Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Ratgeber Licht - LED Beleuchtung und Co.

Ausgeglüht!


Von Heidi Tiefenthaler

Das Aus für die 75-Watt-Glühbirne ist längst angekündigt worden. Es ist Teil eines Stufenplans, mit dem die EU seit vergangenem Jahr ineffiziente Leuchtmittel vom Markt nimmt. Bis 2020 will sie damit pro Jahr 40 Terawattstunden Strom einsparen. Zeit wird es, sagen Umweltschützer, denn die Oldtimer sind echte Verschwender: Lediglich fünf Prozent des eingesetzten Stroms wandeln sie in Licht um. Die restlichen 95 Prozent verpuffen als Wärme.

Effizientere Beleuchtungen gibt es seit Jahren, die sogenannten Energiesparlampen. Was genau unter diesen Begriff zu verstehen ist, war bisher allerdings nicht geregelt. Auch das ändert sich mit Stichtag 1. September. Dann darf sich nur noch „Energiesparlampe” nennen, was mindestens 75 Prozent Strom im Vergleich zur herkömmlichen Glühbirne einspart. Dies schließt Halogenglühlampen aus, aber auch einige Kompaktleuchtstofflampen, also einen Teil jener Leuchtmittel, die heute landläufig als Energiesparlampen bezeichnet werden.

Außerdem gut: Die Hersteller müssen den Verbraucher deutlich besser informieren. Auf den Packungen stehen in Zukunft Angaben zum Stromverbrauch, zur Lebensdauer, zur „Warmlaufzeit“, zur Lichtfarbe, zum Quecksilbergehalt, zur Umrechnung auf die alte Wattzahl und zur Dimmbarkeit.

Alternativen: Kompaktleuchtstofflampen, LED Beleuchtung und Co.

Am weitesten verbreitet sind die sogenannten Kompaktleuchtstofflampen (KLL). Sie bestehen aus kleinen gebogenen Leuchtstoffröhren, die je nach Modell frei liegen oder ummantelt sind. Ihr Stromverbrauch liegt bei 65 und 85 Prozent einer herkömmlichen Glühbirnen und sie halten bis zu neun Jahre länger. Damit sind sie echte Geld- und Energiesparer. Mittlerweile gibt es für fast alle Lampentypen passende Fassungen und Formen und viele Modelle können auch gedimmt werden. Laut Umweltbundesamt sind die KLL in ihrer Öko- und CO2-Bilanz besser als herkömmliche Glühbirnen. Zwar benötigten Herstellung und Entsorgung mehr Energie, das gleiche aber der Spareffekt bei der Nutzung locker wieder aus.

Umweltfreundliche Leuchtmittel im Produktguide:

Produktdguide

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Stand: 25.08.2010 von

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    schrieb am 06.01.2011 um 17:45
    solaroland - sehe es ähnlich.
    Beispielsweise gehe ich vielleicht einmal die Woche für 1-2 Minuten in den Keller. Wozu eine äusserst aufwendig hergestellte und sehr teuere Energiesparlampe benutzen? Längere Lebensdauer, Stromsparen Nachhaltigkeit - ich muss lachen! Unsinniges Gesetz! Selbstverständlich besitzt meine meistgenutzte Lampe ein Energiesparleuchtmittel. mehr weniger
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    schrieb am 16.11.2010 um 17:43
    Ich will doch gar keine 75 Watt Glühlampe kaufen, brauch ich nicht, vielleicht erscheint mir gerade deshalb dieses Gesetz so überflüssig.

    Spätestens in ein paar jahren werden nicht einmal mehr in China diese Dinosaurierleuchtmittel gefertigt werden, weil die sicher auch schon LED-Lampen bauen und weiter verbessert zu Dumpingpreisen auf den Markt schmeißen und die gehn beim Schmeißen im Gegensatz zur Glühbirne nicht einmal kaputt.

    Was wollen wir mit Gesetzbüchern, die mit unnötigen Gesetzen überfüllt sind (weil es Produkte regelt die es nicht mehr gibt und keiner mehr will) so daß der Überblick total verlohren geht.
    Dann müssen die Gesetze ausgemistet werden, glaub mir Urwalder, das ist viel schwieriger und aufwendiger als Gesetze zu generieren.
    Dann wird auch das Glühlampenherstellungs und Verkaufsverbot wieder entsorgt werden müssen, was zur Folge hätte, daß es dann in der EU wieder erlaubt wäre diese Glühlampen her zu stellen und zu vertreiben!

    Jetzt sag noch einer ich hätte keinen Weitblick.

    Freiheit ist das tun zu dürfen, was man gerne möchte um es dann gar nicht zu tun wenn man die Freiheit bekommt es zu tun.
    Für den langsameren Denker: Keiner will eingesperrt sein, auch nicht wenns drausen stürmt und regnet, aber wer will da schon raus, es reicht doch wenn man es dürfte wenn man wollte. mehr weniger
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    schrieb am 16.11.2010 um 16:19
    Was der Vergleich mit dem Alkoholverbot betrifft, wollte ich eben deutlich machen, daß man beim Glühlampenverbot ebenso am falschen Ende der Energieverschwendungskette anfängt, so als würde man ein Alkoholverbot beim alkoholfreien Bier beginnen.

    Wir sollten unseren Kindern Werte vermitteln, nicht Verbote!

    Denn verbote sucht man zu umgehen.
    Ab morgen verkaufe ich hocheffiziente 75W Infrarot Heizkolben mit blendendem Wirkungsgrad als leuchtende Begleiterscheinung, damit es auch dem dümmsten (EU-Gesetzemacher) dämmert.

    Vorbeugend sage ich gleich, daß es bessere elektrische Heizelemente gibt und ich den vorherigen Abschnitt nur beispielhaft meine, so als hätte ich gestern noch 75W Glühlampen verkauft. mehr weniger
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    schrieb am 16.11.2010 um 15:55
    ich habe gar keine Dimmer,

    das war nur ein Beispiel, denn ich bin kein Glühlampenfreak sondern ein freiheitsliebender Mensch und halte solche Verbote eben für falsch, solange noch ein Atommeiler auf dieser Welt am Netz ist, denn die wahre Verschwendung findet u.a. dort statt.
    Da wird für ein "bisschen" Stromerzeugung irgendwo auf dieser Welt viel Erde bewegt um die sehr begrenzten Uranvorkommen ans Licht zu fördern, diese dann um den halben Globus transportiert um z.B. hier in Deutschland zwar viel Hitze daraus zu erzeugen, von der dann mittels Verdampfung von Wasser eine Turbine angetrieben wird, während der größere Teil der gewonnenen Hitze im Kühlturm an die Umwelt abgegeben wird. Übrig bleibt dann hochbrisanter Müll, der meines Wissens immer noch weit über 90% des ursprünglichen Energiegehalts enthält und für die nächsten zig tausend Jahre in Übergangslagern vor sich hin strahlt.
    Ich glaube die unterste Schicht der Harz 4-Empfänger, damit meine ich nicht die die bereit sind eine geeignete Arbeit anzunehmen, haben mehr Weitblick als die Politiker die der vorher genannten Technik längere Laufzeiten bescheren und den Normalverbraucher mit allerlei (unsinnigen) Gesetzen entmündigen.

    Während man in den 70ern des letzten Jahrhunderts noch von Flußerwärmung durch (Kern-)Kraftwerke und den damit verbundenen Problemen sprach wird heute nur noch ausschließlich von einer CO2 bedingten Klimaveränderung geredet und uns weisgemacht wenn wir den CO2 Ausstoß reduzieren, dann können wir weiter machen mit Konsumrausch und Raubbau an unserer Natur.
    Sogar Kohlekraftwerke werden dann wieder gefördert.
    Verrückte Welt. mehr weniger
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    schrieb am 12.11.2010 um 18:10
    Tja, Topist hat es wohl geschafft meinen Kommentar ins Lächerliche zu ziehen, dabei sieht man hier einmal wieder, daß die meißten eher bereit sind über ersthafte Sachen Witze zu machen, als das Hirn einzuschalten.
    Dabei schrieb ich am 11.11. ausdrücklich >im Grenzfall ...<
    Zugegeben, auch ich bin nicht nur Utopist, sondern auch Humorist und ertappe mich auch manchmal dabei. Deshalb nehme ich es euch auch nicht krumm, nichteinmal Herrn Topist, der meiner Sichtweise absolut nichts abgewinnen kann.
    Warscheinlich macht so mancher Spötter hier im Sommer den Kühlschrank auf um den Raum zu kühlen.

    Doch wenn das euern Horizont nicht übersteigt, dann überlegt doch selbst einmal ernsthaft:
    (Wir leben zwar alle unter dem selben Himmel, aber wir haben nicht alle den selben Horizont! ich glaube der Spruch stammt von Adenauer, der war mal Bundeskanzler als die meißten hier im Forum noch nicht mal geboren waren)

    Ein paar Erfahrungen aus der Praxis, als Denkanstoß, natürlich kommen diese Erfahrungen von Frauen, denn die sind oft weniger an der Technik interessiert und meißt viel sensibler was gefühlte Erfahrung betrifft.
    Eine gute Freundin von mir zündet an kühleren Tagen, um abends die Heizung nicht andrehen zu müssen, einfach ein paar Teelichter und notfalls eine größere Kerze an, um die Wohnzimmertemperatur (knapp 30qm!!!) etwas anzuheben.
    Ich hab sie anfangs auch belächelt, aber es funktioniert.
    Sicher geht es bei dauerhaften Tiefsttemperaturen nicht ohne Heizung!

    Eine andere Freundin hat in ihrer 35qm Wohnung ca acht Salzsteinlampen mit jeweils 15 W Glühbirnen und braucht zur Zeit bei Nachttemperaturen nur wenig über dem Gefrierpunkt und Tage fast ohne Sonnenschein keine Heizung!!!
    Das sind 120W elektrische Energie, wovon ca 20W in Licht und der Rest, also ca 100W in wohlige Strahlungswärme umgesetzt wird.
    Das ist durchaus plausibel, denn ich heize derzeit mit einer elektrischen Wärmewellenheizung mit einem Anschlußwert von 600W meinen schlecht gedämmte Dachwohnung mit ca der vierfachen Außenwand bzw. Dachfläche!
    (Beistellheizung ersetzt in der Übergangszeit die Zentralheizung und ergänzt im Winter die Zentralheizung im Bereich der Dachgaube , da dort kein Heizkörper vorhanden ist und die Gaube nicht gedämmt ist. Leider bin ich nicht (mehr) der Hauseigentümer, sonst hätte ich die alte Heizung längst außer Betrieb genommen und das Haus mit weiteren Heizmodulen ausgestattet.)
    Folgender Link für alle die noch der Ansicht sind daß mit Strom nicht wirtschaftlich geheizt werden kann.
    http://www-user.rhrk.uni-kl.de/~kosack/forschung/?download=ForschungsberichtIR.pdf
    Insbesondere Absatz 5.4 ist interessant zum Thema Schimmelvermeidung mit Strahlungswärme.
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil, wer dann auch noch den gesunden Menschenverstand nutzt kommt schnell dahinter, daß eine konvektions-Heizung, also vorwiegend Wärmeabgabe an die Luft über den Heizkörper und weitertransport über schwerkraftbedingte Zirkulation der Raumluft unter aufnahme von Feuchtigkeit erst im folgenden die Gegenstände (auch Wände) erwärmt.
    Kalte Zimmerecken an den Außenwänden werden unter Abkühlung der Zirkulierenden Luft nicht genügend aufgewärmt, so daß die Luftfeuchte kondensiert und mit der Zeit unweigerlich zur Schimmelbildung führt.
    Wie gesagt im Grenzfall, könnte es bei Wegfall des Strahlungswärmeanteils der Glühlampen tatsächlich zur Schimmelbildung kommen, wenn das vorher mit den Glühlampen gerade noch vermeidbar war.

    Ihr könnt aber gern ein paar hundert Wissenschaftler beauftragen, die euch den Nachweis liefern, das das aus der feuchten Luft gegriffener Unfug ist. Sie müssen nur eine Heizungsvariante mit höherem Strahlungsanteil annehmen und eine Wanddämmung ohne Wärmebrücken.
    Das ist aber nicht der von mir erwähnte Grenzfall!

    Ich erwähnte oben die Salzsteinlampe, die aufgrund der Erwärmung durch die Glühbirne eine besondere Atmosphäre schafft, wie soll das mit einer ESL oder LED-Lampe funktionieren? mehr weniger
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