Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Ratgeber Kommunikation

Den CO2-Abdruck klein telefonieren?


Diese Zeilen schreibe ich in einem Zug. Oder in einem Flugzeug. Oder im Garten eines Freundes. Suchen Sie sich etwas aus. Gehen Sie davon aus, dass hier gerade Energie verbraucht wird, die aus verschiedensten Quellen zusammengemixt worden ist. So wie fast überall. Der Text erreicht Sie aller Voraussicht nach über das Internet und wurde zuvor von mir über selbiges an die Redaktion geschickt. Ein Transport, der ebenfalls einen Energieaufwand bedeutet.

Beim Lesen, also Ihrem Anteil, sieht's schon wieder anders aus. Denn dabei wird der Energieaufwand mit dem Nutzen für den Verbraucher, also Sie, ins Verhältnis gesetzt. Es ist für die Gesamt-Ökobilanz dieses Textes entscheidender, ob Sie sich beim Lesen in einem fliegenden Lear-Jet befinden, als ob der Text mit irakischem Rohöl auf Walfischhaut geschrieben wurde. Lesen müssen Sie ihn aber trotzdem, um ihn ökologisch so effizient wie möglich zu machen.

Zugegeben, diese Darstellung ist etwas überspitzt, aber tatsächlich fallen bei der Bewertung der Umweltrelevanz von Kommunikationstechnologie alle oben beschriebenen und noch viele weitere Faktoren ins Gewicht. Wäre unsere Kommunikation aus dem Beispiel oben mit guter alter Erde-1.0-Technologie erfolgt – Schreibmaschine, Briefpost, Telefon, Druckerzeugnis -, hätte sich der Vorgang enorm aufgebläht und wäre somit umweltbelastender ausgefallen - allein durch den Papier- und Tintenverbrauch oder den Transport, etwa durch die Post. Von dem Aufwand für die Publizierung über ein etwaiges Printmedium ganz zu schweigen.

Das Beispiel mit der Kommunikation zwischen Ihnen und mir auf sämtliche anderen Kommunikationsmittel übertragen, wirft folgende Frage auf: Welches ist die klimafreundlichste Kommunikationsart?

Mobil- und Festnetztelefonie


Beim Vergleich der Ökobilanzen von Kommunikationsarten wird die übertragene Datenmenge im Verhältnis zur dadurch entstehenden Umweltbelastung betrachtet. Daraus erschließen sich mitunter erstaunliche Zusammenhänge. Die Schweizer Umweltberatungs-Agentur ESU hat zum Beispiel bei der Gegenüberstellung der Ökobilanzen von UMTS- und GMS-Netz errechnet, dass UMTS als neuere Technologie zwar mehr Energie verbraucht, aber gleichzeitig eine höhere Datenmenge transportiert. Und das wiederum wirkt sich aufgrund der erhöhten Effizienz positiv auf die Gesamtbilanz aus.

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Stand: 04.01.2010 von

Kommentare (20)   abonnieren

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    schrieb am 04.01.2010 um 17:46
    Moin, moin,

    für umweltgerechtes Mailen habe ich noch einen Tipp:

    www.greensta.de

    Domains zu günstigen Preisen und dein Mail-Datenverkehr erfolgt mittels Ökostrom (Greenpeace-Energy) gespeister Server.

    Grüße,

    Gunnibert
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    schrieb am 04.01.2010 um 18:06
    Toll, wenn man ein Thema so einseitig betrachtet. Umweltauswirkung = Müll, CO2 etc.
    Über gesundheitliche Auswirkungen nichtionisierender elektromag. Strahlung (gemeint "Funkwellen", hier speziell "Mikrowellen") kann man sich ja uneins sein und es ist für den Außenstehenden, bis auf immer wieder in der Presse kursierende Schreckensmeldungen, die gleich darauf flink mit einer Gegenstudie aus der Welt geräumt werden, auch kaum ersichtlich, was die Wissenschaft da eigentlich weiß. Klar ist aber, dass es zumindest noch eine große Wissenslücke und ernstzunehmende Hinweise auf Effekte gibt, die durch die heute gültigen Grenzwerte bei weitem nicht ausgeschlossen werden! Mit anderen Worten es darf absolut in Frage gestellt werden, ob die derzeitig gültigen Grenzwerte, die eher dogmatisch als wissenschaftlich sind, auch nur annähernd Schutz bieten. In einem Milliarden-Euro-Markt ist es auch schwer da nochmal "zurück" zu gehen.

    Es ist sicher eine tolle Strategie erstmal zu "funken wie blöde" und im Nachhinein zu sehen, ob es was gemacht hat.
    Auch finde ich die Betrachtung sonst zwar anregend aber zu idealistisch und meiner Ansicht nach deswegen zu kurzsichtig. Ich habe den Eindruck, es werden fast nur isolierte Systeme betrachtet, die aber in der Tat so, also isoliert, nicht existieren. Ein Beispiel aus der Realität: O2 will/muss nun binnen kürzester Zeit etwa 200 neue Senderstandorte in London installieren, da die Kunden bei den neuen Smartphones so intensiv "Apps" nutzen, dass die verfügbare Datenrate bereits ausgeschöpft ist, da besagte Anwendungen in sehr kurzen Intervallen auf das Netz zugreifen um Daten zu holen oder zu senden. Das hätte auch bei O2 kein Netzplaner so gedacht. Worum es sich bei diesem Datenaufkommen handelt und wie essentiell lebensnotwendig es für den Nutzer ist, das muss ich glaube ich nicht ausführen. Schaffung von Märkten nennt sich das :)

    Außerdem ist die Aussage Mobil sticht Festnetz in einer Zeit, in der die übermittelten Datenmengen extrem schnell steigen und in der Glasfasernetze sich ausweiten, so meiner Ansicht nach nicht haltbar.
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    schrieb am 05.01.2010 um 10:52
    Also Nachhaltigkeit wird falsch verstanden, wenn man meint es ginge um den Vergleich einzelner Dienstleistungsvarianten. Es geht letztlich um die ökologische Gesamtsumme!! Dem Klima ist die relative Datenmenge sehr egal. Und die Emissionen der Server in Deutschland steigen steiler als in irgendeinem anderen Sektor. 2008 verbrauchten sie 10,11 Milliarden Kilowattstunden, die Leistung von vier mittelgroßen Kohlekraftwerken. Vielleicht ist so viel nicht nötig: Ein Second-Life-Charakter verbraucht z.B. 17.000 kWh pro Jahr, soviel wie sein „First Life-Spieler“.

    Tipp:

    - Wo’s geht umweltfreundlichere Alternativen wählen, z.B. Forestle oder beim Mailen www.biomail.de

    - Das Handy später recyceln und es erst länger nutzten! 4 statt 2 Jahre Nutzung halbiert den ökologischen Fußabdruck. Es sei denn man fühlt sich dadurch „in die Steinzeit zurückversetzt“.

    - Beim Kauf auf den Green Electronics-Ratgeber von Greenpeace achten: www.greenpeace.org/international/campaigns/toxics/electronics

    Etwas mehr Kritik an der Schönen Neuen 2.0 Welt sollten wir uns und dem Erhalt der Erde gönnen. Brachen wir das alles? Vieles, ja. Das meiste, nein. Ist es nicht auch mal ganz schön, nicht erreichbar zu sein? Offline.
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    schrieb am 06.01.2010 um 11:41
    Handy umweltfreundlicher als Festnetz?
    Das mag für Infrastrukturen gelten, die durch Festnetz noch nicht erschlossen sind. Ist das Kupfer erst gelegt (und die "letzte Meile" zu jeder Wohnung ist in Deutschland praktisch immer erschlossen), kann das Argument mit dem Kupferverbrauch nicht mehr gelten. Die restliche Distanz dürfte nach meinem Dafürhalten bei Mobilfunk und Festnetz in gleicher Weise überbrückt werden, nämlich über die großen Datennetze (beim Mobilfunk die Distanz zwischen den Funkstationen).
    Daher dürfte unter der Annahme, dass beide Infrastrukturen bereits existieren, das Festnetz-Telefon besser abschneiden, da der Energieverbrauch für die letzte Meile dabei definitiv geringer ist. Die gesundheitliche Bedlastung durch Strahlen fällt ebenfalls weg.

    Wichtig hätte ich auch eine ungefähre Abschätzung des Anteils von Telefonie und Mails am Gesamt-Energie-Verbrauch des Internet, der bekanntermaßen exorbitant hoch ist.
    Ich gebe bislang davon aus, dass einerseits große Datenmengen (die durch den Download von Filmen entstehen), anderseits Serverleistungen mit hohem Rechenaufwand (z.B. Suchmaschinen) den Löwenanteil ausmachen.
    Ich halte die individuelle Kommunikation für so bedeutsam, dass ich Gedanken um der Umwelt zuliebe unterlassene Mails für kontraproduktiv halte.
    Bedeutsamer halte ich die Frage, inwieweit es möglich ist, private Freundschaften trotz des Internets möglichst regional zu schließen und überregionale oder internationale Kontakte in erster Linie mit politischem oder wirtschaftlichen Hintergrund zu schließen, um etwas zu bewegen.
    Ein solches Verhalten spart auch viel Zeit und macht das Leben geruhsamer. Ferner können die Freundschaften besser gepflegt werden.
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    schrieb am 07.01.2010 um 08:33
    Mag ja sein, dass das sichtbare und greifbare Material in der Ökobilanz schlechter ausfällt, aber was ist denn mit der Umweltverschmutzung durch die vielen Daten, die uns ständig unsichtbar, unfühlbar und ungreifbar um den Kopf schwirren?
    Ich möchte wetten, wenn wir das sehen könnten und es für uns ein Hindernis (als Netz) darstellen würde, dann müssten wir alle wie versteinert da stehen.

    Ich für meinen Fall habe mich zu Hause gegen WLAN entschieden und nutze das Stromnetz zur Datenleitung und meiner Bequemlichkeit in jeden Raum (und sogar im Garten) Internetanschluss zu haben und nicht nur stationär im Arbeitszimmer. Natürlich habe ich dafür gesondertes Material angeschafft (verschwendet?).

    Ich kann aber individuell an anderen Dingen Material sparen. Mein Handy nutze ich schon lange und es wird so lange genutzt, bis es auseinanderfällt. Ich drucke nicht alles in Farbe und sowieso nur, was ich brauche und manches auf der Rückseite von nicht mehr gebrauchten Dokumenten. Und, und, und.

    Warum müssen wir immer schneller immer neuere Modell von allem haben? Warum gibt die Industrie "Zwischenlösungen" heraus und kommt dann gleich mit dem nächsten Feature, das wir unbedingt haben müssen, wie sie uns suggerieren und dafür ist natürlich wieder eine neue Gerätegeneration notwendig? - Warum machen wir das mit?

    Ein bisschen langsamer und nachhaltiger geht auch ohne Steinzeitgefühl. Unsere Gefühle steuern wir doch selbst, oder? Wer lässt sich gerne von den Medien steuern?

    Ein gutes neues Jahr! Mit vielen Denkanstößen!
    Alexandra
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    schrieb am 07.01.2010 um 08:58
    Grünes Handy NEIN DANKE! Die vorgestellten Handy kann man ja alle schmeißen.

    480x320 Bildschirm und Android Betriebssystem sind für ein Handy das absolut erforderliche Mindestmaß, was keines der 10 vorgestellten Handies hat.

    Ich verwende seit 14. Dezember ein [url=http://notebook.pege.org/2009-samsung/]Samsung Galaxy Spica[/url] mit Android Betriebssystem, wer das einmal ausprobiert hat, für den gibt es kein zurück auf ein primitiv Handy.

    Schließlich träume ich seit 1989 von so einem Handy. Damals erfand ich CAHH - Computer Aided Hitch Hiking - [url=http://notebook.pege.org/1990/]Computerunterstütztes Auto stoppen[/url].

    Dafür ist ein ordentliches Handy mit GPS erforderlich, Ziel meiner damaligen Erfindung, der höchst ineffizienten öffentlichen Verkehr ersetzen.
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    schrieb am 07.01.2010 um 09:02
    Was mir übrigens am meinen neuen Handy besonders gut gefällt: Die Android Applikation wardrive. Da werden alle entdeckten WLAN in einer Karte eingetragen.

    Da fährt man durch die Gegend, und sieht am Handy gleich ob es sich um eine zivilisierte Gegend mit viel WLAN Routern handelt, oder ob es sich um die Steinzeithöhlen der Angehörigen der [url=http://notebook.pege.org/2003-elektrosmog/sekte-salzburg.htm]Elektrosmogsekte[/url] handelt.
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    schrieb am 07.01.2010 um 09:14
    Immer wieder erstuanlich, was da erforscht werden kann, häte auch oc heinige Iden, die die Welt nicht braucht.
    Wenn immer möglich auf Mobilnummern: Danke, habet ihr schon mal mit Leuten mit Hörgeräten gesprochen, dies da mal verjagt hat? Gut, hat nichts mit CO2 oder so zu tun, aber mit irgend welchen Wellen.

    Zitat: "Das Nutzen von Festnetztelefonen hat insgesamt die schlechtere Ökobilanz, Folgerichtig ist die gleichzeitige Nutzung von Festnetz- und Mobiltelefonie in diesem Vergleich am umweltschädlichsten. Dies gilt übrigens auch für die Nutzung von VoIP, also telefonieren über die Internetverbindung, weil diese zum Großteil noch über das Telefonnetz erfolgt."

    Möglicherweise dürfte dem Verfasser der Studie entgangen sein, dass das Mobilphone nur über eine recht kurze Strecke "on air" ist, eine Zelle in einer Stadt kann da schon mal nur 200, 300m gross sein, dann reist das Signal mal um die halbe Welt, bis alle ID's gefunden wurden und dann noch der Empfänger, das läuft dann irgendwie so in den modernen Glasfaserkabeln und dann habe ich da noch die verschiedenen Provider und wenn ich mal mit einem "Low-Cost" telefoniere, kommts dann vor, dass ein Gespräch von Kernenried nach Bern, Luftlinie 15 km, aber nach Fort-Lauderdale in Florida eine kehre macht, wahrscheinlich auf TAT14, Landingpoint New-Jersey, crossconnect New-York mit MCI nach Florida und da wieder routen und ab zurück nach Bern, dann vielleicht über TAT12. CO2 Bilanz?Wäre doch wieder eine Studie die die Welt nicht brauch wert;-)

    Ja, die Arbeit für CO2 Bilanzierer wird da nicht ausgehen.
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    schrieb am 07.01.2010 um 09:42
    Das ist eindeutig eine Studie, die von einem Mobil-Telefon-Vertreiber/Hersteller in Auftrag gegeben wurde. Sehr tendenziös... "Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast"... Ich halte von solchen "Studien" nicht viel... Allen, die kein Mobil-Telefon nutzen, am besten natürlich das teuerste und beste "Smart IPhone", wird ein schlechtes Gewissen eingeredet... tztztztztz....Bei Ihrer "Öko-Bilanz" haben sie den Elektro-Smog, der durch die überall verteilten Antennen verbreitet wird, natürlich höflich unbeachtet gelassen...

    Telefonie über das Internet wie zum Beispiel Skype hat übrigens den Vorteil, es von jedem PC und jedem Ort in der großen weiten Welt aus nutzen zu können, also tatsächlich mobil sein zu können, ohne an eine Festnetznummer oder hohe Mobil-Funk-Rechnungen gebunden zu sein! Das zählt für mich!

    Im Grunde wird es ein vernünftiger Mix sein, der die Kommunikation billig und sauber macht - und solange wir den Strom nicht grundsätzlich von der Sonne oder dem Wind beziehen, ist in meinen Augen jede "Öko-Bilanz" nichts weiter als Augenauswischerei und sich-schön-rechnen, von dem Einsparen des Papiers und der Transportkosten - Auto, Öl, Arbeitskraft - bei elektronischer Kommunikation mal abgesehen, denn das ist tatsächlich nicht zu unterschätzen.
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    schrieb am 07.01.2010 um 10:22
    Natürlich ist mir klar, dass auch bei den Kommunikationsmedien die Ökobilanz beachtet werden sollte. Aber ich selbst versuche zur Zeit so weit wie möglich von Telefon, Handy und e-mail wegzukommen (telephoniere sowieso nur in akuten Notfällen) und vermehrt wieder Briefe zu schreiben. Ich habe kein Auto, fliege nicht, mache 90 % meiner Wege zu Fuß, ersetze nach und nach alle elektrischen Geräte in Haus und Garten durch mechanische (Rasenmäher, Mixer, Quirl, kein Staubsauger mehr, kein Fernseher ... - nur der Computer bleibt), und daher erlaube ich mir den "Luxus" weiter der "Kunst des Briefeschreibens" zu frönen. Zumal ich plane - sobald ich das Fliegengitter für den Rahmen von einer Freundin bekommen habe - mein Altpapier zu Schreibpapier zu recyclen (Papier schöpfen). -
    Der Tip
    "Einige Kontakte und Terminpartner befinden sich direkt in Ihrer Nähe. Schauen Sie doch mal nach alter Schule persönlich vorbei, direkter geht's nämlich nicht." ist sicher sehr gut, wenn allerdings für jede Strecke über 1 km das Auto benutzt wird, ist der Sinn auch wieder dahin.
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    schrieb am 07.01.2010 um 10:30
    Leider wird mal wieder völlig vergessen, dass nicht nur CO2 die Umwelt schädigt, sondern im Falle von Mobilfunk Auch die Hochfrequente Strahlung nicht gut für Mensch, Tier und Flora ist. Die schädigende Wirkung auf Mensch und Tier ist ja schon in diversen (nicht von der Mobilfunkindustrie bezahlten) Studien nachgewiesen (z.B. Öffnung der Blut-Hirn-Schranke, Konzentrations- und Schlafstörungen, Fehlgeburten mindestens bei Kühen....). Auch den Bienen scheint es nicht sehr gut zu bekommen (bekommen Orientierungsschwierigkeiten und finden nicht mehr zur Beute zurück) und Baumschäden in Strahlungsrichtung der Mobilfunkantennen sind teilweise sehr deutlich zu erkennen.
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    schrieb am 07.01.2010 um 10:42
    Dieser Artikel wirkt wie viele andere als wenig praxistaugliche CO2-Hype: Wohl mit Abstand die meisten nutzen heute alle diese Kommunikationsmöglichkeiten in ihrem Alltag. Jede hat ihre Vor- und Nachteile; ihre Begrenzung auf eine Umwelltbilanz mit dem Maßstab CO2-Emission ist eine völlig verkürzende Betrachtungsweise, die im Alltag wenig Nutzen bringt.

    Klar, dass ein direkter Kontakt aus der Sicht des Autors 'emissionsfreie Kommunikation' ermöglicht. Doch sind wir wirklich so emissionsfrei? Das zu behaupten ermöglicht wohl nur ein ideologischs Menschenbild - hier die Inanspruchnahme von Technik, tendenziell umweltschädigend und dort der Mensch, tendenziell ökologisch wertvoll - und ebenso selbstverständlich, dass jede Kommunikation und Informationseinholung über Medien aller Art Emissionen verursacht.

    Die Frage ist, ob man sich dieser Medien wirklich nach Bedarf (hat etwas mit echten Bedürfnissen zu tun) bedient oder mehr zur Zerstreuung und Unterhaltung. Ersteres führt automatisch zu knappen Kontakten, die sich auf das Notwendige beschränken; das Andere bedient sich der Medien auf längere Zeit und ohne echtes Ziel, Sinn und Maß. Da streunt man durch die Medienwelt und schwimmt im Strom der Informationsflut irgendwie mit.

    Wer nur nutzt, was er/sie wirklich braucht, der müht sich bereits erfolgreich um eine Besserung seiner Ökobilanz - nicht nur begrenzt auf die CO2-Brille. Wer so eingestellt ist, kann dann sparsam nutzen, was ihm/ihr gerade zur Verfügung steht - ohne schlechtes Umweltgewissen.

    Von dieser Denkungsart vermisse ich einiges in diesem Forum; es erscheint mir oft zu technikfixiert. Doch wir sind ja hier, um uns gegenseitig zu befruchten. Darum dennoch danke auch für diesen Artikel und dafür, dass es diese Plattform gibt!
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    schrieb am 07.01.2010 um 10:44
    Dieser Artikel wirkt wie viele andere als wenig praxistaugliche CO2-Hype: Wohl mit Abstand die meisten nutzen heute alle diese Kommunikationsmöglichkeiten in ihrem Alltag. Jede hat ihre Vor- und Nachteile; ihre Begrenzung auf eine Umwelltbilanz mit dem Maßstab CO2-Emission ist eine völlig verkürzende Betrachtungsweise, die im Alltag wenig Nutzen bringt.

    Klar, dass ein direkter Kontakt aus der Sicht des Autors 'emissionsfreie Kommunikation' ermöglicht. Doch sind wir wirklich so emissionsfrei? Das zu behaupten ermöglicht wohl nur ein ideologischs Menschenbild - hier die Inanspruchnahme von Technik, tendenziell umweltschädigend und dort der Mensch, tendenziell ökologisch wertvoll - und ebenso selbstverständlich, dass jede Kommunikation und Informationseinholung über Medien aller Art Emissionen verursacht.

    Die Frage ist, ob man sich dieser Medien wirklich nach Bedarf (hat etwas mit echten Bedürfnissen zu tun) bedient oder mehr zur Zerstreuung und Unterhaltung. Ersteres führt automatisch zu knappen Kontakten, die sich auf das Notwendige beschränken; das Andere bedient sich der Medien auf längere Zeit und ohne echtes Ziel, Sinn und Maß. Da streunt man durch die Medienwelt und schwimmt im Strom der Informationsflut irgendwie mit.

    Wer nur nutzt, was er/sie wirklich braucht, der müht sich bereits erfolgreich um eine Besserung seiner Ökobilanz - nicht nur begrenzt auf die CO2-Brille. Wer so eingestellt ist, kann dann sparsam nutzen, was ihm/ihr gerade zur Verfügung steht - ohne schlechtes Umweltgewissen.

    Von dieser Denkungsart vermisse ich einiges in diesem Forum; es erscheint mir oft zu technikfixiert. Doch wir sind ja hier, um uns gegenseitig zu befruchten. Darum dennoch danke auch für diesen Artikel und dafür, dass es diese Plattform gibt!
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    schrieb am 07.01.2010 um 13:03
    Nochmals in Kürze, da die moderne EDV meine erste Version verschluckt hat.:
    Nur ab und zu, etwa beim Bürowitz-Beispiel, ganzheitlich gedacht!
    Ansonsten Propaganda-Irrtum//Lüge (und eben keine Ökobilanz, die bekanntlich auch eine Bewertung enthält; wer sponsort eigentlich die Züricher Stiftung!?) der Industrie!
    Null Ahnung von Elektrosmog?
    Mobilfunkstrahlung wirkt gesundheitsschädlich (bis hin zur Kuh, die sich´s wohl nicht einbilden kann) über Energieaufnahme UND Nutzung von Frequenzen, die eigentlich für biologische Prozesse "reserviert" sind. Selbst Realos sollten das wissen, "Utopisten" erst recht.!
    Mobilfunk ist NUR ethisch vertretbar, wenn´s um Notfälle geht - genauso wie die Flugtechnik etwa eim Rettungshubschauber.
    Die Werbung zwischendurch läßt tief blicken ...
    Als Hausarbeit bestenfalls 3,7 - als Schlagzeile für "Utopisten" indiskutabel!
    MfG, H. Wilde, Prof. u.a. für Nachhaltigkeitsmanagement
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    schrieb am 07.01.2010 um 20:51
    ... und was ist mit den Menschenrechtsverletzungen, die entstehen, weil man für die hippen neuen Geräte doch wieder Rohstoffe abbauen muss in Ländern mit schlechten Arbeitsbedingungen?

    ... und die Geschichte vom Tantal, durch dessen Abnahme man einen Bürgerkrieg mitfinanziert?

    http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Kongo/rohstoffe.html
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    schrieb am 10.01.2010 um 18:54
    Hi,

    wenn Ihr alte Handy entsorgen wollt, so gibt es eine gute Aktion vom NABU: "Alte Handys für die Havel
    " unter: http://www.nabu.de/themen/mehrwegundreycling/handy-kampagne/
    oder schickt Sie mir, der NABU Bad Nauheim sammelt auch dafür.
    Adresse per Nachricht erfragen.

    LG
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    schrieb am 02.02.2010 um 00:36
    Beim Smartphone brauche ich zwar keine Kupferleitungen (die ohnehin in jedem Haus vorhanden sind), habe dafür aber enorm viel Mobilfunk-Smog, der hinter die Blut-Hirn-Schranke geht, das Erbgut schädigt etc.

    Diese Analyse geht am Thema vorbei, denn es geht in Wirklichkeit weniger darum, wie viel oder wie wenig Strom ich verbrauche, sondern welchen Strom!
    Wir nutzen ausschließlich Naturstrom und das Nutzen (also Kaufen) von Ökostrom fördert den Ausbau von Erneuerbaren Energien, der sonst noch mehr vernachlässigt werden würde.
    Erst wenn von den Konsumenten genügend Ökostrom gekauft wird, können Atom- und Kohlekraftwerke abgeschaltet werden.
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    schrieb am 14.03.2010 um 22:05
    Henrik Pfeiffer vom utopia-team meint, hier die Propaganda der "Forschnungsstiftung Mobilfunkkommunikation" unters Volk bringen zu müssen. Zum Glück gibts daraufhin viele kritische Kommentare ! Ich möchte wetten, dass die o.g. Stiftung von der MF-Industrie unterhalten wird, zumindest eng mit dieser verbunden ist ! - Hier noch ein Argument :
    Normalerweise nimmt man ja an, dass der solar erzeugte Strom das Klima schützt und die CO-2 Emmissionen reduziert. Diese Photovoltaik-Technik hat sich seit 1998 enorm entwickelt und viel grünen Strom erzeugt. Prof.Lutz TU Cottbus hat 2007 bereits ermittelt, dass die Mobilfunk-Sendestationen bundesweit mindestens genau soviel Strom verbraucht haben, wie die Photovoltaik-Anlagen an Strom poduzierten (seit 1998). Bis 2010 hat sich das Verhältnis zwischen Solarstrom-Produktion und Mobilfunkstrom-Verbrauch sicher nicht groß verändert. D.h. hier ist die Öko-Rechnung +/- 0 ! Der Öko-Effekt des Solarstroms wird komplett aufgefressen von der parallel entwickelten MF-Technik, und unser Klima bzw. die CO-2 Bilanz hat überhaupt nichts davon. Das ist die schonungslose Öko-Bilanz der Mobilfunk-Kommunikation ! (Der Aufladestrom der Akkus bei W-Lan und Handy ist dabei noch nicht eingerechnet !).
    Die Partei der Grünen sagt zu diesem Argument gar nichts und träumt weiter von einer Null-Energie-Gesellschaft mit Hilfe der eneuerbaren Energien, ohne daran zu denken, die neuen Stromfresser einer stetig wirtschaftswachsenden Gesellschaft alles wieder zunichte machen.
    Übrigens: Wird die MF-Antennenstrahlung drastisch herunter gefahren, sinkt auch der Stromverbrauch deutlich ! Und die Handys funktionieren trotzdem noch, zumindest draußen (denn drinnen gibts ja den Festnetzanschluss - noch !).
    Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit !
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    schrieb am 15.03.2010 um 08:35
    Situation Cebit 2009:

    Nach Berechnungen des Berliner Borderstep Instituts lag der Stromverbrauch von Servern und Rechenzentren in Deutschland 2008 bei 10,1 Terrawattstunden. Die damit verbundenen Stromkosten belaufen sich auf rund 1,1 Milliarden Euro. Somit sind in Deutschland vier mittelgroße Kohlekraftwerke mit der Versorgung von Servern und Rechenzentren ausgelastet.
    Würden die besten, heute bereits verfügbaren Energieeffizienz-Technologien bei etwa 90 Prozent aller Rechenzentren angewendet, könnte der Stromverbrauch durch Server und Infrastruktur nach Berechnungen von Borderstep bis 2013 um fast 40 Prozent sinken - trotz der kontinuierlich steigenden Rechen- und Speicherleistung.
    (Zitat aus innovation-report 15.1.2009)

    . . . und der Verbraucher soll es nun mit "grünen" Handys und Computern richten ? Da können wir lange auf die Erfüllung des Klimaschutzzieles warten; 2020 ist nicht mehr weit !
    Was ist mit der Ökobilanz, wenn jetzt alle die alten Handys wegwerfen ? Rücknahmegerantie der Hersteller ??
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    schrieb am 23.05.2010 um 16:25
    Hi,

    "leider" hast du recht, dass Mobilfunk sicherlich auch noch ökologischer ist als Festnetz. Zumindest sagst du das, wenn ich mir anschaue was in Handys alles drin ist und wie die Geräte gehypt werden, viele Menschen meinen meherer Handys oder immer wieder ein neues zu brauchen, kann ICH es mir nicht vorstelle, dass ein paar Kupferleitungen das wegmachen.
    Aber das will ich garnicht diskuttieren, ich nehme mal an, dass sich der Author des Artikels gut damit beschäftigt hat.

    Mein Gedanke, den ich einbringen will, ist eher der Gesundheitsgedanke.

    Gans oft höre ich sowas wie "Man kann nicht achweißen, dass Mobilfunk, WLAN DECT usw. Gesundheitsschädlich ist", das stimmt! Man hat aber viele Hinweise, dass es so ist UND man kann nicht nahcweißen, dass es nicht gesundheitsschädlich ist.

    Daher wäre meine Idee schon eher in Richtung Voip, eine Verbindung (Internet) für alles. Über Glasphaser übertragen müssen keine Kupferleitungen gelegt werden, Internet und Telefon über eine Leitung.

    Dazu kommt ein vernünftiger Umgang mit Mobilfunk. Natürlich ist UMTS schneller, aber brauchen wirs wirklich? Eine wichtige E-Mail als geschäftsmann unterwegs lesen, ist nachvollziehbar, aber warum braucht der UMTS? Über etch oder g3 (heissen die so?) kann ich youtube mit dem Handy schauen, auch ohne umts.

    Ein vernünftiger Ausbau der Funktnetze und kein eignees Netz für jeden Provider. So dass überall im Freien gut zu telefonieren ist aber nirgends Netze doppelt abgedeckt werden, dazu meine Galsphase Idee, so könnte ich mir die Zukunft vorstellen. Ich würde aber auch die Lobbiisten abschaffen und daran wird es scheitern :-)

    So das waren meine Gedanken dazu.

    mfg Thoys
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