Das Problem: Bei herkömmlicher Holzkohle, die oft aus Tropenholz hergestellt wird, und zwar meist im traditionellen Kohlemeiler, entstehen Schwelgase, die ungefiltert in die Luft gelangen. Es gibt aber schon seit einigen Jahren Holzkohle, die Öko-Standards erfüllt. Außerdem dient das DIN-Prüfzeichen als Hinweis darauf, ob ein Mindeststandard hinsichtlich Qualität und geringer Umweltbelastung eingehalten wird. Im so genannten Retortenverfahren werden bei der Herstellung dieser Grillkohle umweltschädliche Stoffe, die beim Grillen entweichen könnten, aufgefangen und destilliert. Die Grillkohle wird zudem aus unbehandeltem Holz hergestellt, auf Beimischungen wie Pech wird dabei verzichtet.
Was das Entzünden des Feuers angeht: Machen Sie's wie die Pfadfinder und zünden den Grill mit etwas altem Zeitungspapier an. Denn prinzipiell scheint alles, was hilft, Holz oder Kohle zum Brennen zu bringen, Schadstoffe freizusetzen. Das gilt besonders für chemische Zündhilfen, aber sogar bei der Verbrennung harzhaltiger Kiefernzapfen werden krebserregende Kohlenwasserstoffe frei. Selbst Papier bleibt da nicht unschuldig. Daher scheinen einzig Anzünder aus Pressholz mit Öl oder Wachs besser zu sein. Altbewährt sind zudem Reisig oder Holzspäne. Wer eine Anzündhilfe verwendet, sollte wenigstens auf das DIN-Gütesiegel achten. In allen Fällen jedoch sollte sie vollständig verbrannt sein, bevor Lebensmittel über der Glut geröstet werden.
Ebenfalls schlecht für die Umwelt ist die überall angebotene Alufolie. Ihr Gebrauch sollte möglichst tabu sein. Wie wäre es, wenn sie das Grillgemüse in Blätter einwickeln? Oder Bananen oder Kartoffeln erst nach dem Grillen von ihren Schalen befreien, das geht auch gut. Auf dünnen Steinplatten aus Speckstein lässt sich auch gut grillen genauso wie auf einem alten Backblech.
Tipp für Einsteiger


Kommentare (18)
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Vorteile:
-Kein Bedarf an sonstigen Grillanzündern, Zeitung oder Papier hat man eigentlich immer noch da.
-Die Kohle glüht sehr schnell. Man muss nicht unnötig früh vorheizen.
-Wenig Aufwand im Vergleich mit Blasebalg, Gasbrenner oder gar elektrischem Fön
Nachteile:
-Der Grillanzünd-Kamin ist aus Stahl relativ energieaufwendig hergestellt. Deshalb lohnt sich diese Anzündhilfe (ökologisch betrachtet) wohl erst bei häufigerem Gebrauch. Bei 1kg Stahlblech ist der Energiebedarf zur Herstellung von Rohstahl etwa 20MJ, was dem Verbrennen von etwa 450g Paraffin (=etwa 60 Grillanzünder) entspricht. Wenn man sonst 2 Grillanzünder benutzt, ist die Energiebilanz "Anzündkamin vs. Paraffinanzünder" nach dem 30sten Grillen positiv.
Bezugsquellen:
1 mal jährlich bei Aldi Süd: http://www.aldi-sued.de/de/html/offers/2867_19278.htm, 5EUR
Weber Grill, http://www.weber-grill.de/Anzuendkamin-Rapidfire_detail_148_16.html, 25 EUR mehr weniger
Wir grillen übrigens mit unserem eigenem Holz. Man muß etwas früher anfangen, damit man zum Grillen auch Glut hat, aber es funktioniert gut. Wenn man allerdings eine größere Geselschaft hat muß man zwischendurch nachlegen und dann wieder warten bis Glut da ist.
Ob das aber ökologischer ist als fertige Holzkohle kann ich nicht beurteilen. Zumidest brennt unser Holz in einer offenen Flame und schwehlt nicht vor sich hin.
Das mit dem Backblech ist eine gute Idee. Das werde ich diese Saison ausprobieren.
Jutta mehr weniger
Wenn auch im Winter die Luft nicht mehr verpestet wird vom Qualm der Kohleöfen, so haben wir jetzt das äußerst zweifelhafte Vergnügen, in den Städten unter einer Dunstglocke von Grillgerüchen leben zu müssen.
Ökorrektes Grillen? Der Unsinn treibt immer seltsamere Blüten.
Männer, könnt Ihr Eure Männlichkeit nicht vielleicht doch noch durch etwas anderes unter Beweis stellen, als durch Feuer machen? Kommt endlich in der Zivilisation an! Und lasst mir die Luft zum Atmen.
Veronica mehr weniger