Ratgeber Kommunikation

Den CO2-Abdruck klein telefonieren?


Diese Zeilen schreibe ich in einem Zug. Oder in einem Flugzeug. Oder im Garten eines Freundes. Suchen Sie sich etwas aus. Gehen Sie davon aus, dass hier gerade Energie verbraucht wird, die aus verschiedensten Quellen zusammengemixt worden ist. So wie fast überall. Der Text erreicht Sie aller Voraussicht nach über das Internet und wurde zuvor von mir über selbiges an die Redaktion geschickt. Ein Transport, der ebenfalls einen Energieaufwand bedeutet.

Beim Lesen, also Ihrem Anteil, sieht's schon wieder anders aus. Denn dabei wird der Energieaufwand mit dem Nutzen für den Verbraucher, also Sie, ins Verhältnis gesetzt. Es ist für die Gesamt-Ökobilanz dieses Textes entscheidender, ob Sie sich beim Lesen in einem fliegenden Lear-Jet befinden, als ob der Text mit irakischem Rohöl auf Walfischhaut geschrieben wurde. Lesen müssen Sie ihn aber trotzdem, um ihn ökologisch so effizient wie möglich zu machen.

Zugegeben, diese Darstellung ist etwas überspitzt, aber tatsächlich fallen bei der Bewertung der Umweltrelevanz von Kommunikationstechnologie alle oben beschriebenen und noch viele weitere Faktoren ins Gewicht. Wäre unsere Kommunikation aus dem Beispiel oben mit guter alter Erde-1.0-Technologie erfolgt – Schreibmaschine, Briefpost, Telefon, Druckerzeugnis -, hätte sich der Vorgang enorm aufgebläht und wäre somit umweltbelastender ausgefallen - allein durch den Papier- und Tintenverbrauch oder den Transport, etwa durch die Post. Von dem Aufwand für die Publizierung über ein etwaiges Printmedium ganz zu schweigen.

Das Beispiel mit der Kommunikation zwischen Ihnen und mir auf sämtliche anderen Kommunikationsmittel übertragen, wirft folgende Frage auf: Welches ist die klimafreundlichste Kommunikationsart?

Mobil- und Festnetztelefonie


Beim Vergleich der Ökobilanzen von Kommunikationsarten wird die übertragene Datenmenge im Verhältnis zur dadurch entstehenden Umweltbelastung betrachtet. Daraus erschließen sich mitunter erstaunliche Zusammenhänge. Die Schweizer Umweltberatungs-Agentur ESU hat zum Beispiel bei der Gegenüberstellung der Ökobilanzen von UMTS- und GMS-Netz errechnet, dass UMTS als neuere Technologie zwar mehr Energie verbraucht, aber gleichzeitig eine höhere Datenmenge transportiert. Und das wiederum wirkt sich aufgrund der erhöhten Effizienz positiv auf die Gesamtbilanz aus.

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    thoys
    schrieb am 23.05.2010 um 16:25
    Hi, "leider" hast du recht, dass Mobilfunk sicherlich auch noch ökologischer ist als Festnetz. Zumindest sagst du das, wenn ich mir anschaue was in Handys alles drin ist und wie die Geräte gehypt werden, viele Menschen meinen meherer Handys oder immer wieder ein neues zu brauchen, kann ICH es...
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    wiltert
    schrieb am 15.03.2010 um 08:35
    Situation Cebit 2009: Nach Berechnungen des Berliner Borderstep Instituts lag der Stromverbrauch von Servern und Rechenzentren in Deutschland 2008 bei 10,1 Terrawattstunden. Die damit verbundenen Stromkosten belaufen sich auf rund 1,1 Milliarden Euro. Somit sind in Deutschland vier mittelgroße...
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