Bleistifte und Kugelschreiber im Vergleich

Nachhaltiges Schreibvergnügen?


Vielleicht ist es Ihnen auf der Arbeit schon einmal aufgefallen: Stifte jeglicher Art kommen unheimlich schnell abhanden. Die relativ kurze Überlebensdauer reflektiert sich auch in der Produktionszahl. Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) wurden 2008 in Deutschland 62 Millionen Kugelschreiber und 57 Millionen Bleistifte verkauft. Nach einer Umfrage von Statista, bei der 10.167 Personen in Deutschland befragt wurden, kam heraus, dass fast 70 Prozent der Befragten gelegentlich zu einem Bleistift greifen; um die 15 Prozent bevorzugen Bleistifte vor anderen Schreibgeräten. Dies bedeutet, dass mehr Menschen Kugelschreiber, Filzschreiber und/oder Füller als Hauptschreibinstrument dienen.


Lesen Sie mehr zu

Papier

Mein ökorrektes Büro

Weitere Einkaushelfer


Die Inhaltsstoffe
Der von vielen so geschätzte Kugelschreiber besteht zu einem Großteil aus Plastik. Letzteres ist ein Sammelbegriff für Kunststoffe, welche größtenteils synthetisch hergestellt werden. Die Ausgangsprodukte werden aus Erdöl, Kohle und Erdgas gewonnen. Laut Bic, einem amerikanischen Schreibwahrenhersteller, wird für die Herstellung von 3.200 Kugelschreibern genauso viel Energie verbraucht wie ein Kleinwagen auf 100 Kilometern Strecke benötigt. 
 
Jedoch bietet Memo, der selbsternannte „klimaneutrale Schnellversand“, Kugelschreiber aus folgenden Materialien bei sich an:

 

Memo Bleistifte

An der Spitze jedes Kugelschreibers befindet sich eine kleine Kugel, die meistens aus einem Hartmetallspike besteht, die wiederum von einer Blech- oder Stahlschicht umgeben ist. Die Tinte setzt sich je nach Anbieter unterschiedlich zusammen, jedoch sind in der Regel die zwei Hauptbestandteile ein Färbe- und ein Lösungsmittel. Wasser, Alkohole oder Öle können als Lösungsmittel dienen, das Färbemittel kann wiederum von Pflanzen, Mineraliendepots oder durch chemische Synthese gewonnen werden.
 
Kommen wir zum Bleistift: Das äußere Gehäuse des Bleistifts ist wesentlich simpler: zwei Stück weichen Holzes werden zusammengeklebt und mit Farbe bedeckt. Innen drin versteckt sich das „Blei“, welches technisch gesehen aus einer Mischung aus Ton und Graphit (einem Mineral, das aus kristallinem Kohlenstoff besteht) bildet.
 
China ist mit 60.6 Prozent (Quelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe) bei weitem der größte Lieferant, wenn es um natürliches Graphit geht. Demnach gehört das Land weltweit auch zu den größten Bleistiftproduzenten. Leider ist es sehr schwer an Informationen zu Holzart und -vorkommen bei asiatischen Bleistiftanbietern zu kommen. Die gute Nachricht ist jedoch, dass europäische Marken wie Memo oder Faber-Castell als auch einige amerikanische Firmen Holz aus nachhaltig produzierter Wirtschaft für ihre Produktion verwenden.

Bildergalerie

Produkte für ein besseres Büroklima

Seite 1 / 3
von



Kommentare (10)   abonnieren

alle Kommentare (10)
  • Bedenklichen Inhalt melden
    Catlicita
    schrieb am 13.08.2010 um 20:25
    Beim zurückgeben der Kulis bzw. Minen, wäre es villt. erfolgversprechender, würde man diese in zumindest den Großen Drogerieketten, wo man sie auch kaufen kann (z.B. Müller) zurückgeben könnte. Achja und Memo stößt bei mir auf große Begeisterung! Find ich super, von den Preisen und den Produkten :)
  • Bedenklichen Inhalt melden
    dan-yell
    schrieb am 08.04.2010 um 08:05
    nehmen wir an: Der Kleinwagen, mit dem verglichen wird, stößt auf pro km 115 gramm CO2 aus (http://www.besser-autokaufen.de/stadtmensch.html), auf 100 km also 11.500 gramm, da kommt auf jeden der 3.200 Kulis etwa 3,6 gramm. Das ist mal deutlich weniger als 25 gramm für einen Bleistift, auch...
alle Kommentare (10)

Kommentar schreiben

Lob, Kritik, Ergänzungen? Teilen Sie Ihre Meinung mit der Utopia-Community. Seien Sie dabei bitte konstruktiv und hilfreich.
(5000/5000)

Ich habe eine Frage zu ... IT & Kommunikation


Mehr zu Alltag

Mehr zu Studium