Glühwein besteht fast immer aus Rotwein, seltener auch aus Weißwein, er ist mit verschiedenen Gewürzen versetzt und wird je nach „Hersteller“-Geschmack mehr oder weniger gesüßt. Für industriell produzierte Glühweine kommen häufig Massenweine von sehr minderer Qualität in den Mix. Um den deutlichen Gütemangel zu kaschieren, wird meist extra stark gesüßt. Ein „dicker Kopf“ ist oft die Folge. Solche minderwertigen Glühweine werden in Supermärkten und Discountern typischer Weise in großen Flaschen oder 1-Liter-Getränkekartons billig angeboten.
Bessere Qualitäten erhält man, wenn man zuhause selbst einen Glühwein ansetzt oder zu einem Bio-Glühwein greift. Bei Bio-Glühweinen wird der Zucker in der Regel durch Rohrohrzucker, Honig oder Agavendicksaft ersetzt und wesentlich zurückhaltender dosiert. Prinzipiell gilt: Je weiter unten der Zucker in der Zutatenliste genannt wird, desto besser. Denn dieser Glühwein enthält viel weniger Zucker und ist somit hochwertiger.
Das Gesetz schreibt sieben Prozent Mindestalkoholgehalt für einen Glühwein vor. Viele enthalten aber bis zu zwölf Volumenprozente. Das bedeutet bei einem Glas Glühwein etwa 20 Gramm reinen Alkohol (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung). Und je höher der Zuckergehalt, umso schneller geht der Alkohol ins Blut.
Hoch die Weihnachtstassen! Denn hier wird's heiß, heiß Baby!
Zum Wohl – aber von wem?
In viele Glühwein-Kompositionen gehören neben den typischen Gewürzen auch Säfte, beispielsweise Trauben-, Apfel-, Orangen- oder Holundersaft. Da aber die verwendeten Früchte, vor allem für die Säfte industriell produzierter Glühweine nicht selten von riesigen Monokulturen stammen, wie etwa Orangen aus Brasilien, enthalten sie auch reichlich Rückstände wie Insektizide, Fungizide und Wachstumsregulatoren. Wer sich das alles schenken möchte, ist mit Bio-Glühwein-Kompositionen besser bedient.







Kommentare (4)
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http://www.biosiegel.de/infos-fuer-verbraucher/haeufig-gestellte-fragen/uebersicht/ist-gentechnik-bei-bio-produkten-erlaubt-was-bedeutet-die-09-prozent-regelung/
Dezember 2010: Zusatzstoffe in der ökologischen Verarbeitung
http://www.oekolandbau.de/verarbeiter/thema-des-monats/dezember-2010-zusatzstoffe-in-der-oekologischen-verarbeitung/
http://www.transgen.de/datenbank/zusatzstoffe/206.zitronens%E4ure_e_330.html
Gentechnik
Zitronensäure war der erste Zusatzstoff, der in großem Stil biotechnisch hergestellt wurde. Das klassische Verfahren nutzt die Stoffwechselleistung bestimmter Pilze (Aspergillus niger).
Zumindest zu Versuchszwecken sind diese Aspergillus niger-Pilze gentechnisch verändert worden, um eine höhere Ausbeute zu erzielen. Vermutlich werden diese inzwischen auch kommerziell eingesetzt.
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Nur eine Frage noch zu folgendem Satz:
"Wer nicht auf Gentechnik steht, sollte die Zutatenliste genau studieren und auf künstliche Farbstoffe achten, wie gentechnisch erzeugtes Beta-Carotin, Riboflavin, Zuckercouleur."
Ich dachte, in der Eu ist der die Produktion, Import und Vertrieb von gentechnisch veränderten Organismen und deren verarbeiteten Formen ohnehin verboten. (hab den Gesetzestext grad nicht an der Hand, vielleicht mal wer nen Link für mich?)
Von Nachhaltigkeit und Menschenrechte wollen wir mal gar nicht sprechen, aber es wäre demnach zumindest aus Sicht von gentechnisch veränderten Lebensmitteln doch unbedenklich, herkömmlichen Glühwein zu konsumieren, oder?
Frohes Rest-Fest! mehr weniger