Kosmetik und Körperpflege
besser:wissen – Bio ist bei Kosmetik & Körperpflege kein geschützter Begriff
Biokosmetik, Naturkosmetik, beides klingt leider oft besser als es ist. Keiner der beiden Begriffe ist, obwohl schon lange sehr wichtig für Kundenentscheidungen, in Deutschland geschützt. Prinzipiell könnte man Ihnen damit also alles verkaufen. Die private Wirtschaft nützt diese Lücke und schafft selbst Siegel, die oft mehr dem Hersteller als dem Konsumenten nutzen.
besser:machen – Eine ungefähre Orientierung
Generell ist Naturkosmetik um einiges gesünder und nachhaltiger als konventionelle Kosmetik. Der Name wird nur noch selten missbräuchlich verwendet aus der Angst vor Image-Schäden. Genau so verhält es sich mit Biokosmetik, die gemeinhin schon hohe Anteile an biologisch hergestellten Zutaten enthält. Endgültige Sicherheit wird aber erst ein wirklich verbindliches Siegel bringen, das bis jetzt noch nicht existiert. Ein erster Schritt ist etwa das in Eigeninitiative der Industrie entstandene NaTrue Siegel. Wer Tierversuche kategorisch ablehnt, sollte separat auf Tierschutz-Siegel achten, diese finden nämlich z.B. bei NaTrue keine Erwähnung.
Lesen Sie dazu auch:
Kleidung / Textilien
besser:wissen - Bio ist bei Kleidung und Textilien kein geschützter Begriff
Leider herrscht auch im Stoffhandel heillose Verwirrung. Initiativen und Siegel existieren in Hülle und Fülle und dienen oft mehr der allgemeinen Verwirrung als einer gemeinsamen Zielführung. Auch hier wäre eine gesetzliche Regelung äußerst hilfreich.
besser:machen – Die wichtigsten Siegel
Wer bei Textilien Bio sein will, der muss auf die wichtigsten Siegel achten. Am weitesten verbreitet ist der durchaus glaubwürdige Global Organic Textile Standard (GOTS), die strikteste Regulierung bietet jedoch das IVN BEST Siegel.
Lesen Sie dazu auch:
Ratgeber „Checkliste für Öko-Shopping“
Ratgeber „Die schlimmsten Inhaltsstoffe in Textilien“
Bestenliste „Die beliebtesten Online Shops für nachhaltige Mode 2012“
Die wichtigsten Siegel bei Kleidung und Textilien






Deutschlandweite Biokisten
Kommentare (7)
abonnieren
Die Kapitel zum Fairen Handel und zum Flower Label Program sind aktualisiert, im Agro-Sprit-Kapitel habe ich das Thema E-10 aufgenommen.
Ergänzt habe ich das Buch um ein ausführliches Nachwort, in dem ich auf positive wie negative Entwicklungen der letzten beiden Jahre eingehe. Sehr lesenswert!
Im Anhang findet sich nun auch eine ergänzende Literaturliste als persönliche Empfehlung.
www.oekoluege.de mehr weniger
Was ich allerdings sehr bedenklich finde ist, dass die "We feed the world"-Unternehmen (Nestlé, Kraft, Unilever, etc.) immer mehr in den Markt einsteigen. Kaum zu erkennen sind und ein Boykott derselben (z.B. wegen der blutigen Schokolade) daher immer schwieriger wird. mehr weniger
Ein bisschen “Öko” reicht nicht
http://www.equilibrismus.org/ein-bisschen-oko-reicht-nicht/