Hautpflege

Vorsicht, Sonnenbrand!


Utopia: Wie wirkt Bio- und wie konventionelle Sonnencreme?

Gerrit Schlippe: So genannte Bio-Sonnencreme arbeitet physikalisch. Sie bildet eine dünne Schutzschicht, die auf die Haut treffende UV-Strahlen abblockt. Titan- oder Zinkteilchen wirken wie kleine Spiegel, indem sie Sonnenstrahlen überwiegend reflektieren und streuen und somit ein Eindringen in die Haut verhindern. Die Wirkung setzt unmittelbar nach dem Auftragen ohne Zeitverzögerung ein.
 
Konventionelle Sonnencreme wirkt dagegen chemisch. Häufig ist es so, dass die Molekülstruktur durch die UV-Strahlung gespalten und in energieärmere Formen umgewandelt wird. Die chemischen Inhaltsstoffe müssen oft erst in die Haut einziehen und wirken dann zirka fünfzehn bis dreißig Minuten nach dem Auftragen.
 
Dass chemische Stoffe Allergien auslösen ist hinlänglich bekannt. Jüngst wurde davon berichtet, dass chemische Stoffe aus Sonnencreme in die Muttermilch gelangen und hormonelle Veränderungen hervorrufen können.

G.S.: Ein Kind wird sicher keinen Schaden davon nehmen, wenn sich seine Mutter Sonnencreme aufträgt. Es wird aber immer wieder diskutiert, ob ein häufiger Auftrag oder die direkte Aufnahme über den Nahrungsweg bei einigen Substanzen problematisch sein könnte.
 
Bietet biologische Sonnencreme ausreichenden Schutz?

G.S.: Eine Sonnencreme mit Faktor 20 filtert schon zirka 95 Prozent der Strahlung. Das leistet auch die physikalische, ökologische Variante. Ich sehe ein Problem darin, dass die Sonnenschutzfaktoren von der Industrie sehr hoch ausgelobt werden und viele denken, dass man unbedingt sehr hohe Schutzfaktoren, also 30er oder gar 50er  verwenden muss. Mit den physikalischen Filtern sind diese hohen Werte schwierig zu erreichen. Man erreicht aber ganz gut 20er bis 25er Schutzfaktor-Werte. Das ist vollkommen ausreichend, wenn man sich vernünftig verhält.
 
Denn die Menschen müssten nur ein wenig umdenken. Der beste Schutz vor UV Strahlung ist nach wie vor, die Sonne zu meiden, oder sich im Schatten aufzuhalten. Es ist auch sinnvoller und viel einfacher, sich ein T-Shirt überzuziehen, als sich mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor einzucremen. Die Menschen sollten sich ein anderes Verhalten angewöhnen und beispielsweise von elf bis vierzehn- oder fünfzehn Uhr im Schatten bleiben. Es ist paradox, den gesunden Menschenverstand auszuschalten und sich mit Sonnenschutzfaktor 50 eingecremt in Sicherheit zu wiegen.

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  • gelöscht am 19.07.2010 um 21:53 von inaktiver User 68293
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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    outlawjens
    schrieb am 18.07.2010 um 23:02
    C-V-F scheint noch recht jung zu sein. Weil, alt wird er mit dieser Einstellung nicht werden. Dann hat ihn irgendwann ein Plattenepithelcarzinom (Hautkrebs) erwischt und er lässt auch das dämliche Ignorieren der Tatsachen.
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