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besser: wissen - machen - kaufen
Der Neukauf eines Handys bedeutet immer eine starke Umweltbelastung. Sie können aber ein Gerät wählen, das zumindest besser ist als andere. Welche Hersteller grüner sind als andere, können Sie im Guide to Greener Electronics von Greenpeace nachlesen. Der Umweltorganisation zufolge sind Handys und Smartphones umweltfreundlicher, wenn sie weniger gefährliche Chemikalien enthalten, effizienter beim Energieverbrauch sind und es eine verbraucherfreundliche Rücknahme zur Wiederverwendung oder fürs Recycling gibt. Im jährlich erscheinenden Green Electronics Survey listet Greenpeace für 2011 fünf empfehlenswerte Handys - zu finden auf Seite 14 (das Ranking für 2012 ist noch nicht erschienen).
Bereits einbezogen werden die Ergebnisse von Greenpeace beim Handy-Ranking von NABU und E-Plus. Auch O2 verspricht mit dem Eco Index einen Service, der Handys nach Nachhaltigkeitskriterien ranken soll. Vielleicht zukünftig eine Hilfe für den Verbraucher, im Moment hapert es leider an der Auffindbarkeit der bewerteten Handys.
Auch bei Handys gilt: Wer gebraucht kauft, schont Ressourcen und hilft Müll zu vermeiden.
Laufen Sie nicht jedem Hype nach. Nutzen Sie Ihr Gerät lieber solange es funktionsfähig ist. Denn beim Abbau der Metalle, die für die Herstellung der Neugeräte benötigt werden, werden ganze Landstriche in den Ursprungsländern verseucht. Auch treten beim Abbau seltener Erden meist radioaktive Materialien aus, die in Luft und Wasser gelangen können. Oft ist Kinderarbeit im Spiel. Im Kongo beispielsweise sind laut Make-IT-fair rund 50.000 Kinder in Kobaltminen eingesetzt, um den Rohstoff für Akkus abzubauen.
Handyschrott ist kostbar. Wertvolle Rohstoffe, zum Beispiel Edelmetalle, wie Gold und Silber, Metalle, wie Indium und Tantal oder sogenannte Seltene Erden wie Thulium und Lutetium stecken in den Altgeräten. Jedes wiederverwendete Gramm bedeutet weniger Verschmutzung in den Abbaugebieten. Die illegale Althandy-Entsorgung über den Hausmüll ist nicht nur Verschwendung wertvoller Rohstoffe, sie setzt auch unnötig Giftstoffe frei. Also Altgeräte immer fachgerecht recyceln. Abgeben können Sie alte Handys zum Beispiel in den Wertstoffhöfen. Sie können sie auch kostenfrei bei der Althandy-Aktion der Deutschen Umwelthilfe und der Telekom einschicken und damit an die DUH spenden. E-Plus und NABU haben sich ebenfalls zusammengeschlossen, für jedes Handy gehen hier bis zu 3 Euro an das Havel-Projekt des NABU. Alte Akkus muss der Handel übrigens seit 1998 zurücknehmen.
Entspricht Ihr aktuelles Gerät nicht mehr Ihren Ansprüchen, ist aber noch voll funktionsfähig? Dann ist es unter Umweltaspekten sinnvoll es zu verkaufen. Wenn Sie es nicht selbst an den Nächstbesitzer bringen wollen, gibt es zum Beispiel die Möglichkeit es über Händler wie rebuy, Zonzoo oder Wirkaufens auf den Gebrauchthandy-Markt zu bringen.
Bis in die 90er Jahre sind wir doch alle gut zurecht gekommen, auch ohne Handy! Aber durch den vorangeschrittenen Abbau von Telefonzellen wird es doch etwas schwer, auf das kleine Telefon zu verzichten.
Kommentare (10)
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stefanherzog
schrieb am 04.05.2012 um 17:31 ¶Ssenyonga
schrieb am 06.04.2012 um 21:01 ¶Kommentar schreiben
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