schrieb am 01.12.2012 um 15:37
    Alle die eine neue Waschmaschine kaufen wollen, nur weil die Alte zu hohe Stromverbrauchswerte hat, sollten sich lieber ein günstiges Vorschaltgerät anschaffen, und die Alte bei garantiert niedrigerem Stromverbrauch als bei einer neuen "Computergestützten" ohne Vorschaltgerät betreiben. Das ist a) günstiger, b) nachhaltiger und c) ökologischer, da weniger Strom benötigt wird, die Maschine länger genutzt wird als als bei Anschaffung und Nutzung einer neuen "computergesteuerten" Hightechmachine.

    Alle deren Maschine sich "verabschiedet" hat, sollten eher eine ganz einfache, ohne viel Elektronikfirlefanz aussuchen. Hohe Schleuderdrehzahl ist wichtig, passende Trommelgröße und Wasserstopp. Alles andere kann entfallen, da in der Regel eh nicht genutzt. Die Neue Einfachmaschine wird dann mit einem Vorschaltgerät ergänzt. Damit erzielt jeder mit geringerer Investition geringeren Stromverbrauch, als bei einer neuen teuren Hightech-Maschine.

    Die Industrie bietet bewusst keine Einfachmaschine mit Warmwasseranschluß an.
    Für die Nutzung eines Warmwasseranschlusses muß nicht zwingend eine Solaranlage vorhanden sein. Jede andere Warmwassererzeugung ist besser als die auf Strombasis.

    Vor einer Entscheidung darüber nachdenken welche Waschprogramme denn persönlich wirklich genutzt werden. Nur sehr Wenige nutzen die Spezialprogramme in den Hightech-Maschinen.
    Längere Einweichzeiten und damit geringere Waschmittelmengen kann auch ein Vorschaltgerät.

    Zu oft verfallen wir dem Reiz des Elektronikspielzeugs für uns Erwachsene. Damit wird die große "Kasse" gemacht, und im Betrieb steigt die Anfälligkeit der Geräte und Abhängigkeit zur Industrie; siehe hierzu auch die Automobilindustrie mit den Bordcomputern, etc. mehr weniger
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    schrieb am 15.06.2012 um 00:22
    wichtiger TIPP:

    Es gibt auch Waschmaschinen mit Warmwasseranschluss (und Kaltwasseranschluss) die heizen das Wasser nicht mit Stom auf, sondern nehmen vorhandenes Warmwasser (am besten kostengünstiges Solarwasser oder von eines Gastherme...). Das ist unschlagbar und spart noch mal über die Hälfte des Stromverbrauches und kann sogar noch Wasser sparen wenn es die Einstellung mit Warmwasser-Spülen gibt (dann wird nur 1x mit Solar-Warmwasser statt 2x mit Kaltwasser gespült).
    Da viele Waschmaschinen im Heizungskeller oder Bad stehen ist die Installation eines zusätzlichen Heißwasseranschlusses für die Maschine oft gering.
    (es gibt auch noch Vorschaltgeräte für normale Maschinen...)

    und bei Hausplanungen für Waschmaschine und Spülmaschine immer einen zusätzlichen Heißwasseranschluss vorsehen!!! mehr weniger
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