Ratgeber Elektronik

Diesen Labels können Sie vertrauen!



Bei der Kaufentscheidung umweltfreundlicher Produkte verlassen wir uns zunehmend auf Labels und Zertifikate. Was bleibt uns auch übrig - schließlich sind wir als Konsumenten keine Fachleute, haben nicht die Zeit und nicht das Geld, sämtliche relevanten Informationen zu beschaffen und brauchen daher eindeutige Orientierungshilfen. Zuletzt hat die Glaubwürdigkeit von Gütezeichen etwas gelitten, denn zu unklar sind oft die Kriterien und Maßgaben, die für eine entsprechende Kennzeichnung erforderlich sind. Das gilt insbesondere für Bio-Gütezeichen auf dem Lebensmittelsektor.
 
Elektronik und nachhaltige Herstellung schienen lange Zeit unvereinbar, und das in den USA schon seit 1992 vergebene Energy-Star Label etwa hat hierzulande seit seiner EU-Einführung 2003 immer noch einen zweifelhaften Ruf. Grund für die europäische Skepsis: Die Kriterien für den Erhalt erscheinen schwach und allzu leicht erfüllbar, und oftmals ist die Vergabe - etwa für schmalbrüstige Energieverbrauchsreduktion von 15 Prozent für Monitore - nicht nachvollziehbar. Um Ihnen einen Überblick zu verschaffen, welche Orientierungsmöglichkeiten es gibt und wie die entsprechenden Gütesiegel für Elektronik zustande kommen, hat Utopia die wichtigsten einmal zusammen getragen.

 

Blauer EngelBlauer Engel
Es gibt ihn seit 1978, und bekannt ist er uns in erster Linie für umweltschonende Produkte und Dienstleistungen jenseits der Elektro-Grenze. Allerdings wird der Blaue Engel seit einigen Jahren auch für umweltfreundlichere Notebooks, Monitore, PCs, Drucker, Kopierer und Peripheriegeräte vergeben. Dabei müssen die Geräte ressourcenschonend und emissionsarm funktionieren, was besonders bei Druckern und Kopierern wichtig ist. PCs und Monitore müssen energiesparend und geräuscharm arbeiten und zumindest teilweise recyclingfähig sein. Für Eingabegeräte wie Tastaturen und Mäuse sind gute ergonomische Eigenschaften erforderlich, um einen Blauen Engel zu erhalten.
http://www.blauer-engel.de/
 
Energy StarEnergy Star

Passend zum elektronischen Themenfeld ist das Energy Star Label einer Entwicklung in Evolutionsstufen unterworfen, wie es etwa von Betriebssystemen oder Hardware bekannt ist. Die aktuelle Fassung ist die Version 5.0, die jeweiligen Kriterien werden von der US-Umweltschutzbehörde festgelegt. Die Version 5.0 betrachtet den jährlichen Energiebedarf elektronischer Geräte in Kilowattstunden. und klassifiziert sie nach der jeweiligen Geräteart. Als Bewertungsgrundlage gilt neben dem Verbrauch unter Vollast der Gesamtverbrauch in den Zuständen Soft-Off (etwa per Netzwerk einschaltbar), Stand-By und Idle (im Leerlauf).
Mindestvoraussetzung sind ein Energie-Management-System, das bei Auslieferung aktiviert sein muss sowie die Einhaltung des Gerätetyp-spezifischen Maximalwert für die Leistungsaufnahme (in Watt) im Stand-By-Modus.
http://www.eu-energystar.org/de/index.html
  
TCOTCO
Schweden gehört zu den weltgrößten Elektronik-Exporteuren und hat schon seit Langem ein eigenes Zertifikat für elektronische Geräte: das TCO-Label. Die Abkürzung steht für "Tjänstemännens Centralorganisation" - der Dachverband der schwedischen Angestelltengewerkschaft. In den verschiedenen Jahrgängen des Bestehens dieses Labels wurden unterschiedliche Gerätegruppen in die Zertifikat-Sammlung aufgenommen. Sie können sie an den Jahreszusätzen erkennen: TCO'99 für Tastaturen und Drucker, '01 für Handys, '03 und '06 für Monitore, '05 für PCs und Notebooks und '07 für Headsets. Die Kriterien für die Vergabe sind der Verzicht auf Giftstoffe, Schwermetalle, bromierte und chlorierte Flammschutzmittel sowie die Einhaltung der nationalen Richtwerte für die Emission magnetischer und elektrischer Felder. Das Stand-By-Verhalten zählt selbstverständlich ebenfalls dazu.
http://www.tcodevelopment.com/

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Basiswissen Biosiegel

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    Solli24
    schrieb am 23.03.2011 um 10:51
    Jetzt habe ich viel gelesen, weiß aber immer noch nicht, welche Computermarken einigermaßen "grün" sind. Bitte mal auf den Punkt kommen...
  • Bedenklichen Inhalt melden
    Naturtalent
    schrieb am 03.03.2011 um 13:51
    Es beschäftigt mich sehr die Frage, was können wir eigendlich noch richtig machen? Auffallend ist für mich das Konsumverhalten, im Vergleich zu dem was ist eigendlich nötig. Denn das wir ökologisch aber gierig konsumieren anemiert die Industrie zu Mißbrauch. So wie jetzt die bio Hersteller von...
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