Zuerst einmal muss Plastiktüten generell eine Abfuhr erteilt werden. Zwar fließen die Tüten im Zeitalter von Mülltrennung und Kunststoffrecycling (hoffentlich) wieder in den Wertschöpfungskreislauf, doch am Anfang ihres Lebenszyklus wird immer die Erdölförderung stehen. Darüber hinaus ist Recycling nur die nächstbeste Wahl nach der Müllvernichtung und ungleich energieaufwändiger als die Wiederverwendung. Leider gilt in Deutschland immer noch kein Plastiktüten-Verbot. Wird es vermutlich auch nie geben. Denn eine europaweite Abschaffung der Plastiktüte "stehe im Konflikt mit den Regeln des EU-Binnenmarkts und dem internationalen Handelsrecht", wie es in einer Studie der Europäischen Kommission heißt. Und auch ein nationales Verbot funktioniere nicht, weil es "eine ungesetzliche Verzerrung des Markts" bedeuten würde. In Amerika funktioniert es allerdings. Viel fortschrittlicher zeigt sich dort nämlich Kalifornien. Gestern konnten Umweltschützer das Plastiktüten-Verbot in Los Angeles feiern. Ab sofort gibt es keine Einwegtüten mehr in den Geschäften, die Kunden sollen sich ihre eigenen Taschen mitbringen oder eine Papiertüte kaufen. Ob das aber die richtige Alternative ist?
besser:eintüten
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Mies: Bio-Plastiktüten
Lassen Sie sich mal wieder nicht vom Wort „Bio“ täuschen. Was naturverträglich klingt und mehr kostet, wird in Wahrheit unter anderem aus Gen-Mais und zum Großteil immer noch aus Erdölderivaten hergestellt. Der größte Makel aber ist das gute Gewissen, mit dem der getäuschte Verbraucher zu den Mogeltüten greift. In der Annahme, durch den Aufpreis umweltverträglich zu handeln, wirft dieser die Taschen in den Biomüll, aus dem sie in Kompostieranlagen wegen viel zu langer Verfalldauer wieder entfernt und gesondert verbrannt werden. Der Umwelt ist damit kein bisschen geholfen.
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Okay: Papiertüten
Nicht-erneuerbare Rohstoffe vermeidet man mit Papiertüten, wobei man sichergehen sollte, dass ausschließlich Altpapier für die Herstellung verwendet wurde. Die zwei größten Probleme sind jedoch, dass Papier wesentlich weniger belastbar ist als Plastik, die Tüten also leicht aufweichen oder reißen. Außerdem sind auch diese Tüten Teil eines energieintensiven Konsumkreislaufs, der mit der Herstellung beginnt und im Müll endet.
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Top: Jutebeutel, Rucksäcke und Co.
Wirklich nachhaltig handelt man nur, wenn man den Wegwerf-Kreislauf durchbricht. Wer seine Tasche bereits mitbringt, der verbraucht keine Ressourcen und macht keinen Müll. Mit der Stärke einer Jutetüte kann auch Plastik nicht mithalten und ein Rucksack ist für den Heimweg, z.B. mit dem Rad, wesentlich praktischer.
Tipps und Warnungen
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Schauen Sie unseren Film und schließen Sie sich uns an: Wir nehmen Stofftaschen und Jutesäcke und und und... – bloß KEINE Plastiktüten mehr!


Kommentare (9)
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Plastiktüten gehören nicht in den Restmüll - auch nicht als Müllbeutel! Restmüll wird verbrannt, nur im gelben Sack können die Tüten recycelt werden. Da die Plastik-Einkaufstüten so viel dicker sind als Müllbeutel macht hier ein Ersatz nicht viel Sinn. mehr weniger