Energiesparlampe, LED & Co.
2Ist die Energiesparlampe nun Stromspar-Innovation oder Quecksilber-... mehr
besser: wissen - machen - kaufen
Von Sabine Prehl
„Grün“ kann ein Personal Computer (PC) leider nie sein. Vor allem die Produktion ist alles andere als umweltfreundlich: Nach Angaben des Zentrums für nachhaltigen Konsum und Produktion (CSCP) werden bei der Fertigung eines einzigen PCs etwa 1,5 Tonnen Rohstoffe verbraucht. Außerdem werden rund 3000 Kilowattstunden Energie verbraten, wie das Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie errechnet hat. Das entspricht etwa dem jährlichen Stromverbrauch einer Kleinfamilie.
Hinzu kommt der Energieverbrauch beim Betrieb der Geräte.Die Marktforscher von IDC haben errechnet, dass für jeden Dollar, der in neue Hardware investiert wird, 50 Cent für den Stromverbrauch fällig werden – Tendenz steigend. Den Analysten von Gartner zufolge verursacht die Informationstechnologie insgesamt – also alle Rechner, Handies, Drucker und dergleichen - rund zwei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes und damit genauso viel wie der internationale Luftverkehr. Auch das Thema Elektroschrott ist trotz der Recycling-Bemühungen der Hersteller nach wie vor ein Problem. Durch die zunehmende Verbreitung von PCs und Peripheriegeräten und die gleichzeitig immer kürzer werdenden Produktlebensyklen der Geräte steigt der Elektromüllberg immer weiter an.
Trotzdem: Es gibt Möglichkeiten, Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte auch beim PC-Kauf zu berücksichtigen. Zuallererst sollten Sie sich natürlich fragen, ob Sie überhaupt einen neuen Rechner brauchen. Die Industrie suggeriert natürlich, dass Verbraucher immer schnellere Prozessoren und größere Festplatten benötigen. Realistisch gesehen aber reicht ein aktueller Durchschnittsrechner für die meisten Einsatzgebiete locker aus. Und schnelle Geräte verbrauchen eben auch viel Strom. Wenn Sie hauptsächlich im Internet surfen, E-Mails schreiben, mit Office-Programmen arbeiten und Bilder bearbeiten, muss es kein stromhungriger Prozessor oder eine High-End-Grafikkarte sein. Den benötigen nur Anwender, die aufwändige 3D-Games am Computer spielen.
Der nächste Schritt ist die Auswahl eines möglichst „grünen“ Modells. Mittlerweile achten viele Hersteller auf eine umweltschonende Produktion und setzen sich für die Wiederverwendbarkeit ihrer Geräte ein. Fujitsu beispielsweise verwendet bleifreies Leiterplattenmaterial für Mainboards und Stromversorgungen. Gelötet wird unter Stickstoff-Atmosphäre, so dass die Mainboards nicht oxidieren und nicht gewaschen werden müssen. Das soll jährlich rund 850.000 Liter Wasser sparen. Geplant ist zudem ein Notebook, bei dem das Gehäuse aus Zedern-Holz und die inneren Bestandteile aus "Bio-Kunststoff" bestehen sollen. Auch Apple setzt neuerdings auf den Klimaschutz. Der erfolgreiche Anbieter schnitt im aktuellen Quartalsranking von Greenpeace bei der Reduktion gefährlicher Chemikalien sowie bei den Elektronikschrott-Kriterien von allen Herstellern am besten ab.
Kommentare (31)
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ulrichsommer
schrieb am 05.05.2011 um 00:13 ¶Kommentar schreiben
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