Foodwatch verleiht den Goldenen Windbeutel 2012
2Wählen Sie die größte Lebensmittel-Werbelüge des Jahres!mehr
besser: wissen - machen - kaufen
Wer Glück hat, besitzt die Liste jetzt schon – vor Schulanfang. Wer Pech hat, bekommt sie – mit dem Rest der Stadt – am ersten Schultag. Dann gilt es in dichtem Gedränge etwa für einen Erstklässler folgendes zu besorgen: 5 Din A 5 Hefte lin., Lin.1, Umschläge: rot, hellblau, dunkelblau, gelb, weiß;1 Din A 4 Heft lin., Lin 1, Umschlag: dunkelgrün, 2 Din A 4 Hefte ohne Lineatur, 1 Schnellhefter, gelb … . In weiterführenden Schulen ziehen Vater; Mutter und/oder Kind oft an mehreren Tagen los, da die Fach-Lehrer einzeln ihre Wünsche kundtun.
Der Griff nach Recyclingpapier geht dabei in Deutschlands Schreibwarenläden und Drogerien oft ins Leere. Die Verbraucherzentrale Nordrheinwestfalen hat im März 2010 das Heft- und Block-Sortiment in Düsseldorfs Schreibwarengeschäften getestet: Von 21 geprüften Läden hatte einer eine „sehr große Auswahl“ an Recyclingpapier-Schulbedarf zu bieten, einem weiteren wurde eine „gute Auswahl“ bescheinigt. Beim Rest: Fehlanzeige.
Diese Stichprobe ist – bis auf wenige Ausnahmen – repräsentativ für das bundesweite Angebot. Wer in den achtziger Jahren mit „Umweltschutzpapier“ aufgewachsen ist, ärgert sich über den problematischen Einkauf. „Das Recyclingpapier ist schleichend wieder aus den Regalen verschwunden“, konstatiert Jürgen Schmidt, Gründer der Memo AG, einem ökologischen Versandhandel für Schreibwaren und Büroausstattung. Die Ursache sieht er in der Umsatz-Kalkulation des Fachhandels, der nicht die doppelte Regalfläche für das gleiche Produkt verwenden wollte: Der Umsatz des herkömmlichen Papiers sei größer gewesen als der des Recyclingpapiers, auch wegen der alternativen Bezugsquellen von letzterem.
Kommentare (13)
abonnieren
judith_kuck_boesing
schrieb am 05.05.2012 um 23:07 ¶lichtglanz
schrieb am 10.08.2010 um 03:44 ¶Kommentar schreiben
Bitte neu registrieren oder anmelden um einen Kommentar zu schreiben. Neu: auch über