Was ist drin in unseren Lebensmitteln?


Grundsätzlich müssen E-Nummern nichts schlechtes bedeuten, aber für Allergiker und alle, die besonderes Augenmerk auf eine gesundheitsbewusste Ernährung legen, sind sie ein ständiges Reizthema. Utopia entschlüsselt hier die wichtigsten Lebensmittelcodes.

Als kleine Helferlein zum Haltbarmachen von Lebensmitteln werden Zusatzstoffe schon seit Urzeiten verwendet. Letztlich ist auch das Salz zum Pökeln von Fleisch oder Einlegen von Kohl, die Pottasche zum Backen oder der Buchenrauch zum Konservieren nichts anderes als ein "absichtlich zugesetzter Stoff", also ein Zusatzstoff. Aromatisieren, färben oder konservieren – das alles sind keine neumodischen Erfindungen der heutigen Lebensmittelindustrie, sondern oft jahrhundertealte Anwendungen.

Doch Zusatzstoffe genießen heute nicht den besten Ruf. Das liegt vor allem daran, dass sich mit Hilfe von Zusatzstoffen auch qualitativ minderwertige Lebensmittel günstig "aufpeppen" lassen – und die Lebensmittelindustrie nur wenig Gelegenheiten versäumt, dies auch zu tun. In der Häufigkeit und Kombination der eingesetzten Stoffe können Lebensmittelhersteller teilweise unglaubliche Kreativität an den Tag legen – die Vielzahl der europaweit gültigen E-Nummern kommt ihnen dabei zur Hilfe.

Mit einer E-Nummer lässt sich prima verstecken spielen. Um den Überblick nicht zu verlieren, werden die über 300 zugelassenen Zusatzstoffe mit europaweit verbindlichen E-Nummern gekennzeichnet. Es ist also egal, ob man eine E-Nummern-Angabe auf einem Produkt aus Spanien oder Frankreich entdeckt, hinter E 202 steckt in beiden Ländern der gleiche Zusatzstoff. Doch wer von uns normalen Durchschnittseinkäufern hat schon über 300 EU-weit zugelassene E-Nummern parat und weiß, welcher Stoff sich sich hinter welcher Nummer verbirgt? Die meisten vergessen ja schon ihren Einkaufszettel zuhause.

Natürlich gibt es bei der Kennzeichnung ein paar Hintertürchen und die berühmten Ausnahmen. So mogeln sich manche Hersteller um eine möglicherweise verdächtige E-Nummer herum und geben stattdessen den chemischen Klassennamen an. Unter die Ausnahmen fallen lose verkaufte Waren. Sie müssen nicht direkt gekennzeichnet sein, aber die Hauptzusatzstoffe müssen an anderer Stelle gut lesbar angegeben werden, etwa auf einem Schild vor der Ware oder einem offen zugänglichen Computerdisplay.


Zum Sehen und Merken:

Die Galerie der Farbstoffe
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Die Palette der Aromastoffe und Geschmacksverstärker

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Die beliebtesten Konservierungsstoffe
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Salon der Süß- und Zuckeraustauschstoffe
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Die Verdickungsmittel-Hits
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Zum Ausdrucken:

Alles Wissenswerte rund um Zusatzstoffe    ++++++++     Die Utopia-ZusatzstoffListe

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Foto: photocase sto.E



Zum Besuchen

Zusatzstoff-Museum

Foodwatch, der Klassiker für kritische Konsumenten

AID, eine interessante Verbraucherschutzseite

 

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