Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Auf Erdöl und Palmöl verzichten

Kerzen – Advent, Advent der Regenwald brennt


Problematisch: Kerzen aus Erdöl und Palmöl

  • Konventionelle Kerzen bestehen aus Erdöl (Paraffin)

    Eigentlich sollte doch nur ein Lichtlein brennen. Gemütliches Kerzenlicht ist aber leider in der Regel eine kleine Umweltsünde. Denn die meisten handelsüblichen Kerzen bestehen aus Paraffin, einem Erdölprodukt. Und die Folgen von Öl in der Natur konnte jeder von uns schon an den schrecklichen Bildern im Fernsehen von diveresen Tankerunglücken und anderen Öl-Katastrophen beobachten. Wer von uns hat die Helfer nicht schon bewundert, die mühselig den stinkenden Ölbrei entfernen? Menschen, die versuchen, der Natur wieder eine Überlebenschance zu geben?

  • Viele "Bio"-Kerzen bestehen aus Palmöl (Stearin)

    Eine vermeintlich saubere Alternative sind Kerzen aus Stearin. Stearin wird zwar aus nachwachsenden Roh­stoffen gewonnen und ist biologisch abbaubar. ABER Leider ist der Rohstoff meist Palmöl und für Palm­öl­plan­tagen werden riesige Flächen tropischen Regenwalds gerodet. Hier ist also Vorsicht geboten. Bei allen nicht weiter gekennzeichneten Stearin­kerzen müssen Sie leider davon ausgehen, dass es sich um Palmölkerzen handelt

Ökologische Alternativen - diese Lichtlein sollten bei Ihnen brennen

  • Kerzen aus Biomasse
    Gibt's zum Beispiel bei memo
    Die "Biomasse" besteht aus recycelten Ölen und Fetten wie Raps- oder Frittieröl.
  • Kerzen aus Bienenwachs
    Gibt's zum Beispiel bei manufactum
    Ein wunderbar duftendes Naturprodukt, das nicht gerade billig ist. Aus gutem Grund: Das Wachs wird von den Bienen in Form winziger Plättchen ausgeschwitzt. 1,2 Millionen davon ergeben 1kg reines Wachs. Das entspricht der Jahresproduktion eines Bienenvolkes. Also lieber weniger anzünden und damit wertschätzen.
  • Kerzen aus Sojawachs(gentechnikfrei)
    Zum Beispiel von Munio Candela – auch nicht gerade billig, aber wunderschön und handgegossen. Daher vielleicht eher als Geschenk als für den täglichen Gebrauch geeignet.

Utopische Alternative: Kerzen selbst gießen

Do-it-your-self

Eine andere klimafreundliche Methode ist das Kerzen Selbergießen aus alten Wachsresten. Denn Wiederverwerten ist immer besser als Wegwerfen und Neukaufen! Wir zeigen Ihnen wie's geht.
Stand: 10.12.2012 von

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    schrieb am 24.11.2011 um 14:07
    Aus Sorge bei der Waldrodung beizutragen, habe ich vor einer Weile eine Firma geschrieben, die Stearinkerzen produziert, die ich gerne kaufe.
    Hier die Antwort:

    Sehr geehrte Frau Wuillemin,

    Ja, Sie haben Recht: Unsere Stearinkerzen werden aus Palmöl hergestellt.
    Hierzu möchte ich Ihnen –ich hoffe zu Ihrer Beruhigung – 2 Gründe nennen, weshalb Sie ohne Bedenken weiterhin unsere Kerzen brennen können:

    1) Wir beziehen unseren Rohstoff von uns persönlich bekannten kleinen Familienunternehmen in Indonesien und Malaysia, mit denen wir uns mehrere Male im Jahr treffen und austauschen. Diese Lieferanten sind Mitglieder am RSPO. Wir haben zu Ihnen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut und anerkennen ihre Verpflichtung, Ölpalmen nachhaltig zu kultivieren, d. h. es werden keine Primärwälder (Urwald) abgeholzt, sondern es werden bereits vorhandene Flächen rekultiviert, d.h. in Form von Mischkulturen wieder aufgeforstet.

    2) Der größte Teil des weltweit verwendeten Palmöls wird für die Nahrungsmittelindustrie und für Biosprit (laut EU Verordnung von 2010, dass 10% des Kraftstoffes aus nachhaltigen Rohstoffen bestehen müssen) verwendet. Der Konzern Nestle verbraucht pro Jahr zum Beispiel – laut Aussage von Greenpeace - in etwa 330.000 Tonnen Palmöl für die Produktion von Süßigkeiten (Marsriegel etc).
    Der prozentuale Anteil des verwendeten Palmöls für die Herstellung von Kerzen ist dagegen verschwindend gering (weit unter 2% des weltweiten Verbrauchs).

    Ich hoffe Ihnen mit diesen Informationen weiter geholfen zu haben.
    Bei weiteren Fragen können Sie sich gern erneut an mich wenden.

    ++++++++++++

    Entzieht Biomasse denn keine landwirtschaftliche Fläche, die für was anderes nützlich sein könnten?
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    schrieb am 24.11.2011 um 18:29
    Dass der Stearin-Verkäufer so etwas schreibt ist mir klar. Der will ja schließlich auch sein ach so umweltfreundliches Produkt verkaufen !!!

    Zu 1.: Wie die RSPO-Lüge funktioniert kann man überall im Netz (ich empfehle besonders den Waldblog) nachlesen. Sehr interessant auch: http://de.green.wikia.com/wiki/RSPO-Palmöl-Siegel

    Zu 2.: Durch die Urwaldvernichtung zu Gunsten der Palmölplantagen werde jährlich alleine in Indonesien ca. 2,6 Millarden Tonnen CO2 freigesetzt. Wenn 2% des Palmöls für Kerzen verwendet werden, sind das immerhin noch beachtliche 31,2 Tonnen, die auf die Kerzen entfallen. Das ist immerhin knapp soviel, wie gesamt Deutschland an CO2 in nur einem Monat emmitiert !!!

    Ich kann die Biomasse-Kerzen sehr empfehlen. Die gibt es auch online bei www.biocandela.de.
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    schrieb am 24.11.2011 um 15:17
    Wenn das einzige Problem der Paraffin-Kerzen darin besteht, dass sie aus Erdöl hergestellt werden, mit den bekannten damit verbundenen Problemen CO2 und endlicher Ressourcen, dann würde ich offengesagt nicht nach Alternativen suchen.
    Im Bereich der Brennstoffe betrachte ich ausschließlich organische Reststoffe und partiell Holz als vertretbare Alternative. Vor allem die organischen Rest- oder Abfallstoffe werden bislang vollkommen unzureichend genutzt. Aber für die Herstellung von Kerzen fällt mir da nichts ein, ebensowenig, wie eine Kerze aus Holz hergestellt werden könnte.
    Aber sobald nachwachsende Rohstoffe als Alternative für Rohöl ins Spiel kommen, sage ich ganz Klar: Solange wir das Öl noch kaufen können, ist es die sauberere Alternative zu Stoffen, die auch als Nahrungsmittel verwendet werden können. Wenn Nahrungsmittelhersteller Palmöl verwenden, weil geschmacklich adäquate Alternativen nicht verfügbar sind, dann lasse ich die mittlerweile untergeordnete Rolle des hierfür verwendeten Pflanzenöls gelten. Aber bei Kerzen ist Rohöl (bislang) die bessere Alternative!
    Angesichts des durch Kerzen verursachten Energieverbrauchs müsste das Thema nicht auf die Spitze der Tagesordnung gesetzt werden. Es geht mir hier aber auch darum, ein Grundverständnis dafür zu schaffen, dass Nachwachsende Rohstoffe nicht die bessere Alternative zum Öl sind.
    Die entscheidende Alternative zum Öl, zum Gas und zur Kohle ist vor allem erst einmal:
    Weniger Öl, weniger Gas und weniger Kohle. Und dann kommen vor allem im Strombereich die regenerativen Energien als Ersatz in Frage. Aber auch hier vollzieht sich ein Wechsel erheblich schneller, wenn ich vorher die Einsparpotentiale ausgeschöpft habe.

    Und zwar nicht bei Kerzen, sondern
    - beim PKW, der nur noch mit 3 Litern fahren sollte (Kia Rio oder Polo Blue Motion) oder der schlicht entsorgt werden sollte, sofern der Arbeitsplatz nahe genug an den Wohnort organisiert werden könnte.
    - Beim Passivhaus, welches nur noch 5% von Altbauten oder 25% von Neubauten an Heizenergie benötigt
    - Bei intelligenter Stromnutzung, der mit modernen Kühlschränken, Energiesparlampen und Vermeidung von Standby-Verlusten bei geringstem Invest auf 25% des Durchschnittsverbrauches zu drücken ist.

    Die Kerzen sind für den, der so handelt, dann eher ein Randthema, welches nach Geschmack und Genuss entschieden wird.
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    schrieb am 24.11.2011 um 18:07
    es werden 250.000 t Paraffin für Kerzen verwendet, das ist kein Randthema mehr
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    schrieb am 24.11.2011 um 16:47
    hm Ikea stellet ja die Kerzen angeblich auch aus pflanzlichen Öl/Wachs her..ich frage mich nun, ob die auch Palmöl verwenden oder vielleicht Raps ?
    die Kerzen riechen nämlich beim Auspusten nach erhitztem Rapsöl, weiß jemand etwas Näheres dazu ?

    Klar könnte ich auch Ikea selbst anschreiben, aber ich erwarte keine Antwort ehrlich gesagt..
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    schrieb am 24.11.2011 um 18:06
    IKEA benutzt Palmöl.
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    schrieb am 24.11.2011 um 17:59
    weder Erdöl noch Palmöl für Kerzen, weder Zweckentfremdung der Landnutzung, noch Verwendung von Ölsaaten, die zur Ernährung oder als Futtermittel dienen. Die Lösung : www.biokema.de
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    schrieb am 24.11.2011 um 18:04
    KERZEN aus BIOMASSE : www.biokema.de
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    schrieb am 24.11.2011 um 18:09
    IKEA nimmt Palmöl auf die leichte Schulter

    News - Nachdem bereits 16.000 Menschen an der Protestaktion gegen Ikea-Kerzen teilgenommen haben, hat Ikea am Dienstag zum ersten Mal reagiert. Doch der B...
    http://www.regenwald.org/news/1479/ikea-nimmt-palmol-auf-die-leichte-schulter
    Keine Kerzen aus Palmöl: Rettet den Regenwald übergibt Ikea 28.000 Unterschriften

    News - Berlin, 16. April 2010. Am Aktionstag der Palmölopfer haben wir der Ikea-Filiale in Berlin-Tempelhof die 22.500 Unterschriften gegen Kerzen un...
    http://www.regenwald.org/news/1557/keine-kerzen-aus-palmol-rettet-den-regenwald-ubergibt-ikea-28-000-unterschriften
    Wann geht IKEA ein Licht auf: Keine Kerzen und Teelichter aus Palmöl

    Protestaktion - IKEAs günstige Kerzen sind in Deutschland in fast jedem Haushalt zu finden. Doch der niedrige Preis hat seinen Grund: Um Teelichter und Kerzen...
    http://www.regenwald.org/aktion/513/wann-geht-ikea-ein-licht-auf-keine-kerzen-und-teelichter-aus-palmol
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    schrieb am 24.11.2011 um 20:00
    oh,das wusste ich nicht, krass,habe nie was davon mitbekommen
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    schrieb am 24.11.2011 um 18:36
    Stearin-Kerzen bestehen überwiegend aus Palmöl. Um Anbauflächen für Palmölpflanzen zu schaffen, werden alleine auf der Insel Sumatra pro Stunde ca. 300 Fußballfelder Urwald durch Brand gerodet. Indonesien ist damit nach China und den USA der drittgrößte Treibhausgas-Emittent weltweit und setzt alleine durch die Urwaldvernichtung pro Jahr ca. 2,6 Milliarden Tonnen CO2 frei - mehr als der gesamte CO2-Ausstoß von Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen. Ausserdem dienen die Palmfrüchte in diesen armen Ländern als Lebens- sowie Futtermittel und beinhalten negative Klimaeffekte durch Rodung, Anbau, Verarbeitung, Transporte.
    Sogar die RSPO-Nachhaltigkeitszertifikate von WWF sind laut Greenpeace-Report Etikettenschwindel. Wie die RSPO-Lüge funktioniert kann man überall im Netz (ich empfehle besonders den Waldblog) nachlesen. Sehr interessant auch: http://de.green.wikia.com/wiki/RSPO-Palmöl-Siegel

    Ich kann die Biomasse-Kerzen sehr empfehlen. Die sind meines Erachtens die einzige wirklich umweltfreundliche Alternative zu den herkömmlichen Stearinkerzen. Die Bio-Kerzen gibt es online bei www.biocandela.de zu kaufen.
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    schrieb am 24.11.2011 um 18:42
    "Sogar die RSPO-Nachhaltigkeitszertifikate von WWF sind laut Greenpeace-Report Etikettenschwindel"
    Und was für einer...gerät leicht in Vergessenheit, auch wenn Utopia mit Krombacher / WWF kooperiert.
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    schrieb am 13.12.2011 um 14:51
    Ich habe soeben Kerzen von http://biocandela.de/ bestellt.
    Der Service war super und ich bin neugierig, wie die Kerzen brennen.

    Ich werde berichten.
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    schrieb am 16.11.2012 um 14:44
    Persönlicher Eindruck zu den Kerzen von http://biocandela.de/
    - Die Kerzen riechen etwas unangenehm.
    - Sie brennen nicht besonders gut.

    Zur Ergänzung hier auch noch eine Antwort von biocandela per E-Mail:

    ZITAT ANFANG

    Datum: Wed, 28 Dec 2011
    Von: BioCandela - klimaneutrale Biokerzen <info@biocandela.de>

    Zu: sind die Kerzen vegan?

    Da unsere Kerzen aus einer Mischung aus recyceltem Frittierfett und anderen Fetten und Ölen - zur Zeit Rapsöl - hergestellt werden, sind die Kerzen eigentlich frei von tierischen Proteinen. Da ich natürlich nicht ausschliessen kann, ob jemals ein Schnitzel oder ein Fischfilet in dem Frittierfett frittiert wurde, kann es durchaus vorkommen, dass sich das eine oder andere Molekül tierischen Ursprungs in die Kerze verirrt hat. Die Wahrscheinlichkeit der "Verunreinigung" eines Salatblattes mit tierischem Darm-Epithels ist wahrscheinlich sogar noch größer.

    Hierzu möchte ich noch folgendes anmerken: ein vegan lebender Mensch verzichtet in primär auf den Verzehr von Fleisch - in dieser Hinsicht besteht wohl kein Konflikt, da unsere Biokerzen nicht verzehrt werde. Worum es wohl eigentlich geht ist der Tierschutzgedanke hinter der veganen Lebensweise. Und nun frage ich, welches Kerzenprodukt weniger Einfluß auf das Leben oder den Lebensraum von Tieren, Pflanzen und vor allem anderen Menschen hat. Für die Förderung von Öl als Basis des Paraffins werden Landstriche und die Weltmeere verschmutzt, für Stearinkerzen werden Urwälder gerodet, für Soja-Kerzen werden Monokulturen gepflanzt und alle Schädlinge samt vielen weiteren Tieren in der Nahrungskette dieser Schädlinge durch Chemie vernichtet. Für Fischöl-Kerzen werden Fische gefangen und zu Fischöl verarbeitet ….

    Zu: Zusammenhang Biokema BioCandela

    Für den Verarbeitungsprozess der Biomasse benötigt man eine passende Raffinerie. Die Firma Biokema ist Produzent des Rohstoffes unserer Biokerzen. Ebenfalls kaufen wir manche Produkte der Firma Biokema zu. Ansonsten verarbeiten, veredeln und verpacken wir unsere Produkte selbst.

    ZITAT ENDE
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    schrieb am 24.11.2011 um 19:10
    Das Problem mit den Kerzen ist doch längst gelöst. Es ist eine Frage der Bekanntheit.

    Es gibt Kerzen aus in Deutschland vorhandenen Stoffen, keine Transporte aus Übersee wie für Erdöl und Palmöl, keine Verknappung udn Verteuerung der Lebensmittel, keine Umweltbelastung, kein RSPO und sonstiges Gradebiegen, nichts weiter erforderlich, dazu Feinstaubreduzierung -- mehr geht nicht.

    Es gibt sonst keine Alternative zu diesen Kerzen.

    Kann unter www.biokema.de von jedem nachgelesen werden.
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    schrieb am 24.11.2011 um 20:01
    ja,nachlesen kann man das,aber es wird nicht genannt woraus die nun bestehen.
    schlachtfett?
    abfälle von fettabsaugung?
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    schrieb am 24.11.2011 um 19:19
    Biomasse Kerzen : Ganz vergessen, das ist eine Entwicklung, die in Deutschland vorgenommen wurde, von Menschen, die sich Gedanken über Produkte gemacht haben, Verbesserungsmöglichkeiten fanden und nicht nur Geradebiegen wollen. Auch hier mit diesem Produkt Biokema-Kerzen sind wir weltweit vorn dran.
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    schrieb am 24.11.2011 um 19:29
    Es gibt auch die Möglichkeit sicherlich, um Kerzen aus Hönigwachs besser oder in verschiedenen Formen herstellen zu können. Ich kaufe diese jedes Jahr auf dem Weihnachtsmarkt und ich denke, dass jeder ein stückweit selber verantwortlich ist wie die Zukunft aussieht.
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    schrieb am 24.11.2011 um 19:56
    hm..ich fürchte die Biokema Kerzen sind noch viel zu unbekannt,ich habe sie noch irgends im Handel gesehen und denke, falls man sie nur bestellen kann, werden sie sich nicht durchsetzen.

    Der Otto-Normalverbraucher kauft seine Kerzen im Supermarkt oder Discounter, ich denke,da muss man ansetzen, vielleicht sollte man Palmölkerzen verbieten bzw. die Palmölherstellung generell verbieten oder schlichtweg nicht mehr subventionieren..

    aber ich würde die Biokema Kerzen ohnehin nur dann kaufen wenn ich wüsste woraus sie bestehen,ich will keine Kerzen aus Schlachtfetten oder Fettabscheidern von Pommesbuden haben..

    gehört zwar nicht zum Thema,aber schaut doch nur mal in Drogerien wieviele Kosmetika und Körperpflegeprodukte Palmöl enthalten,ihr werdet schwerlich welche ohne finden,auch da muss man handeln !
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    schrieb am 25.11.2011 um 00:04
    Warum sind Soja-Kerzen empfehlenswert? Das Zeug muss doch auch irgendwo angebaut werden.
    Prinzipiell glaube ich aber auch, dass Kerzen ein eher zu vernachlässigender Faktor sind.
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    schrieb am 25.11.2011 um 19:48
    Auch bei Memo sollte man mal genauer nachfragen, welche Pflanzen denn für das "pflanzliche Stearin" herhalten müssen. - Wir kaufen nur noch Bienenwachskerzen aus unserer Region.
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    schrieb am 26.11.2011 um 09:51
    Hier die Info von memo:
    "Für den umwelt- und sozialverträglichen Anbau des pflanzlichen Stearins, das für diese Kerzen zum Einsatz kommt, wurde die in Kolumbien liegende Plantage von „Ecocert" und der „Rainforest Alliance" zertifiziert. Die Hersteller verfolgen seit Beginn der 90er-Jahre die Prinzipien der organischen Landwirtschaft. Sie sind berechtigt das Fairtrade-Gütesiegel zu führen und zudem ein Mitglied des RSPO („Roundtable On Sustainable Palm Oil"). Die SA8000-Norm garantiert die Einhaltung sozialer Produktionsstandards. Die Region entwickelt sich zu einem nachhaltigen Vorbild Kolumbiens.
    Ätherische Öle aus kontrolliert biologischem Anbau sorgen für die feinen Düfte. Ein spanisches Traditionsunternehmen liefert das außergewöhnliche Recyclingglas in Alabaster-Optik."

    Kerzen und Teelichter aus 'Biomasse':
    "Diese schönen, hochwertigen Kerzen bestehen aus rein natürlichen Ölen und Fetten - ohne Verwendung von Stearin aus Palmöl oder Paraffin! Die "Biomasse" wird je nach Verfügbarkeit aus Fetten wie Raps-, Recycling- oder Frittieröl bzw. einer Mischung verschiedener Öle gefertigt. Eine entsprechende Modifikation des Raffinationsprozesses gewährleistet die gleichbleibend hohe Qualität der Masse. Die in der Verwendung klimaneutralen Kerzen brennen gleichmäßig und rußarm ab."
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    schrieb am 25.11.2011 um 13:36
    Man kann auch generell beim Kerzenkauf sparen. Wenn man alle Reste sammelt, die dann einschmilzt und wieder neue Kerzen draus macht. Als Kind war das ein richtiges Highlight für mich. Kann man auch sehr schön bunt schichten. Ein paar Kerzen spart man da schon. Gerade, wenn man teurere kauft, bringt das vielleicht etwas...
    Ach ja, wir haben die Kerzen immer in leere Klorollen gegossen.
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    schrieb am 27.11.2011 um 22:17
    Und wenn man die Kerzenreste mit unterschiedlich farbigen Wachsmalkreidestückchen während des Schmelzens einfärbt, lassen sich sehr attraktive Kerzen mit 'Ringelmuster' kreieren.
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    schrieb am 26.11.2011 um 15:47
    Ich mache super selten Kerzen an, aber jetzt zur Weihnachtszeit, ist das eigentlich ein Muss.
    Ich habe schon bei Alnatura geschaut, die haben aber auch leider keine Kerzen aus biologischem Wertstoff.
    Auch bei Waschbär.de, aber auch da bin ich mir wegen dem Palmöl nicht sicher...
    Und ich glaube, man kriegt die Leute nicht dazu, die Kerzen von Ikea nicht anzurühren, denn leider sind sie, abgesehen von den Inhaltsstoffen, schon toll.
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    schrieb am 27.11.2011 um 22:03
    leider sind natürlich die Inhaltsstoffe das Wesentliche am Produkt.
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    schrieb am 28.11.2011 um 18:52
    Ich kopiere mal eine "Gute Frage" an die Community hier hinein mit wie ich finde guten kritischen Fragen. Auch mir geben die Seiten von biokema und biocandela zu ungenaue Angaben zu ihren Produkten. Da werd ich immer gleich misstrauisch...

    Zitat:
    "Sind Biokema-Kerzen ein Etikettenschwindel oder ein echtes Biomasse-Produkt ?

    Zunächst die Aussage aus http://www.biokema.de/de/wissen/loesung
    "Unsere Kerzen sind aus Rohstoffen, die einem natürlichen Kreislauf unterliegen: Biomasse. (...)

    Rohstoffbasis Biomasse
    „Nachwachsende Rohstoffe (im allgemeinen Sprachgebrauch auch Biomasse) sind organische Stoffe, wie Fette und Öle regionalen Ursprungs, die nicht zur Nahrungsmittel oder Futtermittelherstellung genutzt werden. (...)"

    Aber hier steht http://www.biokema.de/de/wissen
    "Die Firma LipiTec aus der Rhön hat im Thüringischen die klimaneutrale Kerze entwickelt. (...) Stattdessen nutzen die Thüringer Sekundärfette aus zB der Gastronomie oder der Lebensmittelherstellung, die in der Zubereitung von Speisen schon ihren ersten, ethisch vertretbaren Lebenszyklus durchlaufen haben.
    Statt sie als Abfall zu entsorgen, kauft LipiTec die von den Lebensmittelbehörden kontrollierten Rohstoffe auf, unterzieht sie Test- und Reinigungsverfahren."

    "Zur Biomasse gehören laut der Biomassenverordnung auch Produkte, die aus Biomasse entstanden sind."

    Die Krönung ist das Kriterium "regional" ... http://www.biokema.de/de/wissen
    "Der Rohstoff sei regional verfügbar." bzw. "Zudem ist die Kerze aus Stoffen gefertigt, die LipiTec am heimischen Markt einkauft."

    ... bzw. aus http://www.biokema.de/de/wissen/strategie
    "Wir stellen unseren Rohstoff aus regional nachwachsender Biomasse her. Biomasse ist ein Sammelbegriff der regionale Öle und Fette beinhaltet, die in jährlichen Zeiträumen und Zyklen regeneriert wird und nicht als Futter- oder Lebensmittel dient."

    Fa. Biokema beruft sich in der Argumentation auf Fa. LipiTec, identische Adresse beider Unternehmen.

    Meine Fragen:
    Wird hier mit einem regionalem Produkt geworben, weil die sog. Roh- tatsächlich Abfallstoffe regional eingekauft werden ?
    Wird hier mit Bio geworben, weil die "Fette" vom TÜV geprüft wurden, auf was genau ?
    Wird hier natürliche Biomasse-Regeneration mit schnödem Re-/Upcycling verwechselt ?
    Welche Rolle spielen Patent-Thumbnails, die man nicht vergrößern und lesen kann ?
    http://www.biokema.de/de/wissen/proof-of-excellence

    Mich irritiert der unverständliche Mix aus Erdöl-Schimpfe und Biomasse-Verschleierung, gepaar mit Selbst-Zitation.

    Vielleicht haben die User mayer2 bzw. dtisch eine Antwort.

    Gefragt von Robinson am Samstag, 18:51 | 0 Antworten "
    Zitat Ende
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    schrieb am 29.11.2011 um 09:41
    Hallo ruebchen,
    Danke für das Gute-Frage-Zitat von Robinson.
    Wir haben die Biomasse-Kerzen sicherheitshalber aus dem Tipp entfernt.

    Viele Grüße
    Ilona
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    schrieb am 28.12.2011 um 01:07
    Hier nochmal der direkte Link zur Guten Frage zum Nachlesen: http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/sind-biokema-kerzen-ein-etikettenschwindel-oder-ein-echtes

    Die jüngsten Antworten von Biokema & Co. machen auch mich nur noch skeptischer. Auf Nachfragen kommen nur unkonkrete Teilantworten. Mein Fait: Sehr unprofessionell und intransparent das Ganze.
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    schrieb am 28.11.2011 um 19:55
    ui, DANKE sehr ruebchen!
    das nenne ich recherchiert.
    Ich blicke auch nicht mehr durch, und auf Kerzen mag ich nicht verzichten, wenn ich ehrlich bin. Aber was kaufen nun?
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    schrieb am 28.11.2011 um 20:14
    Vielen Dank für die vielen Hinweise.
    Ich bleibe nach dem gelesenen dabei, dass die billigen Paraffin-Kerzen für mich neben Honigkerzen als den "kleinen Luxus" die erste Wahl bleiben. Ich gehe davon aus, dass Paraffin beim Raffinieren von Erdöl genau so effizient gewonnen wird, wie Benzin oder Diesel, so dass der Verbrauch an Kerzen direkt verglichen werden kann mit dem Verbrauch anderer fossiler Produkte in gleicher Gewichtsmenge.
    Für einen Liter Heizöl kann ich mir schon eine nette Weihnachtszeit gestalten. Davon rauschen aber im freistehenden Häuschen im Winter durchaus mehrere tausend Liter durch. Eine Warme Jacke angezogen und die Heizung eins runtergedreht kann wesentlich mehr bewirken. Ferner gehe ich davon aus, dass die Wärmeenergie der Kerze mit einem Wirkungsgrad von rund 100% der Raumheizung zugute kommt, so dass über das Thermostat sogar die Heizenergie im Keller gespart wird.
    Ich bleibe also dabei: Die Kerzen sind für mich ein Randthema, es sei denn, sie werden aus Urwald-Ölen gewonnen. Dann werden sie zum Problemfall.
    Ich sehe immer wieder, dass Alternativen zu den fossilen zumindest auch unangenehme Begleiterscheinungen mit sich bringen. Das gilt für Brennstoffe vielfach noch mehr, als für regenerativen Strom. Die beste Alternative ist immer wieder die massive Einsparung, beispielsweise durch gute Wärmedämmung bzw. Passivhausstandard. Ich selber bin kein Fan von Kerzen. Aber wenn sie bei jemandem fürs Gemüt gut sind, würde ich daran nicht übertrieben sparen, denn Sparen sollte Spaß machen. Lieber gehe ich an Projekte, die meinen Fußabdruck merklich verbessern.
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    schrieb am 28.11.2011 um 21:36
    @ulrich, ja, da stimme ich dir vollkommen zu: Einsparung ist das größte Thema überhaupt. Wir leben über unsere Verhältnisse.
    Aber wer dreht schon die Heizung runter... und zündet Kerzen an und zieht einen dicken Pulli? Meine Nachbarn jedenfalls nicht ;-)

    Die alten Philosophen wussten es schon: Durch Verzicht kommt man zum besseren Genuß ;-)
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    schrieb am 28.11.2011 um 21:49
    Damit ich nicht falsch verstanden werde. Ich will hier nicht das Frieren predigen. Nur bevor sich die Leute aus ökologischen Gründen die Kerzen verbieten haben sie in warmen Klamotten eventuell mehr genossen und mehr CO2 gespart (wenn ihnen Nachhaltigkeit am Herzen liegt).
    Die wesentlichen Einsparungen kommen durch langfristige Veränderungen, die die bei der Auswahl oder dem Bau des Hauses bzw. der Wohnung beginnen, die räumliche Organisation von Arbeitsplatz und Wohnort so wie den entsprechenden Transport beinhalten und die die elektrische Einrichtung betreffen.
    Wer all dies gut organisiert, hat am Ende eher mehr Lebensqualität, als zu enge Gürtel.
    Natürlich ist es etwas für Interessierte. Aber das schöne dabei ist, dass jeder seine individuelle Unabhängigkeit von Fossilen betreiben kann, ohne auf Merkel zu warten.
    Die Kerzen sind für mich dann eher eine Gedankenübung, deren Ergebnisse ich auf die großen Energieverbraucher des privaten Lebens (und natürlich gedanklich auch auf Vorgänge der Volkswirtschaft) übertrage.
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    schrieb am 28.11.2011 um 21:56
    Mir ging's auch nicht ums Frieren. Aber im Winter finde ich normal eine Pulli anzuziehen. Viele aber nicht. Das meinte ich. (und gegen meine Nachbarn habe ich rein gar nichts!)

    Und einfacher ist es, wenn man im eigenen Haus wohnt. Aber bei mir glaubt die BayernVersicherung nicht eine Sekunde daran, ihr Energiepolitik zu verbessern :-(
  • gelöscht am 29.11.2011 um 17:34 von Utopia-Team
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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    schrieb am 07.12.2011 um 16:37
    Gut finde ich auch den oben verlinkten Greenpeace-Beitrag, der dem RSPO-Zertifikat keine glaubwürdige Nachhaltigkeit bescheinigt.
    Mehr dazu: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,589829,00.html
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    schrieb am 28.12.2011 um 00:03
    Hallo Utopia-Team,

    Wenn ich's richtig mitbekommen habe, hattet ihr zunächst eine Empfehlung für biocandela im Artikel, den ihr dann nach den Nachfragen herausgenommen habt. Das finde ich zu wenig.

    Weihnachten ist vorbei, könntet ihr trotzdem nochmal überprüfen, was an der Kritik an biokema / biocandela dran ist? Schließlich ist es eine sehr attraktive Sache, wenn es mit rechten Dingen zugeht. Und es stände utopia auch gut zu Gesicht, einer vielleicht vorschnell gegebenen Empfehlungen nachzugehen. Ehrlich gesagt, hätte ich gehofft, dass ihr die Glaubwürdigkeit des Angebots vor dem Veröffentlichen prüft.

    biokema bemüht sich zu mindest, auf Utopia Antworten zu geben: http://www.utopia.de/profile/biokema
    Die Antworten hinterlassen aber einige an Unklarheit. Ungeschickte Formulierungen? Schutz von Herstellungsprozessen? Verschleierung? Man weiss es nicht.
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    schrieb am 28.12.2011 um 00:30
    Dem schließe ich mich zu 100% an.
    Kerzen aus recyceltem Speiseöl sind zwar nicht zwangsläufig vegan (da niemand weiß, ob nicht irgendjemand seine Pommes mit Schweineschmalz frittiert) aber mit Sicherheit umweltfreundlicher und klimaschonender als ausgerechnet Kerzen aus Sojaöl. Der Sojaanbau in Südamerika wird nun einmal seit geraumer Zeit auf Kosten des Regenwaldes betrieben, wobei es keine Rolle spielt, ob es sich um genverändertes Soja handelt.

    P.S.
    Wenn die Herstellung eines Produkts - wie z.B. von Kerzen aus Sojaöl - nicht nur den Tod vieler Tiere zur Folge hat, deren Lebensraum verloren ging, sondern zum Aussterben ganzer Tierarten führt, fände ich es ohnehin ziemlich abartig, ein solches Produkt als vegan zu bezeichnen, auch wenn der Anbau als solcher pflanzlicher Art ist (wenn man wiederum von den Tieren absieht, die durch Insektizide ihr Leben verlieren).
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    schrieb am 02.01.2012 um 20:22
    Wenn ich eine ökologisch sinnvollere Alternative zu Paraffinkerzen (Verwendung von Erdöl) und Stearinkerzen (Verwendung von Palmöl aus Plantagen, auf denen vorher Urwald stand) habe, dann nutze ich sie auch. Wie ökologisch sinnvoll, finde ich erstmal zweitrangig. Die perfekte Kerze ist vielleicht noch nicht erfunden, aber ausrangierte Speisefette zu recyceln, ist doch eine gute Idee! Die ökologisch perfekte Kerze wäre: gar keine Kerze. Und ein bisschen Kerzenlicht möchte ich mir im Winter schon gönnen.
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    schrieb am 05.01.2012 um 13:33
    Gibt es vertretbare Alternativen zu Kerzen überhaupt?
    Kerzen rußen, und die Rußpartikel sind vergleichbar klein wie Dieselruß, verschmutzen die Decke (Kirchen oder Restaurants mit vielen Kerzen genauer ansehen!) und können AsthmatikerInnen und COPD-Betroffenen beim Einatmen Probleme verursachen, vielleicht sogar die Blut-/Hirn-Schranke überwinden. Ich will das nicht dramatisieren, aber ich will eigentlich insgesamt in meinem Restaurant auf Kerzen verzichten.
    Was sagt Ihr zu
    - nichtrußendem Paraffin (Erdölfraktion) in kleinen Brennern
    - akkubetriebenen, mobilen Leuchtelementen
    - gibt es noch etwas?
    Pendelleuchten von der Decke kommen nicht in Frage, da wir häufiger die Tische umstellen.
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    schrieb am 23.01.2012 um 14:03
    Hat schon mal jemand die Biokema-Teelichte abgebrannt? Meine brennen fürchterlich, Miniflamme, frisst sich nach innen durch, Rand bleibt stehen, fast keine Leuchtkraft! Brenndauer dadurch natürlich ewig. So geht's irgendwie auch nicht, dann lässt man's lieber. Oder habe ich eine schlechte Charge erwischt? Es könnten auch ungeeignete Dochte sein. Hm...
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    schrieb am 23.01.2012 um 14:34
    Ich dachte, ich hätte die Biokema-Teelichte, aber sie nennen sich biotral (www.biotral.de) und mit den Teelichten bin ich sehr zufrieden. Die Stumpenkerzen haben noch heftige Kinderkrankheiten, da bleibt tatsächlich der Rand stehen und die Kerze läuft durch einen Spalt aus. In der nächsten Kerzensaison nehme ich dann halt die "Partylichte" - Kerzen in Gläsern, wozu es auch Nachfüllpacks gibt.
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    schrieb am 06.12.2012 um 16:16
    Bei allem Palmöl-Basching, hier sind es die Kerzen, dort Schokoriegel oder Brotaufstriche, würde es mich mal interessieren in wie weit diese Produkte denn ins Gewicht fallen. Es scheint ja schon immer dass zur Herstellung einiger Produkte Palmöl verwendet wurde. Das es immer schon Landwirtschaft, in Drittländern gab, die dadurch auch ihr Überleben gesichert haben, die dadurch einen Exportartikel hatten um uns hier das Leben zu "versüßen".
    Die ganze Diskussion ensteht doch erst seitdem das Palmöl auch für andere Zwecke herhalten muss, Beispiel E10 Benzin.
    Dahinter steht doch einzig und allein eine riesige Geldmachmaschinerie, die Flächen kauft und roden lässt, korrupte Regierungen und Einfluss der Lobbyisten, weil jeder damit Geld verdienen kann der sich dem System unterwirft. Außer dem Kleinbauern, der bisher von seinem bisschen Palmöl lebend, nun enteignet, entrechtet dasteht, während die Mächtigen ihre Fäden ziehen.
    Sicherlich werden die, die mit dem Palmöl, welches nur der Geldherstellung dient, dieses mit Freude genießen, dass hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird.
    Natürlich ist es besser alternative Produkte zu finden, sicherlich kann der Verbraucher auch darauf einwirken, vielleicht hilft es wenn jemand keine Kerzen oder Schokoriegel mehr kauft, wenn darauf gedrängt wird den Hersteller zum Umdenken zu bringen. Das stoppt aber diesen run auf das Palmöl nicht. Das ist erst zu stoppen wenn wirklich keiner mehr E10 tankt, wenn keiner mehr Produkte aus China kauft, wenn keiner mehr........... Vielleicht ist es auch nur viel einfacher ein Mittelständisches Unternehmen aufs Korn zu nehmen, als eine Regierung, ein ganzes Land oder Weltkonzerne.
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    schrieb am 11.12.2012 um 02:20
    Nur mal so zu Deiner Information: E10 hat nix mit Palmöl zu tun -> andere Baustelle.

    "Palmöl-Bashing": da hast Du Dich sicher etwas mit der Wortwahl vergriffen. Hier werden nur fundierte Konsum-Empfehlungen kommuniziert.

    "...dort Schokoriegel oder Brotaufstriche, würde es mich mal interessieren in wie weit diese Produkte denn ins Gewicht fallen."
    Die weitaus größte Menge des Palmöls wandert in die Lebensmittelproduktion, also z.B. die von Dir erwähnten Schokoriegel und Brotaufstriche.
    Beispiel Margarine: früher wurde sie aus tierischen Fetten hergestellt (Rindertalg, Schweineschmalz usw.). Tierische Fette kamen irgendwann in den Ruf, gesundheitsschädlich zu sein, woraufhin die Margarine aus gehärteten pflamzlichen Ölen hergestellt wurde. Gehärtete pflanzliche Öle kamen irgendwann in den Ruf, gesundheitsschädlich zu sein, woraufhin sie durch Palmöl und -fett ersetzt wurden. Palmöl und -fett ist allerdings aufgrund seiner Zusammensetzung an Fettsäuren ähnlich gesundheitsschädlich wie es früher der in der Margarine verwendete Rindertalg bzw. das Schweineschmalz waren, allerdings dauert es immer eine gewisse Zeit, bis der Konsument dies verinnerlicht hat und somit bleiben den Margarineproduzenten noch ein paar Jahre, mit dem billigen Palmöl ordentlich Profit zu erwirtschaften. Danach kommt wahrscheinlich wieder die Margarine aus Rindertalg...
    In Frankreich hat man mittlerweile übrigens reagiert und plant, Palmöl mit einer Sondersteuer zu belegen (die sogenannte "Nutella-Steuer"): http://www.ernaehrung.de/blog/frankreich-will-palmoel-verstaerkt-besteuern/
    Dies soll einerseits dazu dienen, die gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Palmöl-verzehrs abzumildern (Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind auch in Frankreich der Killer #1) und auch der Regenwaldabholzung entgegenzusteuern. Es wäre schön, wenn es derartige Restriktionen auch bei uns gäbe, oder noch besser, EU-weit.
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    schrieb am 10.12.2012 um 17:28
    Was ist denn mit Kerzen aus Raps-öl?
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    schrieb am 11.12.2012 um 01:39
    Bingo!
    Die hat man hier offensichtlich vergessen zu erwähnen, obwohl sie wahrscheinlich in punkto Nachhaltigkeit und Brennverhalten allererste Wahl sind.
    s. http://www.steinhart.de/kerzen-abc/wachsarten.html
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