Fernsehen, Computer und Co. – natürlich stromsparend
Der Fernseher läuft hierzulande im Durchschnitt vier Stunden pro Tag. Etwa die Hälfte des
dadurch verursachten Stromverbrauchs ist unnötig, da viele Fernsehnutzer das Gerät nur
nebenbei laufen lassen. Auch verbrauchen trendige Flachbildfernseher mehr Energie als klassische
Fernsehgeräte mit Bildröhre und haben noch dazu eine schlechtere Bildqualität.
Die CO2-Emissionen, die in Deutschland durch die Nutzung von Geräten der Informationsund
Kommunikationstechnologie pro Jahr entstehen, sind vergleichbar mit denen des
Luftverkehrs. Überdenken Sie einmal Ihre eigenen Gewohnheiten bei der Nutzung von
Fernsehgerät und Computer und sparen Sie Strom – und Geld. Wichtige Stichpunkte für den
umwelt- und sozial verträglichen Umgang mit Geräten der Unterhaltungselektronik sind
- der Stromverbrauch im Stand-by-Modus
- die Entsorgung alter Geräte und
- die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung.
Darüber hinaus helfen Ihnen einige Label und Kennzeichen, den Stromverbrauch Ihrer Geräte
im Blick zu behalten.
Nur aus ist wirklich aus – weg mit Stand-by
In Büros und Haushalten werden durch Leerlaufverluste bei Audio-, Video- und Computeranlagen
mehr als 22 Mrd. Kilowattstunden Strom pro Jahr verschwendet. Das entspricht der jährlich erzeugten Strommenge von drei Kernkraftwerken. Der unnötige Stromverbrauch kostet die Verbraucher mehr als 4 Mrd. Euro.
Trennen Sie ungenutzte Geräte vom Netz – verwenden Sie entweder abschaltbare Steckdosenleisten
oder ziehen Sie den Stecker. Rund 70 Euro im Jahr können Sie sparen, wenn Sie Hi-Fi-Anlage,
PC mit Monitor und Drucker, Fernseher
und DVD-Recorder konsequent ausschalten.
Um den Stromverbrauch Ihres Computers auch während kurzer Arbeitspausen zu reduzieren, aktivieren Sie am besten die Energiesparfunktion Ihres Rechners. Wie das geht, erfahren Sie unter: www.stromeffizienz.de/stromsparen.html
Alte Geräte richtig entsorgen
Achten Sie unbedingt darauf, dass ausgediente Computer, Fernseher oder Handys nicht im Hausmüll landen. Die alten Geräte enthalten viele giftige Stoffe wie z. B. Blei, Quecksilber, PVC und Weichmacher. Seit 2006 können Sie sie laut Elektro- und Elektronikgeräte-Gesetz (ElektroG) kostenlos bei kommunalen Wertstoff-sammelstellen abgeben. Dort werden verschiedene Elektronikgeräte getrennt
gesammelt. Dadurch können Wertstoffe wie Metalle und Kunststoffe aus dem Elektroschrott wiederverwertet und die Schadstoffe umweltgerecht entsorgt werden.
Einige Umweltorganisationen wie NABU (Naturschutzbund) oder DUH (Deutsche Umwelthilfe) haben Sammelstellen für alte Mobiltelefone eingerichtet. Dort können Sie Ihr altes Handy abgeben und gleichzeitig einen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leisten. Diese Initiativen beruhen auf der Zusammenarbeit zwischen Umweltorganisationen und Mobilfunkanbietern. Für jedes gesammelte Gerät erhalten die Umweltorganisationen einen Geldbetrag.
Grundsätzlich gilt: Je länger ein Handy, ein Computer oder ein anderes Elektronikgerät genutzt wird, umso besser. Machen Sie nicht jede Mode mit.
Überlegen Sie, ob Sie mithilfe eines Reparaturdienstes Ihren Computer noch einma in Schwung bringen oder ob Sie Ihre ausrangierten Geräte über das Internet verkaufen können. Wenn Sie möchten, dass Ihr Computer wieder zum Leben erweckt wird, können Sie ihn an "ReUse Computer" geben. Dieser Verein, dem Unternehmen und Privatpersonen angehören, entfernt sensible Daten, repariert und verkauft die dann wieder einsatzfähigen Computer weiter bzw. sichert eine umweltgerechte Entsorgung zu.
<>


Kommentare (1)
abonnieren
> Auch verbrauchen trendige Flachbildfernseher mehr Energie als klassische
> Fernsehgeräte mit Bildröhre und haben noch dazu eine schlechtere Bildqualität.
Über den Stromverbrauch eine solch pauschale Aussage zu treffen halte ich für überaus waghalsig. Richtig mag vielleicht sein, dass die neuen Geräte immer noch viel Strom verbrauchen, und das es auch mehr sein kann wenn man von einem 17 Zoll Röhrenfernseher auf einen 50 Zoll Plasma wechselt, aber bei gleicher Größe sollten die meisten LCD ihren Vorgängern überlegen sein.
Und "schlechte Bildqualität"? Nach welchen Kriterien wurde hier denn Qualität beurteilt? LCDs sind hochauflösender, flimmern nicht, und die Winkelabhängigkeit ist bei neueren Geräten auf einem fast zu vernachlässigenden Niveau - woher also diese Aussage?
Achja, hinzu kommt das die flachen auch nicht mehr so nett einen konstant hohen Ton von sich geben, den vor allem die jüngere Generation durchaus wahrnimmt. mehr weniger