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Richtig heizen: 10 Tipps zum Energiesparen

Heizen gehört zu den größten Energiefressern im Haushalt – bis zu 75 Prozent des Gesamtverbrauchs können dafür draufgehen. Utopia zeigt, wie du im Winter richtig heizt und dabei nicht nur Energie, sondern auch Geld sparst. Fenster abdichten, Heizkörper isolieren, Stoßlüften: Schon einfache Mittel reichen, um den Energieverbrauch beim Heizen deutlich zu reduzieren.


  1. Bewusst jedes Grad sparen

    Es muss nicht 24 Grad zuhause haben – jedes Grad weniger spart etwa sechs Prozent an Heizenergie! Die optimale Raumtemperatur liegt bei ca. 20 Grad, in manchen Räumen genügen aber oft schon weniger: In der Küche heizen Herd und Kühlschrank mit, im Schlafzimmer reichen 17 Grad für einen guten Schlaf.

  2. Nachts die Schotten dicht machen

    Fenster haben natürlich nicht die Isolationswirkung einer Wand. Deshalb ist es sinnvoll, Rollläden nach Einbruch der Dunkelheit herunterzulassen – so lässt sich der Wärmeverlust um etwa die Hälfte reduzieren!

  3. Stoßlüften statt Dauerkippen

    Dauerhaft gekippte Fenster sorgen kaum für Luftaustausch, sie kühlen nur die Wände aus. Richtiges Stoßlüften dagegen spart viel Energie und ist zudem gut für die Gesundheit: Denn zu wenig Feuchtigkeit im Raum trocknet die Schleimhäute aus, zu viel begünstigt gerade an kalten Wänden Schimmelpilze. Die Fenster also mehrmals am Tag für ein paar Minuten ganz öffnen, damit ein kompletter Luftaustausch stattfindet – zuvor aber das Thermostatventil herunterdrehen. Mehr in unserem Ratgeber Richtig lüften: 10 Tipps gegen Schimmel.

  4. Hinten dicht machen

    Eine Isolationsschicht direkt hinter dem Heizkörper senkt den direkten Wärmeverlust über die Außenwand. Das Material besteht aus Styropor, das mit einer Schicht aus Aluminium bedeckt ist. Der Vorteil: Aluminium reflektiert die Wärmestrahlung. So lässt sich der Wärmebedarf um 10 bis zu 30 Prozent reduzieren.

  5. Fenster und Türen dicht
 halten

    Kunststoffdichtungen in Fenstern und Türen werden im Lauf der Zeit porös und damit undicht. Im Winter kann das richtig teuer werden. Spalten mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen auffüllen. Denn diese kleine Fuge hat eine größere Wirkung, als man zuerst vielleicht annehmen möchte: Bei einem Einfamilienhaus mit Ölheizung lassen sich so pro Jahr leicht 90 Euro Energiekosten einsparen.

  6. Nachtabsenkung der Heizung am Tage


    Wie bei der Nachtabsenkung der Heizung, kann man auch während des Tages die Heizwassertemperatur senken, wenn tagsüber niemand zu Hause ist – und damit bei Gebäuden mit hohem Verbrauch bis zu 15 Prozent an Heizenergie sparen. Die verringerten Zimmertemperaturen sollten aber 15 Grad nicht unterschreiten, da sonst zu viel Energie für das Wiederaufheizen nötig ist.

  7. Keine Strom
 verheizen

    
Mit Strom zu heizen ist sehr ineffektiv und richtig teuer. Heizlüfter also, wenn überhaupt, nur sehr sparsam verwenden. Aus dem selben Grund haben auch die verschwenderischen Nachtstromspeicherheizungen eigentlich nichts mehr in modernen Wohnungen verloren. Sie sollten von den Hauseigentümer ausgetauscht werden.

  8. Den eigenen Stromverbrauch
 kontrollieren

    
Die Kosten für Strom und Heizung werden heute meist direkt vom Konto abgebucht. Das ist zwar bequem, führt aber leider auch dazu, dass man schnell den Überblick über die verbrauchte Energiemenge verliert. Deshalb solltest du genau auf deinen Verbrauch achten: Einige Stadtwerke z.B. Hamburg und Berlin, bieten Apps an, mit denen sich der eigenen Verbrauch im Blick behalten lässt. Stromverbrauchsmesser gibt es schon ab 20 Euro – sie zeigen den Strom an, den ein Gerät verbraucht.

  9. Richtiges Heizen mit automatischer Heizkörpersteuerung



    
Mit programmierbaren Thermostaten an den Heizkörpern kannst du den Heizzyklus in jedem Raum optimal einstellen. Komfortabel geht es auch per Funk von einem Raumregler gesteuert. So werden die Räume nur zu den Zeiten beheizt, zu denen sie auch tatsächlich genutzt werden. Du hast jederzeit eine angenehme Raumtemperatur und sparst gleichzeitig Energiekosten. Der Einbau ist einfach: Lediglich der Thermostatkopf wird ausgetauscht.

  10. Schimmel richtig entfernen

    
Richtig heizen und lüften hilft Schimmel zu vermeiden, aber solltest du trotzdem schwarze oder grüne Punkte in deiner Wohnung entdecken, ist es besonders wichtig, gleich zu handeln. Im Ratgeber Schimmel richtig entfernen zeigen wir, welche Schimmelentferner effektiv und gesundheitsverträglich sind und wann du besser einen Experten zu Rate ziehen solltest.

Thema: Energiesparen, Stand: 01.11.2015 von

Kommentare (122)   Kommentare abonnieren

alle Kommentare (122)
  • schrieb am 16.01.2016 um 13:31
    Auch wenn die Beiträge hier generell sehr gut sind. Hier steht doch einiges an Murks drin!

    Gerade die AluStyropordämmung hinter der Heizung. Mit einer punktuellen Innendämmung in (kalten) Altbauwänden erzeuge ich kalte Stellen an der Wand, die zu Tauwasser führen und somit zu Schimmel!
    Es ist auch keine Isolationsschicht, sondern eine schlechte Dämmungsschicht und eine nicht richtig ausgeführte Innendämmung führt in Extremfällen zu Bauschäden. Gerade bei Styropor sollten ausgerechnet hier die Leute hellhörig werden!

    Wie hier schon richtig angemerkt gibts einen Unterschied zwischen tatsächlicher Temperatur und gefühlter Temperatur.
    Diese hat deutlich mehr Einflussgrößen wie zB. Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Materialien und deren Oberflächentemperaturen, Farben, Konvektion (Luftstrom).

    Bitte informiert euch RICHTIG!, bevor ihr an euren eigenen Häusern/Wohnungen oder Mietwohnung rumbastelt. mehr weniger
  • schrieb am 21.11.2014 um 19:57
    Es geht ja nicht darum, dass die Wohnung warm ist, sondern einem selbst! Ich bekomme bei Heizungsluft immer kalte Hände und Füße, selbst wenn die Raumtemperatur schon 25°C sind. Dann hilft nur:
    - dicken Pullover und warem Hausschuhe anziehen
    - den Kreislauf in Schwung zu bringen, mit Bewegung (z.B. durch Treppenhaus laufen oder ein paar Kniebeuge machen)
    - vorbeugend abhärten, z.B. Kalt-Warm-Dusche (wenigstens an den Füßen). mehr weniger
  • schrieb am 13.11.2014 um 15:52
    Hallo,

    Ist es sinnvoller die Heizung am Tag über bei gleicher Temperatur anzulassen oder nur zeitweise anzulassen. Wir haben Heizungsregler. Nachts stellen wir sie 10grad.

    Dann haben wir ein Problem mit Schimmel. In der Schlafstube, die Außenwand und im Bad über dem Fenster. Ich Lüfte stoßweise und das Badfenster wird nach dem Duschen oder Baden geöffnet.

    Woran kann es noch liegen??? mehr weniger
  • schrieb am 30.10.2014 um 00:01
    Wieso "Verluste" durch die Wand zum Nachbarn? Wenn es der Nachbar wärmer hat, als der Fragesteller, geht der Wärmfluss vom Nachbarn zu ihm! Alle Wärmeflüsse (Wärmeverluste) gehen durch die Flächen mit dem größten Delta T - z. B. Außenwand, Dachböden oder Keller!


    Zu Punkt 1. der Ratschläge: Seit Jahtzehnten zieht sich dieser widersinnige Hinweis durch die Ratschläge. Die, Angabe, dass ein Grad Tempperaturabsenkung eine Energieeinsparung von 6 % ergeben soll. Dabei wird völlig bezugslos nicht angegeben, bei welcher Innentemperatur ein Grad abgesenkt werden soll. Denn je niedriger die Innentemperatur, um so geringer die Energieeinsparung nach Q = m x c x Delta T !

    Vernutlich galt diese Angabe vor 30...40 Jahren, für die Wärmeverluste in Wohnungen oder Häusern mit einem hohen spezifischen Wärmenedarf von < 200 W/m².

    Zu Punkt 2: Die Angabe ist etwas irritierend, denn Rolläden senken die Wärmeverlsuste des Fensters um ca. 40 % - nicht aber die Gesamtwärmeverlust des %Raumes.

    Zu Punkt 4: . Mit einer Innendämmung mit aluminiumbezogenen Styropor, lässt sich der Wärmebedarf max. um 10 % reduzieren.

    Zu Punkt 6: Zum Problem der Absenkung streiten sich die Fachleute, dabei ist im Winter die Außentemperatur entscheident. Zu hohe Tempertaturabsenkung kann in Räumlichkeiten Kondensation bewirken und in Folge Schimmel hervorufen.

    Zu Punkt 10: Es ist korrekt, dass richtiges heizen und lüften, Schimmel zu vermeiden hilft. Nur das setzt voraus, dass auch richtig gedämmt wurde. Gerade in letzter Zeit häufen sich die Klagen von Hauseigentümern und Mietern, dass durch falsche und zuviel Dämmung die Schäden an Baulichkeiten durch Feuchtigkeitserscheinungen (Stocken) und Schimmel zugenommen haben. Übrigens hat Schaumstoffdammung den Nachteil bei Bränden gesundheitsschädlich Gase zu entwickeln.

    http://www.youtube.com/watch?v=1o34slPoa-8

    Der deutschen Dämmstoffindistrie ist es gelungen in Deutschland den Dämmwahn hervorzurufen. Es sollte aber gelten: Nur soviel dämmen wie nötig und nicht wie möglich! Bei Neubau ist ein gutdämmender Baustoff, immer einer zusätzlichen Wärmedämmung vorzuziehen! mehr weniger
  • schrieb am 29.10.2014 um 18:56
    Ich wohne im Altbau und habe solche uralten undichten Doppelfenster... was kann ich tun, ohne viel Geld auszugeben?
    (Achja muss ich heizkörper auch isolieren, wenn sie an Innenwänden sind?)
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