Wenn Sie noch halb schläfrig in der Küche stehen, haben Sie sich da je gefragt, welche Auswirkung Ihr morgendlicher Wachmacher auf unser Klima haben könnte? Welches Getränk ist nachhaltiger, Kaffee oder Tee, das ist hier die Frage?
Monokulturen
Kaffee wird traditionell in den Tropen, und im Schatten der Bäume angebaut. Allerdings haben viele Bauern seit den 70igern höhere Erträge durch den Anbau von neuen, lichtliebenden Arten erzielen können. So entstanden Monokulturen. Umweltschützer stehen solch landwirtschaftlicher Nutzung sehr kritisch gegenüber, weil dies zu Abholzung und Rodung wichtiger Ökosysteme sowie zum Verlust von wertvoller Artenvielfalt führt.
Tee wiederum stammt ursprünglich aus Asien, wo er auch heute noch am häufigsten angebaut wird. Indien ist das größte Anbaugebiet. Laut WWF (Word Wildlife Fund) ist jedoch auch der Anbau von Tee bedenklich für die Erhaltung von Flora und Fauna, und führt ebenso zu Monokulturen.
Beim Anbau von Tee und Kaffee wird ebenfalls kritisiert, dass die Qualität der oberen Erdschicht beschädigt werde, dass Gewässer verschmutzt werden sowie der Erntevorgang den Arbeitern schade. Und sofern die Muntermacher nicht aus fairem Handel kommen, bedeutet das laut der Internationalen Hilfsorganisation Oxfam, dass Kaffeebauern keine fairen Löhne ausgezahlt bekommen, und genauso die Teebauern nur sehr geringe Gelder für ihre Arbeit erhalten.
Die Sache mit dem Wasser
Holländische Wissenschaftler schätzen, dass für eine einzige Tasse Kaffee 140 Liter Wasser benötigt werden. Dies schließt den Anbau der Bohnen, deren Ernte und Produktion, sowie das Machen einer Tasse im behaglichen Zuhause mit ein. 140 Liter entsprechen wiederum vierzehn Eimern Wasser, was wiederum acht Mal mehr ist als das, was für eine Tasse Tee benötigt wird.
Der Energieschub
Die Verarbeitung von Teeblättern wie auch von Kaffeeschoten (aus denen die Bohnen gewonnen werden) ist beides energieintensiv: Dampfbehandlung, Trocknung, Erhitzung. Und jeder dieser Prozesse erfordert eine technische Ausstattung. Laut Global Environmental Facility, gehen 30 Prozent der in Indien anfallenden Produktionskosten für die Tee-Herstellung aufgrund des Energieverbrauchs drauf. Konkret werden 0.5 kWh für ein Kilogramm Tee verbraucht. Während für Kaffee ähnliche Zahlen vorliegen: So ist etwa bekannt, dass rund 0.3 kWh benötigt werden, um ein Kilogramm rohe Kaffeebohnen zu gewinnen, bevor sie weiterverarbeitet werden können.
Wer bedenkt, dass das Dämpfen, Trocknen, Rösten und Sortieren der Kaffeebohnen danach außerdem noch bevorsteht, für den gewinnt der Tee eindeutig in der Energiebilanz.


Der beste Bio-Kaffee
Kommentare (59)
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Das mit dem Hungern wegen biologischem Anbau ist wissenschaftlich widerlegt:
es gibt Modelluntersuchungen, die belegen, dass die Welt mit biologischen Lebensmitteln ernährt werden kann.
Ein Link hierzu z.B.: http://www.schrotundkorn.de/bio-fragen/flaechenverbrauch.html#6
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Es ist sicher eine Frage der Gewöhnung,
plötzlich alles nach dem Ressourcenverbrauch zu hinterfragen.
Aber beim Geld tut man doch auch nichts anderes, dauernd!
Nur dass im Geld einige sehr lebenswichtige Werte
(zB Klima, Umweltgesundheit, Artenvielfalt usw)
(noch) nicht mitgezählt werden und dass diese Kosten
dann später indirekt, als Schäden (Sanierung von Giftmüll,
Atommüll-Lagerung, Klimadestabilisierung, ...)
anfallen, dann allerdings viel teuerer: vermeiden
kostet weniger als reparieren (und manches kann
man überhaupt nicht reparieren, wie z.B. ein destabilisiertes
Klima).
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Dabei ist nicht der Kaffee an sich böse, sondern wenn ein Mensch mehr
Ressourcen verbraucht, als im nachhaltigen gerechten Maß liegen, d.h. zB
(nur eines von vielen Maßen) 2-3 Tonnen CO2-Emission pro Jahr und Mensch.
Zur Einschätzung des Ressourcenverbrauches kann man die
Artikel hier lesen und/oder einen CO2-Emissionsrechner verwenden:
http://eco5.ecospeed.ch/privat/index.html?us=0&ln=0
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Wie jeder einen nachhaltigen Lebensstil erreicht ist sein Bier.
Erreichen muss ihn jeder, denn wir haben nur eine Erde:
leider, aber so ist es. mehr weniger
. mehr weniger
In der Nacht, direkt vor dem Schlafengehen, wirkt ein Espresso bei mir immer Wunder, falls ich mal zu wach zum Schlafen bin, was mir aber ja jetzt auch kaum noch passieren kann, weil ich immer so lang schauen muss, was bei Utopia noch los ist.
Tee trinke ich gern, doch nur bis zum Nachmittag, weil ich sonst katastrophal schlecht schlafe. Das ich solange gebraucht habe, diesen Zusammenhang herzustellen, hat mich Jahre lang so manche schlaflose Nacht gekostet.
Zum Wachwerden, für das ja die meisten Kaffe oder Tee brauchen, brauche ich einfach nur guten Schlaf. Ich gehe ich früh genug ins Bett, um ohne Wecker (die sind Gift für die Seelenruhe) wieder wach zu werden und kann gleich beim Aufstehen schon Bäume ausreißen.
Mein Standardgetränk ist nun Leitungswasser, was hier sehr gut schmeckt. mehr weniger