Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Green IT

Einkaufsratgeber für Handys und Smartphones

Die neuesten grünen Smartphones finden Sie hier nicht, denn Handys und Co. sind einfach keine grünen Sachen. Sie enthalten umweltschädliche Inhaltsstoffe, die oft unter problematischen Arbeitsbedingungen hergestellt werden. Aber wie bei fast allen Dingen des täglichen Lebens, gibt es ein paar Dinge, die Sie beherzigen können. Utopia zeigt Wege zu einer nachhaltigeren Nutzung.


Darauf können Sie achten:

  1. So lange nutzen wie möglich

    Laufen Sie nicht jedem Hype nach. Nutzen Sie Ihr Gerät lieber solange es funktionsfähig ist. Der Neukauf eines Handys bedeutet immer eine starke Umweltbelastung. Denn beim Abbau der Metalle, die für die Herstellung der Neugeräte benötigt werden, werden ganze Landstriche in den Ursprungsländern verseucht. Auch treten beim Abbau seltener Erden meist radioaktive Materialien aus, die in Luft und Wasser gelangen können. Oft ist Kinderarbeit im Spiel. Im Kongo tobt ein Bürger-Krieg, in dem Rohstoffe für Handys eine entscheidende Rolle spielen.

  2. Gebraucht kaufen

    Auch bei Handys gilt: Wer gebraucht kauft, schont Ressourcen und hilft Müll zu vermeiden. Hier finden Sie die besten Internet-Börsen für den Gebraucht-Kauf.

  3. Recyceln

    Handyschrott ist kostbar. Wertvolle Rohstoffe, zum Beispiel Edelmetalle, wie Gold und Silber, Metalle, wie Indium und Tantal oder sogenannte Seltene Erden wie Thulium und Lutetium stecken in den Altgeräten. Jedes wiederverwendete Gramm bedeutet weniger Verschmutzung in den Abbaugebieten. Die illegale Althandy-Entsorgung über den Hausmüll ist nicht nur Verschwendung wertvoller Rohstoffe, sie setzt auch unnötig Giftstoffe frei. Also Altgeräte immer fachgerecht recyceln. Abgeben können Sie alte Handys zum Beispiel in den Wertstoffhöfen. Sie können sie auch kostenfrei bei der Althandy-Aktion der Deutschen Umwelthilfe und der Telekom einschicken und damit an die DUH spenden. Alte Akkus muss der Handel übrigens seit 1998 zurücknehmen.

  4. Raus aus der Schublade

    Entspricht Ihr aktuelles Gerät nicht mehr Ihren Ansprüchen, ist aber noch voll funktionsfähig? Dann ist es sinnvoll, es weiter zu verkaufen. Wenn Sie es nicht selbst an den Nächstbesitzer bringen wollen, gibt es zum Beispiel die Möglichkeit es über Gebraucht-Portale zu verkaufen.

Tipps und Warnungen

Beim Handykauf sollte nicht nur an die Umwelt, sondern auch an die eigene Gesundheit gedacht werden. Achten Sie auf die spezifische Absorptionsrate (SAR), einem Maß für den auf die Gewebemasse bezogenen Leistungsumsatz (W/kg), der vom Gerät ausgeht. Auf Handywerte.de lassen sich die Messwerte zu aktuellen Modelle einsehen. Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Grenzwert von 2 W/kg. Der Blaue Engel, der sich im Bereich Mobiltelefone leider nicht (vielleicht noch nicht) durchgesetzt hat, setzt einen schärferen Grenzwert bei 0,6 W/kg, nach dem Sie sich richten können.
Thema: Green IT, Stand: 11.09.2013 von

Kommentare (39)   Kommentare abonnieren

alle Kommentare (39) alle Kommentare (39)
Kommentar schreiben
(5000/5000)
Mehr zu Green IT
  1. Handys –Krieg und Verwüstung in der Hosentasche Handys –Krieg und Verwüstung in der Hosentasche

    Unser Hunger nach immer aufregenderen Handys führt zu massiver Umweltzerstörung und blutigen Konflikten um kostbare Rohstoffe. Dabei ginge es eigentlich auch anders.

  2. iPhone billig, Ausbeutung brutal iPhone billig, Ausbeutung brutal

    Noch immer sind die Arbeitsbedingungen menschenunwürdig, auch dieses Jahr gab es Selbstmorde in China. Utopia meint: Finger weg vom neuen iPhone und zeigt gute Alternativen!

  3. Alternativen zu Google Alternativen zu Google

    Google ist kostenlos, aber wir bezahlen mit unseren Daten. Die Suchergebnisse sind gut, die monopolartige Position ist fragwürdig. Utopia hat sich auf die Suche nach alternativen Suchmaschinen gemacht.