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Grün und aktiv in der Freizeit - Teil 03

Camping


besser: denken - Eine Frage der Einstellung

 

Aus der Serie "Grün und Aktiv in der Freizeit"

Eines sollte klar sein: Wer campen geht, der kommt der Natur nahe – manchmal mehr als ihm lieb ist. Die Rollen kehren sich um: Ein Käfer, der über den Essenstisch krabbelt, ist nicht mehr das eindringende Ungeziefer, sondern vielmehr der Ortsansässige, dem Sie mit Zelt und Stuhl in der Flugbahn herumstehen. Wer nicht bereit ist, sich auf solch eine Denkweise einzulassen und auch weiter mit Zeitung und Schlappe nach den unschuldigen Tieren schlagen wird, der sollte doch lieber zuhause bleiben. Gleiches gilt für Zeitgenossen, die nicht ohne dreimal Duschen am Tag auskommen und ihr Geschirr am liebsten kochen und sterilisieren. Bio-Seife hin oder her, mit Schaumorgien und Energieverschwendung tut man der Natur keinen Gefallen.

besser: machen - Der Outdoor - Knigge

Aber so sind Sie ja sicher nicht. Oder? Sind Sie bereit, mit offenem Geist, Ohr und Auge in die Welt zu ziehen? Ja? Dann hätten wir da ein paar Ratschläge zur Güte für Sie:

  • Take nothing but pictures, leave nothing but footprints, kill nothing but time.

    Bitte verzeihen Sie uns den Sprachsprung, aber im Deutschen klingt dieses Sprichwort nicht halb so gut. Wir sind uns sicher, dass wir Ihnen so etwas eigentlich gar nicht sagen müssten, aber wir wollten es zur Sicherheit einfach noch mal erwähnt haben: Keinen Müll hinterlassen, niemals die Natur nachhaltig verändern oder beschädigen, und auch nichts mitnehmen, was Sie nicht mitgebracht haben!

  • Keinen Lärm machen!

    Dies gilt vor allem, wenn Sie abseits von offiziellen Campingplätzen unterwegs sind. Vergessen Sie nicht, dass Ihre Umwelt voll von Leben und dieses Leben über lautes Boxengeplärre und Geschrei alles andere als erfreut ist.

  • Grübchen graben!

    Körperliche Hinterlassenschaften gehören nicht hinter den nächsten Baum, sondern in ein mit dem mitgebrachten Klappspaten gegrabenes Loch!

  • Feuer und Flamme – höchstens im Schlafsack!

    Glühende Temperaturen dürfen sich gern zwischenmenschlich unter dem Himmelszelt entwickeln, aber angezündet wird bitte nichts. Ausnahmen sind natürlich speziell ausgewiesene Feuerstellen.

  • Rücksichtsvolle Schlafplatzwahl!

    In Sperr- und Schutzgebieten wird nicht campiert! Auch wenn dort oft die malerischsten Plätzchen zu finden sind, der Respekt vor der Tier- und Pflanzenwelt gebietet Rücksicht.

  • Seien Sie vorbereitet!

    Das Wetter kann drehen, die Temperatur fallen oder einmal eine Zeltstange brechen. Eine gewisse Lust aufs Ungewisse und Freude am Improvisieren teilen alle echten Camper.

besser: haben – Die Camping Grundausrüstung

Mit der Utopia Bestenliste „10 überlebenswichtige Dinge für den Camping Urlaub“ sollten Sie optimal vorbereitet sein und Ihrem Naturerlebnis nichts mehr im Wege stehen. Für neue Ausflugsideen einfach eine „Gute Frage“ an die Community stellen!

Tipps und Warnungen

In Deutschland und den meisten europäischen Ländern ist Freecampen verboten. Wenn Sie jedoch Ihr Zelt mit einem Tarp (eine offene, gespannte Plane) austauschen, fallen Sie nicht mehr in das Raster "Camp". Ihr Schlafplatz gilt dann als "Notunterkunft" und ist in ganz Europa erlaubt.
Wenn Sie mit ein bisschen Expertensprech beeindrucken wollen: Schlafen unter freiem Himmel, also ohne Zelt, nennt man auch "Biwakieren".
Wenn Sie nicht ohne eine warme Mahlzeit auskommen, vergewissern Sie sich bitte, dass Sie die Brandgefahr minimieren! Es sind schon ganze Naturparks abgebrannt wegen eines wackeligen Campingkochers.

Tipps für Fortgeschrittene

Campen für sich ist klimatechnisch schon absolute Vorbildpraxis, aber auch hier lässt sich die Bilanz noch optimieren. Wie das geht erfahren Sie im Utopia Ratgeber "Tipps für Besser-Camper".

Die Utopische Alternative

Wer braucht schon Zelt und Schlafsack wenn er sich eine Hängematte unter Bäumen mit Naturfasern und Wildgräsern flechten kann? Nahrung liefert die Natur, Licht der Mond und gewaschen wird sich a la Fisch im rauschenden Wildbach.

Stand: 18.05.2012 von

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