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Spirituosen unterscheiden sich von anderen, alkoholhaltigen Getränken durch den an ihrer Herstellung beteiligten Destillationsprozess. Destillieren ist ein thermisches Trennverfahren, bei dem vergorene Fruchtsäfte, Frucht- oder Getreidemaische in einem Kupferkessel erhitzt werden, weshalb dabei auch von Brennen die Rede ist. Der alkoholische Dunst steigt aus dem Kessel auf, kondensiert in einer gekühlten Wendel und tropft als Destillat in einen Auffangbehälter.
Jeder gute Brenner weiß, wie viele Tropfen er vorn (Vorlauf) und hinten (Nachlauf) weglassen muss, um einen sauberen Brand (Mittellauf) zu erhalten. Edel macht einen Brand – erstklassige Rohstoffe vorausgesetzt – die gekonnte Feinsteuerung meist mehrerer Brennvorgänge.
Das Ergebnis des Brennens ist hochprozentiger Alkohol (96,4 Volumenprozent beim Trinkalkohol Ethanol). Er wird, je nach Ausgangsprodukten oft erst nach einer gewissen Reifezeit, mit Wasser auf Trinkstärke (um die 40 Volumenprozent) verdünnt oder als neutral schmeckender Fremdalkohol (zum Beispiel Weizendestillat) für die weitere Spirituosenherstellung verwendet.
Die Ökozertifizierung einer Spirituose setzt bei den verwendeten Zutaten an, nicht erst beim Destillat oder fertigen Produkt. Der wichtigste Unterschied zwischen Biospirituosen und konventionellen liegt daher in der bewussten Entscheidung der Produzenten für eine bestimmte Herkunft und Erzeugungsweise ihrer Rohstoffe. Daneben gibt es aber immer mehr Brenner, die auch ihre Ansprüche an die aromatische Eigenständigkeit der Ausgangsprodukte bei Bioerzeugern und deren Anbau alter, oft selten gewordener Sorten am besten verwirklicht finden.

Kommentare (3)
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gsebastian
schrieb am 17.12.2010 um 23:53 ¶gerfi
schrieb am 12.11.2010 um 15:50 ¶Kommentar schreiben
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