Hybridautos – Die Teamplayer und Brückenbauer
Eine Zeitlang konnte man den Eindruck gewinnen, Hybrid kommt nicht aus dem Griechischen („gemischt“) sondern von „Hype“, soviel Wirbel wurde um diese Motoren-Kombination veranstaltet. Dabei ist es eigentlich ganz simpel: Wer ein Hybridauto fährt, hat zwei Motoren in einem Auto - einen normalen Verbrennungsmotor für Benzin oder Diesel und einen Elektromotor beziehungsweise einen Akku, der die für den Betrieb des E-Motors nötige Energie speichert. So wirklich neu ist das Konzept auch nicht, denn schon auf der Weltausstellung um 1900 in Paris stellte Ferdinand Porsche den so genannten „Lohner Porsche“ vor, das erste Fahrzeug vor, das man als Hybrid bezeichnen kann. Bei dem Modell war ein Generator an einen Benzinmotor gekoppelt, der vier in den Rädern installierte Elektromaschinen mit elektrischer Energie versorgte.
Was bringt ein Hybridantrieb?
Erleichterung für den Geldbeutel und die Umwelt, vorausgesetzt, die beiden ergänzen sich optimal und sind auf gutes Teamplay eingestellt. Beim Hydbridantrieb wird mittels intelligenter Steuerung über einen Bordchip jeweils der Motor genutzt, der in der jeweiligen Fahrsituation am effektivsten ist.
So ist der Elektromotor ideal bei eher niedrigem Tempo, also im Stadtverkehr. Außerdem ist er geräuscharm und verursacht keine Abgase, hat dafür aber nur eine geringe Reichweite. In diesem Punkt wird er immer noch vom Benzinmotor überholt, der sich vor allem bei höheren Geschwindigkeiten bewährt, wie zum Beispiel auf der Landstraße oder der Autobahn. Dafür verursacht er Lärm und Abgase und hat zudem eine schlechte Energieeffizienz, da nur wenig Energie auch in Antriebsenergie umgesetzt wird. Doch bei optimaler „Work-Drive-Balance“ der beiden Motoren sinkt der Spritverbrauch um 15 bis 30 Prozent.
Da die Batterien, die den Elektromotor speisen, in verschiedenen Situationen während der Fahrt aufgeladen werden (beispielsweise beim Bremsen, Bergabfahren oder im Leerlauf), entfällt außerdem das „Tanken“ an der Steckdose, wie es bei reinen Elektrofahrzeugen nötig ist.
Vorteile
• wesentlich geringerer Benzinverbrauch, wenn man sich häufig im „Stop-and-Go-Verkehr“ bewegt
• geringer Schadstoffausstoß
• geringe Geräuschentwicklung
• ideale „Brückentechnologie“
Nachteile/Kritik
• recht hohe Anschaffungskosten
• relativ lange Aufladezeit der Batterien
• immer noch eher geringe „Tankmöglichkeiten“ für Strom
• bei Langstrecken nicht verbrauchsgünstiger
• eher langsam, da der Energiespeicher häufig das Wagengewicht erhöht, was wiederum einen leicht erhöhten Verbrauch nach sich zieht
Vorzeigemodell
Toyota Prius

Quelle: Toyota Deutschland GmbH
Titel-Bild: Photocase/bastian-dietz – Bildbearbeitung: Miro Poferl
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Kommentare (3)
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(erhöhter ReifenDruck, mit eingelegtem Gang! ausrollen lassen, ab 10sec. Motor AUS!, kleine Autos fahren, dünne Reifen nutzen, vorausschauend fahren...)
Da lohnt sich m.E. die noch sehr hohen AnschaffungsKosten für ein Hybrid nicht wirklich.