Wer glaubt, mit dem Verzicht auf einen Weihnachtsbaum den Kahlschlag in heimischen Wäldern zu verhindern, ist auf dem Holzweg. Denn 4 von 5 Weihnachtsbäumen stammen aus Weihnachtsbaumplantagen – großen Monokulturen, die praktisch ohne Nutzen für das umgebende Ökosystem sind. Und damit sie möglichst effizient wachsen und zum Fest schön symmetrisch, dicht benadelt und in sattem Grün daherkommen werden sie dort meist mit umweltschädlichem Dünger, Unkrautvernichtungs- und Schädlingsbekämpfungsmitteln bearbeitet. Böden und Gewässer können dadurch nachhaltig geschädigt werden und Sie holen sich mit Ihrem Weihnachtsbaum einen Chemiecocktail ins Haus, der Ihre Gesundheit gefährden kann.
Zwei Wege zu einem guten Weihnachtsbaum
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Zertifizierte Öko-Weihnachtsbäume
Wenn Sie auf den Chemiecocktail in Ihrem Haus verzichten wollen, kaufen Sie am besten einen ökologisch zertifizierten Weihnachtsbaum. Die Umweltorganisation Robin Wood aktualisiert jedes Jahr ein Verzeichnis, das deutschlandweit Anbieter listet, deren Bäume mit Bio-, Bioland-, Naturland-, Demeter- oder FSC-Siegel ausgezeichnet sind. Alle guten Weihnachtsbaum-Adressen finden Sie auch in Utopia City.
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Weihnachtsbäume aus regionaler Forstwirtschaft
Eine andere Möglichkeit sind Bäume aus regionaler Forstwirtschaft. Forstämter und Waldbauern bieten natürlich erzeugte Weihnachtsbäume an, die entweder ohnehin beim Durchforsten von Wäldern anfallen oder auf Sonderflächen wie Hochspannungstrassen hochgezogen werden. Ohne entsprechende Siegel (siehe oben) ist der Einsatz von Pestiziden in der regionalen Forstwirtschaft zwar nicht ausgeschlossen, kommt aber in den genannten Fällen üblicherweise nicht vor.
Durch den Kauf von regional erzeugten Christbäumen unterstützen Sie die heimischen Forstbetriebe und ersparen sich und der Umwelt unnötige Transportwege (Mindestens drei Millionen Bäume werden pro Jahr nach Deutschland importiert, vorzugsweise aus Dänemark und Polen). Auf proplanta.de finden Sie regionale Weihnachtsbaumanbieter in ihrer Nähe (auch mit Angeboten zum Selberschlagen).
Tipps und Warnungen
Die Utopische Alternative
Die wahre Alternative zum nadeligen Weihnachtsbaum ist der traditionelle christliche Gabenbaum – ein geschmückter Ast eines Laubbaumes, der im Herbst beim Verschnitt von (Obst-) Bäumen in Garten und Park als natürlicher Abfall anfällt.


Kommentare (19)
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Bisher hatte ich zwei Ausfälle.Seit drei Jahren "ernte" ich die erste Bäume in dem ich die Spitze abschneide und als Weihnachtsbaum verwende.Die spitzenlosen Bäume sehen nicht gerade schön aus,aber dem ersten kann man es kaum mehr ansehen,weil ein/zwei Äste schon wieder nach oben wachsen,und wird wieder ein ordentlicher Baum. mehr weniger
Eine entschleunigte Adventszeit wünscht Euch Birgit von Livona - Der Blog für Grünen Lebensstil. mehr weniger
Wenn Dagmar's Vorschlag mit dem Bäumchen nicht in Frage kommt, dann geht's auch ohne.