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VCD-Auto-Umweltlisten (2)

Die Klimabesten 2010


Drei Autohersteller haben sich dieses Jahr um den Titel des klimaverträglichsten Serien-Pkw in der Auto-Umweltliste des Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) bemüht – bitte nicht verwechseln mit der allgemeinen Top Ten des VCD, in der es nicht nur um die CO2-Emission geht: Im vergangenen Jahr siegte in dieser Kategorie der Smart cdi mit einem CO2-Wert von 88 Gramm pro Kilometer und einem Verbrauch von 3,3 Litern Diesel auf 100 Kilometer. Doch dann brachte Volkswagen den Polo Blue-Motion mit einem neuen 1,2-TDI-Motor und einem CO2-Wert von 87 Gramm auf den Markt. Also drehten die Smart-Entwicklungsingenieure noch ein wenig an ihrer Stellschraube und erreichten einen CO2-Ausstoß von 86 Gramm. Während Toyota wiederum mit der dritten Generation des Prius und dem neuen Auris Hybrid zwei Fahrzeuge ins Rennen schickt, bei denen ein starker Elektromotor den Benzinmotor unterstützt. Beide erreichen einen CO2-Wert von 89 Gramm pro Kilometer.

Kleine direkteinspritzende Dieselmodelle mit zusätzlicher Spritspartechnik wie Start-Stopp-Automatik und Hybridfahrzeuge haben beim CO2-Ausstoß die Front vorn, so der VCD. Die Fahrzeuge unterscheiden sich bei den Nutzungsmöglichkeiten allerdings deutlich. Der Smart ist als Zweisitzer mit kleinem Kofferraum für den Stadtverkehr konzipiert. Der Polo ist längst mehr als ein „Kleinwagen“, wie ihn die Autopresse und das Kraftfahrtbundesamt klassifizieren, er ist ein komfortables Auto mit drei Sitzen mehr als der Smart und einem zumindest kleinfamilientauglichen Kofferraum. Der Polo stösst nur ein Gramm CO2 pro Kilometer mehr aus als der Smart, weshalb der VCD zu dem Schluss kommt, dass die Blue-Motion-Spritspartechnik des VW-Konzerns nachhaltiger wirkt als die Bemühungen der Smart-Entwickler. Und die beiden Hybridfahrzeuge von Toyota, die im Ranking auf Platz 3 und 4 stehen, sind deutlich größer als der Polo. Der Auris Hybrid kommt im Herbst 2010 auf den Markt und konkurriert in der Kompaktklasse mit Autos wie dem VW Golf, Deutschlands meistverkauftem Auto.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt jedoch, dass selbst die energieeffizientesten Pkw des Baujahres 2010 keinen wirklich neuen Maßstab setzen. Ende des vergangenen Jahrtausends dominierten die Drei-Liter-Autos von VW und Audi die VCD Auto-Umweltliste. 2,99 Liter Diesel verbrauchten sie, bei einem CO2- Ausstoß von 81 Gramm. Ein bis heute für Serienfahrzeuge unerreichter Wert.

Quelle: VCD; Foto: smart

Vergleichen Sie die aktuelle Liste mit den Klimabesten des Jahres 2009.

Klimaschonende Mobilität im Produktguide:

Produktdguide

Stand: 18.08.2010 von

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    schrieb am 27.09.2010 um 21:41
    den smart cdi for two als Klimabesten einzustufen ist eigentlich falsch.
    es handelt sich nur um einen ZWEISITZER die anderen vergleichbaren Fahrzeuge sind VIERSITZER und können somit eine ganze Familie transportieren.
    Man bräucht dafür sonst 2 x Smart.

    Der Vergleich hinkt gewaltig
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    schrieb am 20.08.2010 um 22:40
    Die VCD-Liste liest sich in diesem Zusammenhang eher wie eine (Achtung: politisch inkorrekter Ausdruck!) Speisekarte in einem äthiopischen Restaurant. Hier wird nur der Mangel verwaltet, etwas was ernsthaft zur Lösung des Problems beitragen könnte findet sich hier nicht. Bei der Herstellung eines Kraftfahrzeuges werden üblicherweise mehr Ressourcen verbraucht als während seines Betriebes (ca. 15 Jahre a 11000km bei PKW im Durchschnitt). Um den absoluten Ressourcenverbrauch auf ein vertretbares Maß zu reduzieren ist es wohl der effizienteste Weg die Fahrstrecken auf ein vernünftiges und die Fahrzeugleermassen auf das dafür notwendige Maß zu reduzieren. Das lässt sich mit Verbrennungsmotoren und fossilen Energieträgern nicht realisieren. Aus diesem Grunde halte ich es für kontraproduktiv weiterhin Mittel in die Weiterentwicklung dieser Dinosaurier-Technologie zu stecken. Die einzige Strategie die ohne extremen Verzicht auf Mobilität auskommt sind Leichtfahrzeuge mit zunächst Plug-in-Hybrid und später bei entsprechender Ladeinfrastruktur reinem Elektroantrieb. Das trägt allen Faktoren von Akkuabnutzung bis hin zu begrenzten Anbauflächen für Biokraftstoffe Rechnung und könnte - konsequent genug umgesetzt - funktionieren. Leider sehe ich das nötige konsequente Handeln in dieser Demokratie wo einem jedesmal wenn man Begriffe wie “Verzicht”, “Nichtraucherschutz”, “Vegetarismus” etc. in den Mund zu nehmen wagt gleich dutzendfach die Worte “Freiheit” oder “Nazi” um die Ohren geschlagen werden an keiner Stelle. Ich stelle mir da eher einen weißbärtigen älteren Herren mit Heiligenschein vor der die Hände überm Kopf zusammenschlägt und murmelt “tut mir ‘nen Gefallen und sterbt endlich aus...”

    SternFuchs* mehr weniger
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    schrieb am 20.08.2010 um 09:36
    Bitte nicht füttern!
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    schrieb am 20.08.2010 um 01:45
    Wenn Gebrauchtfahrzeuge auf Elektrobetrieb (im großen Stil) umgerüstet und dann mit Ökostrom betrieben werden, lässt sich das Klima durchaus beeinflussen. Siehe
    http://www.umweltbrief.org/neu/html/A-Klasse_electric_zebra.html
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    schrieb am 20.08.2010 um 00:29
    Stimmt, ein Produkt verbraucht während seiner gesamten Nutzungsdauer nicht annähernd so viel Energie und Ressourcen wie bei seiner Herstellung!

    Schwer zu verstehen, dass diese übel stinkenden, lauten Dieselfahrzeuge noch als "Klimabeste" dargestellt werden.
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