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Bio-Urlaub

Verträglich Reisen: So geht sanfter Tourismus


So geht sanfter Tourismus

  1. Das Reiseziel:

    Wählen Sie Ihr Reiseziel nicht nur nach der Attraktivität der Urlaubsregion. Achten Sie auf die Entfernung von Ihrem Heimatort: Je näher Ihr Urlaubsziel, desto geringer Energieverbrauch und Emissionen - und desto veträglicher wird Ihre Reise

  2. Reiseanbieter und Unterkunft

    Inzwischen gibt es zahlreiche Reiseanbieter, Hotels und andere Übernachtungsmöglichkeiten, die auf veträgliche und faire Bedingungen achten:

  3. Das Verkehrsmittel:
    • Vermeiden Sie Flugreisen. Fliegen zählt zu den größten Klimakillern überhaupt.
    • Umweltfreundlicher als das Flugzeug sind die Bahn oder das Auto.
    • Noch ökologischer fährt der Reisebus.
  4. Aktivitäten vor Ort

    Die Aktivitäten im Urlaub sollten sich an die Bedingungen vor Ort anpassen:
    Ein bewässerungsintensiver Golfplatz passt nicht zur Wüste, Motocross-Touren sind nicht der richtige Weg, um üppige Regenwälder, stille Moorlandschaften oder einsame Bergregionen zu erkunden und Skifahrten bei frühlingshaften Temperaturen bleiben ein fragwürdiges Vergnügen.

    Die lokale Bevölkerung sollte in möglichst hohem Maße von ihren Gästen profitieren: Gehen Sie in Geschäfte, besuchen Sie Restaurants und Cafés auch außerhalb ihres Urlaubsdomizils!

Tipps und Warnungen

All-inclusiv-Angebote sind für das Gastgeberland wenig gewinnbringend, die lokale Bevölkerung profitiert kaum am Gewinn. So geht sanfter Tourismus nicht!
Informieren Sie sich, ob es in Ihrer Unterkunft Essen aus der Region gibt.
Machen Sie keine weiten Kurzurlaube: Die Entfernung vom Wohn- zum Urlaubsort sollte in einem angemessenen Verhältnis zur Reisedauer stehen, damit Sie veträglich Reisen.

Tipps für Fortgeschrittene

Sie beurteilen Ihre Unterkunft allein nach Preis und Ausstattung?
Die folgenden Fragen erlauben Rückschlüsse auf die Einbindung des Tourismus in die lokalen Wirtschaftskreisläufe:

Wie groß ist die Unterkunft und wie fügt sie sich ins Landschaftsbild ein? Wer ist der Betreiber? Liegt das Haus innerhalb oder außerhalb eines Ortsverbandes? Wie groß ist der Ort? Wie ist das Verhältnis von Bettenangebot zur Einwohnerzahl?

Die Utopische Alternative

Machen Sie dort Urlaub, wo es am schönsten ist: zuhause. Schwingen Sie sich aufs Fahrrad und erkunden Sie Ihre Gegend! Das klingt Ihnen zu utopisch? Dann lassen Sie sich von Utopias Sommerfrische in der 150-Km-Zone inspirieren!

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Foto: Thomas Ruppel / Quelle : photocase

Stand: 23.02.2011 von

Kommentare (7)   abonnieren

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    schrieb am 24.02.2011 um 18:34
    Ein Reisebus soll ökologischer fahren als die Bahn? So einfach sehe ich die Sache nicht. Bei Zügen gibt es ebenso wie bei Bussen große Unterschiede, sowohl zw. den Ländern (Anteil von regenerativer Stromerzeugung für die Bahn ist unterschiedlich, in Schweden und erst recht Norwegen z.B. bessere Klimabilanz als z.B. in Polen), als auch zwischen den jew. Zügen bzw Bussen.

    z.B. ein mehr als 2/3 besetzter Interregio der DB ist z.B. sicher ähnlich umweltfreundlich wie ein ziemlich voller Reisebus - außer der Bus ist z.B. ein Elektrobus, dessen Akkus zu 100% mit echtem Ökostrom aufgeladen wurden oder ein Bus der mit Ethanol fährt, das zu den Sorten zählt, die im Gesamtherstellungsprozess mehr als 70% klimafreundlicher sind als bei fossiler Verbrennung, z.B. in neusten Verfahren aus Bio-Zuckerrüben hergestellt, ggf sogar mittels Landmaschinen, die ihrerseits ebenfalls mit Öko-Energie betrieben wurden (solches Ethanol dürfte freilich (heute noch) die Ausnahme sein ...)

    Weniger gut schneidet dagegen meines Wissens ein leerer Regionalzug ab, oder auch ein ICE.

    Bei "umweltfreundlich" ist auch das Dilemma relevant, dass z.B. Atomstrom (womit z.B. in Frankreich ein Großteil der Bahn fährt, in Deutschland etwas weniger) zwar nicht direkt umweltfreundlich ist, aber doch klimafreundlicher, als die Erdölverbrennung (Benzin oder Diesel) eines durchschnittlichen Reisebusses (bei der Annahme, dass der Zug und der Bus beide mind. zu 2/3 voll sind).

    Die Sache ist also durchaus ein bisschen komplizierter ...

    Sonst aber gute Tips. Vielen Dank !
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    schrieb am 24.02.2011 um 18:42
    Auch wenn die Welt groß und sehenswert ist - bleiben wir daheim ! Das ist ökologisch!
    Man stelle sich die Welt vor, auf der der letzte Tropfen Sprit verbraucht ist.
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    schrieb am 24.02.2011 um 19:00
    Einerseits hast du schon recht, denke ich. Andererseits ist das für Menschen leichter zu sagen, die schon viel gereist sind (z.b. viele über 40-Jährige), als für Menschen, die noch fast nie gereist sind (z.B. die meisten noch unter 20-Jährigen). Ich selber bin auch schon über 30 und habe zwar trotzdem noch eine im deutschen Vgl. überdurchschnittlich gute Klimabilanz, aber es fällt mir irgendwie schwer, z.B. einem 20-Jährigen zu sagen: Bleib zu Hause ... Ich sage dann manchmal ungefähr: "Warte noch ein bisschen mit weiten Reisen. Vielleicht werden sogar Schiffe und Flugzeuge viel ökologischer sein, wenn du mal älter bist. Und zudem ist heute ja mit dem Internet zumindest mit Fotos etc von fernen Ländern auch so manches ansatzweise erlebbar (zwar braucht auch ein PC und das WWW Strom und andere Ressourcen, aber eben dann doch viel weniger, als eine Flugreise um die viertel oder halbe Welt)" Wenn sich jmd gar nicht abhalten lässt, dann versuche ich sie/ihn zu überreden, doch zumindest bei www.atmosfair.de eine Art von 'Ausgleich' zu machen und dort nicht nur die Flugkilometer, sondern auch alle anderen per Pkw etc zurückgelegten anzugeben und dabei auch noch die Zahl aufzurunden. Das ist dann im Notfall auch ein bisschen etwas wenigstens.
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    schrieb am 24.02.2011 um 22:54
    Wie sieht's eigentlich mit Landhäusern oder Ferienhäusern aus? Sind diese weitere ökologische Alternativen?
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    schrieb am 11.03.2011 um 15:46
    mmmhhhh...naja, aber wenn man ökologisch reist, zumindest versucht, die öffentlichen zum reisen zu nutzen, dann muss man auch nich daheim bleiben..
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    schrieb am 17.03.2011 um 22:13
    Wir vermieten ein Exclusives Ferienhaus in der Eifel mit 3 Wohneinheiten für 2 bis 14 Personen.
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    schrieb am 31.03.2011 um 17:15
    Man sollte bei der Diskussion um ökologische Reisen nicht vergessen, dass ein Verzicht auf Flugreisen weitergehende Auswirkungen auf das Zielland hat. Die GIZ (früher GTZ) hat dazu Anfang des Jahres eine "Deskstudy" gemacht, wo am Beispiel Bali untersucht wurde, was ein 50 % geringerer Flugverkehr nach Bali an CO2 und Treibhausgasen einspart und was davon aufgrund von Umstrukturierungen in der Beschäftigungsstruktur an anderer Stelle wieder mehr verbraucht würde.
    Ein Großteil der im Tourismus Beschäftigten würde in die Landwirtschaft wechseln, was zu folgendem Ergebnis fürhte: "Da die Ausweitung der Agrarfront mit (Brand-)Rodung und Trocken-legung von Regenwald im dicht bevölkerten Indonesien mit großer Wahrscheinlichkeit die meisten der erforderlichen Jobalternativen zum Tourismus generieren müsste, ist die Gesamt-Klimabilanz der Langstreckenflüge nach Bali vermutlich nicht schlechter als die möglicher alternativer Überlebens-Strategien Derjenigen, die durch einen drastischen Rückgang des Flugverkehrs Job und Einkommen verlören."

    Hinzu kommt natürlich noch der soziale Aspekt von nachhaltigem Reisen. Wenn jeder bei sich zu Hause bleibt, fällt die Einkommensgrundlage vieler Communities weg, viele Umweltschutzprojekte in der dritten Welt würden nicht mehr gefördert und noch dazu bin ich der Meinung, dass man sich den Problemen einer globalen Welt nur stellen kann, wenn man andere Kulturen und Länder selber kennt.

    Der Artikel hier ist also sicher eine gute Grundlage für ökologisches Reisen, er fasst aber sicher nicht alle Dimensionen des komplexen Themas (was auch sehr schwierig ist).
    Wer mehr Infos zu dem Thema haben möchte kann mich gerne anschreiben oder auf unserer Webseite nachschauen, da kommen nach und nach immer mehr Texte die das schwierige Thema versuchen differenziert dar zu stellen.
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