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Gärten mit großem Rasen und großzügigen Terrassen mögen zum Barfußlaufen, Grillen oder Spielen praktisch sein. Doch schaffen Sie über die Nutzfläche hinaus kleine Biotope mit Wildblumen, heimischen Gehölzen und Stauden! Sie locken Insekten und Vögel, erhalten das biologische Gleichgewicht und lassen Ihren Garten bunter und lebendiger wirken. Zehn Tipps, wie Sie mit wenig Aufwand Ihren Garten naturnah verschönern.
Ein wenig Abwechslung tut Ihrem Garten und der Umwelt gut: Wildblumen sehen nicht nur romantisch aus, sondern locken gleichzeitig Bienen, Hummeln und andere Insekten – und somit auch viele Vögel. Spezielle Bienenfutterpflanzen (z. B. Bienenfreund) können Sie im Wildstaudenbeet setzen. Auch blütenreiche Doldengewächse wie Dill oder Wilde Möhre machen sich dort besonders schön. Für den idyllischen Naturgarten eignen sich zudem Sorten mit Wildcharakter wie verschiedene Glockenblumen, die Kokardenblume, Akelei, Fingerhut und Malven. Beliebte Wildkräuter sind Blaukissen, Gänsekresse, Salbei, Rosmarin und Thymian.
Tipp: Fragen Sie beim Biogärtner nach Samen für einen bunten Wildblumenmix. Da die meisten Wildblumen auf nährstoffarmen Böden am besten wachsen, sollten Sie vor dem Pflanzen etwas Kies oder Sand unter die Erde mischen.
Im naturnahen Garten haben aber auch Obstbäume und Gemüsepflanzen Platz – und nicht zuletzt beliebte Sommerblumen wie beispielsweise Löwenmäulchen, Strohblume, Levkoje oder Bechermalve. So entsteht die Blumenwiese: Den Rasen an den gewünschten Stellen nur zwei nur zwei- bis dreimal im Jahr mähen, das Gras dabei fünf Zentimeter hoch stehen lassen.
Tipp: Je später Sie mit dem Mähen beginnen (idealerweise zum ersten Mal Ende Juni), desto leichter können sich Wiesenblumen aussäen. Zudem sollten Sie das gemähte Gras drei bis vier Tage auf der Wiese liegen lassen, dann verbreiten sich die Samen besser. Wird der Rasen neu angelegt, säen Sie die Blumen vorher. Erst ein paar Wochen später das Gras säen, dann verhindern sie, dass das Grün überhand nimmt.
Schaffen Sie Nist- und Versteckmöglichkeiten für Vögel. Jeder heimische Strauch, jede Hecke oder mit Efeu bewachsene Wand lohnt sich. Auch zwischen Kletterrosen (nur ungefüllte Sorten), Prunkwinde und Clematis können sich Vögel und Insekten zurückziehen, und die Pflanzen lassen den Garten verwunschen aussehen. Auch wilder Wein, der Bienen lockt, macht sich in einer Nische schön, wo Insekten nicht stören, vor allem im Herbst, wenn sich die Blätter rot färben.
Was Sie wissen sollten: Vögel ernähren sich an heimischen Beerensträuchern und Bäumen wie der Eberesche, Eibe oder Hagebutte. Mit Exoten wie der Forsythie oder dem Rhododendron können sie dagegen wenig anfangen. Besonders gerne tummeln sie sich auch in heimischen Gehölzen wie dem Sauerdorn, der Hainbuche, dem Pfaffenhütchen oder im Flieder, oder aber sie sitzen in den Obstbäumen.
Heruntergefallene Äste und Laub sind kein Unrat, im Gegenteil: Ein Reisighaufen dient Rotkehlchen und Zaunkönigen als Versteck. Zudem tummeln sich darin Insekten, Asseln, Würmer und Spinnen, von denen Vögel sich ernähren.
Tipp: Sammeln Sie das Laub in einer Gartenecke oder verteilen Sie es unter den Büschen. Im Herbst sollten Sie Laub und Gehölz zu kleinen Haufen kehren, denn dort finden viele Kriechtiere und Insekten in der kalten Jahreszeit Unterschlupf. Auch ein abgestorbener Apfel- oder Kirschbaum bietet Rückzugsmöglichkeiten für Vögel und sollte daher nicht unüberlegt gefällt werden. Belassen Sie zudem kleine Ecken mit Brennnesseln, sie dienen Schmetterlingen und Raupen als Nahrungsquelle.
Als Begrenzung eignet sich im naturnahen Garten eine Trockenmauer aus locker geschichteten Steinen, zwischen denen Mauerblümchen und Wildkräuter wachsen und wo seltene Kriechtiere Unterschlupf finden. Auch Steinhaufen eignen sich als Unterschlupf. Sie lassen das Gelände besonders natürlich wirken und schaffen Abwechslung zwischen Blumen, Sträuchern und Rasen.
Kommentare (32)
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Stefan_R.
schrieb am 15.04.2010 um 16:11 ¶Kommentar schreiben
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