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Umweltfreundlicher Schulanfang

Mein ökorrektes Schulkind


Wer Glück hat, besitzt die Liste jetzt schon – vor Schulanfang. Wer Pech hat, bekommt sie – mit dem Rest der Stadt – am ersten Schultag. Dann gilt es in dichtem Gedränge etwa für einen Erstklässler folgendes zu besorgen: 5 Din A 5 Hefte lin., Lin.1, Umschläge: rot, hellblau, dunkelblau, gelb, weiß;1 Din A 4 Heft lin., Lin 1, Umschlag: dunkelgrün, 2 Din A 4 Hefte ohne Lineatur, 1 Schnellhefter, gelb … . In weiterführenden Schulen ziehen Vater; Mutter und/oder Kind oft an mehreren Tagen los, da die Fach-Lehrer einzeln ihre Wünsche kundtun.

Der Griff nach Recyclingpapier geht dabei in Deutschlands Schreibwarenläden und Drogerien oft ins Leere. Die Verbraucherzentrale Nordrheinwestfalen hat im März 2010 das Heft- und Block-Sortiment in Düsseldorfs Schreibwarengeschäften  getestet: Von 21 geprüften Läden hatte einer eine „sehr große Auswahl“ an Recyclingpapier-Schulbedarf zu bieten, einem weiteren wurde eine „gute Auswahl“ bescheinigt. Beim Rest: Fehlanzeige.

Rückzug aus den Regalen

Diese Stichprobe ist – bis auf wenige Ausnahmen – repräsentativ für das bundesweite Angebot. Wer in den achtziger Jahren mit „Umweltschutzpapier“ aufgewachsen ist, ärgert sich über den problematischen Einkauf. „Das Recyclingpapier ist schleichend wieder aus den Regalen verschwunden“, konstatiert Jürgen Schmidt, Gründer der Memo AG, einem ökologischen Versandhandel für Schreibwaren und Büroausstattung. Die Ursache sieht er in der Umsatz-Kalkulation des Fachhandels, der nicht die doppelte Regalfläche für das gleiche Produkt verwenden wollte: Der Umsatz des herkömmlichen Papiers sei größer gewesen als der des Recyclingpapiers, auch wegen der alternativen Bezugsquellen von letzterem.

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Stand: 04.08.2010 von

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    schrieb am 05.05.2012 um 23:07
    Bei uns an der Grundschule brauchen die Kinder so besondere Hefte, da weiß ich gar nicht, ob es die in UWS-Papier-Qualität gibt. Wir haben aber beim ersten Kind konsequent auf Pappschnellheftern bestanden auch wenn das Mädchen etwas genörgelt hat. Einer davon hat sogar schon Mamas Studienmaterialien gehalten und war mit einigen netten Aufklebern auch wieder cool genug.
    Beim zweiten Kind werde ich mich mal rechtzeitig nach entsprechenden Heften umgucken, schön fände ich hier, wenn die Schulen mit gutem Beispiel vorangehen und auch für ihre Kopien UWS-Papier nehmen und die Eltern vor dem Kauf über umweltfreundliche Möglichkeiten informieren. Ich glaube, dann würden noch mehr Eltern sensibilisiert.... mehr weniger
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    schrieb am 10.08.2010 um 03:44
    Ein sehr interessanter Artikel..mit vielen Webadressen gespickt..kann meine ja auch noch dazu geben..www.cleofuerkinder.de
    Ehrlich gestanden glaube ich aber, dass das Thema nicht "tiefsinnig" genug verdeutlicht, dass Kinder eben immer auch "Abbild" ihrer Umgebung sind.
    Der krasse Papiermißbrauch vieler Erwachsenen löst bei den heute so zunehmend wachen Kindern einigen Widerstand aus.
    Mein "ökokorrektes Schulkind" wird Sturm laufen, wenn es sieht, dass es auf "Buntes" verzichten soll, während "seine Erwachsenen" ganz anders leben. Von daher wundert es mich nicht, dass dieser Bereich noch so unterentwickelt ist.
    Ich glaube "ökokorrekt" für Kinder. kann nur funktionieren, wenn wir es Ihnen vorleben! mehr weniger
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    schrieb am 06.08.2010 um 11:28
    Ich finde den Titel des Artikels ja krass: Als ob ein Kind ein Besitztum wäre wie beliebig anderes Konsumgut...
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    schrieb am 05.08.2010 um 11:42
    In meiner Schule kann man sich jedes Jahrüber sie jeweiligen Klassenlehrer Blöcke und Hefte aus umweltfreundlichem Recyclepapier mit dem Logo der Schule bestellen. Die kosten pro Stück nur 0,50 - 1 €, sind also wesentlich billiger als die im Laden, allerdings gibt es nur A4-Hefte und -Blöcke.
    Und am Ende des Schuljahrs kann man die gebrauchten Schulbüchern den Lehrern übergeben, die sie dann an die nächste Klasse weiterreichen. mehr weniger
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    schrieb am 05.08.2010 um 09:48
    Bei uns gab es schon vor 20 Jahren am Gymnasium regelmäßig einen Eine-Welt-Stand in der ersten großen Pause. Dort wurden auch Hefte und Blöcke aus recyceltem Papier verkauft und ähnliche umweltfreundliche Materialien. Dieser Verkaufsstand wurde von Schülern organisiert. Ob das heute noch so ist, dass weiß ich leider nicht. mehr weniger
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