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Eine Einführung

E-Bike: Großer Effekt, kleiner Verbrauch


Von Volker Eidems

Ein E-Bike ist ein Fahrrad mit elektrischer Antriebsunterstützung. Grundsätzlich gilt es zwei Arten zu unterscheiden: Sogenannte Pedelecs fahren zulassungsfrei, der Elektromotor hilft nur dem in die Pedale tretenden Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h, dann schaltet er sich automatisch ab, das Gleiche gilt, wenn der Fahrer aufhört zu treten. Für die übrigen Elektrofahrräder mit mehr Leistung ist ein Nummernschild vorgeschrieben, außerdem muss der Fahrer einen entsprechenden Führerschein besitzen. Dafür sind deutlich höhere Geschwindigkeiten möglich – trainierte Amateure sollen es bis an die 100 km/h schaffen. Aktuell boomen die Pedelecs, viele Otto-Normalradfahrer und sogar echte Sportfahrer sind begeistert vom sanften elektrischen Anschub, der Gegenwind und Steigungen belächeln lässt.

Von Alu-Rex bis Winora

In den 80er- und 90er-Jahren waren es klassische Cityräder der Firma Hercules, deren Fahrräder mit Verbrennungshilfsmotor vorwiegend von älteren Herrschaften bewegt wurden. Heute hingegen werden Elektromotoren in sämtliche Radtypen verbaut, vom Trekking- bis zum Rennrad, vom Mountainbike bis zum Cruiser: „Die unterschiedlichen Radtypen sind neu auf der EuroBike 2009“, stellt Pressereferent Frank Gauß fest. Eine Liste der Pedelec-Hersteller erübrigt sich an dieser Stelle, kaum ein namhafter Produzent verzichte mittlerweile auf ein Pedelec im Programm, bestätigt Gauß.

Unterschiede zeigen sich jedoch in der Herangehensweise: Während die einen völlig neue Fahrräder entwickeln, bei denen die Geometrie an die Bedürfnisse der Elektrifizierung angepasst ist, bauen andere Hilfsmotor und Komponenten in bestehende Modelle ein. Räder, bei denen der Motor gleich mitbedacht wird, haben aber Vorteile, neben der Ästhetik – weil Motor und Akku dezenter verbaut werden –, durch andere Schwerpunktsetzung auch bessere Fahreigenschaften.

Sportlicher Mittelmotor für das Fahrrad

Im Prinzip lässt sich jedes Rad mit einem Elektromotor nachrüsten, die Preise beginnen etwa für einen Vorderradnabenmotor bei gut 1000,- Euro. Der Vorteil bei dieser Antriebsart besteht darin, dass eine traditionelle Schaltungseinheit verbaut werden kann. Das nun schwerere Vorderrad führt jedoch zu einem veränderten Fahrverhalten, etwa bei der Lenkung, sportlichen Fahrern ist demnach vom Vorderradmotor abzuraten. So kann es bei Steigungen und mit hinteren Gepäcktaschen auch passieren, dass das Vorderrad die Haftung verliert und durchdreht. Für Trekkingräder bietet sich also eher der Hinterradnabenmotor an, allerdings muss hier die Schaltung angepasst werden, damit wird es schon etwas teurer. In Bezug auf den Schwerpunkt befindet sich der optimale Platz für den Motor in der Rahmenmitte am Tretlager. Ganz findigen Designern gelingt es sogar, Motor und Akku im Rahmen unterzubringen, so dass vom Antrieb hier fast gar nichts mehr zu sehen ist.

Eine grundsätzliche Empfehlung für einen bestimmten Motor gibt es jedoch nicht, je nach Einsatzart gibt es verschiedene Vor- und Nachteile. Sicherlich spielt auch der Preis eine Rolle, es gilt, eine Reihe von Varianten zu vergleichen. Eine regelbare Trittunterstützung macht zum Beispiel dann Sinn, wenn stark unterschiedliche Terrains befahren werden, etwa ebene Straßen, Steigungen und nicht-asphaltierte Strecken.

Vorsicht: bei „billig“ brennt schon mal der Akku

Wie bei herkömmlichen Fahrrädern sprechen Praxistests eine klare Sprache: Billig taugt nichts. Die günstigsten Pedelecs kosten keine 600 Euro, die Testergebnisse reichen bei den unteren Preiskategorien jedoch von schlampiger Verarbeitung bis zu brennenden (!) Akkus. Alles spricht daher für ein Rad eines Markenherstellers, hier gelten Preise von 1500 bis 3000 Euro für das solide Mittelfeld. Umfangreiche Testergebnisse zu einzelnen Herstellern und Modellen finden sich auf der Internetseite des Vereins Extra-Energy, der aktuell auch wieder Testfahrer sucht.

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Stand: 04.09.2009 von

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    schrieb am 19.01.2012 um 15:24
    Toller lesenswerter Artikel!
    FLAME ON
    Ein kleiner Fehler hat sich allerding in diesem Artikel eingeschlichen: Die klassischen Cityräder der Firma Hercules mit Verbrennungshilfsmotor, die vorwiegend von älteren Herrschaften bewegt wurden, gab es auch schon in den 1970ern und waren genauso häufig anzutreffen wie in den 1980ern!...:-)
    FLAME OFF
    Aber dies schmälert den Artikel auch nicht...:-) mehr weniger
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    schrieb am 09.03.2011 um 17:59
    ebike ist unsere zukunft.
    http://www.electric-bicycle.de/
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    schrieb am 13.07.2010 um 05:13
    Der Umsatz von Pedelecs ist gigantisch, angeblich 200tds. in diesem Jahr allein. Die Technik alles andere als ausgereift, vor allem die Batterien lassen sehr zu wünschen übrig, die Wartung höchst schwierig, Bei meinem Giant muss das Ding immer nach Düsseldorf geschickt werden und die können es auch nicht.

    Diesen Sommer an den Hügeln von Bornholm hat das Giant Rad mit seinen zwei Batterien gezeigt, wie wenig es kann. Fast im Minutentakt leere sich die Batterie. Man sollte immer ein Ladegerät mit sich nehmen, denn Schieben ist dann wikliche Schwerstarbeit. mehr weniger
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    schrieb am 14.01.2010 um 15:13
    hallo erstmal

    ich hab seit nem halben jahr ein e.bike. hat 2600 gekostet fährt mit rückenwind schon mal 38 kmh. durchschnittlich 30. mit der angegebenen leistung und der akkureichweite bin ich aber unzufrieden. muss viel häufiger aufladen als angegeben. so hält der akku nicht lang. bei kälte macht der akku mal richtig schnell schlapp. wenn ihr eins kaufen wollt leiht euch erst mal eins für minimum ne woche aus. nach 500 km hat der kettenantrieb schon probleme gemacht. kette ging immer runter und verklemmte sich. wer sein fahrrad liebt ... usw. der akku ist ökkologisch auch zweifelhaft li io mangan.
    will also gut überlegt sein.

    grüsse mehr weniger
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    schrieb am 04.01.2010 um 14:42
    Hallo, ja ich bin gerade begeistert von der Möglichkeit der Pedeltec-Technik. In diesem Frühjahr stelle ich ein Transportrad mit Pedeltec-Antrieb zusammen. Darauf soll eine Fahrradwerkstatt aufgebaut werden, mit der ehrenamtlich Schulen besucht werden und die Kinderfahrräder auf Verkehrssicherheit überprüft werden. Dieses Projekt findet in Hannover statt, wo ich auch nur mit Fahrrad unterwegs bin (hab ca. 17 Stück, für verschiedene Zwecke), aber die Transportmöglichkeit von größeren Geräten wie z.B. Mögel, Waschmaschine, Umzugskisten, u.ä., sollte auch mit einem Fahrrad möglich sein. Mein bisheriges Transportrad ist zwar schön klassisch, aber schwergängig und da schmerzen mir schnell die Knie. Deshalb freue ich mich richtig auf das Pedalpower.de Transportrad aus Berlin, mit 27-Gang Kettenschaltung und BionX-Motor. Das Eigengewicht beträgt mit Motor und Akkus ca. 45kg, (ohne Werkstattaufbau), es können aber 100kg zugeladen werden. Ich finde es ganz wichtig eine Alternative zum Autoverkehr in der Stadt zu finden, gerade bei größeren Einkäufen taucht die Frage auf, Auto leihen oder bringen lassen, was ja auch wieder C02´s, Lärm, Verkehrsbelastung und Zeit zur Organisation kostet. Mit dem Transportfahrrad möchte ich auch Werbung für alternative Beförderungsmöglichkeiten in der Stadt machen, denn immer noch ist das Auto ein sehr starker Anziehungspunkt für Fortschritt und Wohlstand, aber zu einem sehr hohen Zerstörungspreis. Deshalb finde ich die Weiterentwicklung der Pedelec-Fahrradtechnik wunderbar und nachhaltig vorbildlich um eine Alternative auch zum Elektroauto zu bieten, denn allein um das Eigengewicht eines E-Autos zu bewegen muß ein mehrfaches an Energie aufgebraucht werden wie beim E-Bike.
    Das wird ein ganz spannendes und tolles Jahr 2010! mehr weniger
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