Den Konsumkreislauf durchbrechen
Das größte Manko an der weit verbreiteten Wegwerf- und Neukauf-Mentalität ist die damit einhergehende Ressourcenverschwendung. Alte Bücher sind noch genau so lesbar wie am ersten Tag, ebenso verhält es sich mit digitalen Datenträgern. Nur weil dem Käufer der Inhalt bekannt ist, heißt das nicht, dass er für einen Anderen nicht noch spannend und neu wäre. Im Müll verschwindet damit also ein noch lange nicht verbrauchter Gegenstand, während anderswo derselbe Inhalt auf neuem, extra hergestelltem Material wieder aufwändig produziert wird. Durch Tauschen lässt sich dieser Kreislauf durchbrechen und unnötige Umweltbelastung vermeiden. Es gibt lokale Tauschpartys und Flohmärkte, doch das Internet ermöglicht eine wesentlich erweiterte Zielgruppe und vergrößert die Chance, auf Gleichgesinnte zu stoßen.
Verkaufen lohnt nicht immer
Dem umtriebigen Wirtschaftsbürger mag der Verkauf auf Kleinanzeigenportalen (quoka.de) oder Auktionsseiten (ebay.de) bei Gebrauchtem am naheliegendsten erscheinen. Für Handys, teure Klamotten, Möbel, etc. ist dies auch oft die beste Idee, aber für Kleinartikel findet man selten Interessenten. Alte Bücher, DVDs und CDs tauschen ist deswegen oft mehr von Erfolg gekrönt und – wer weiß – vielleicht finden Sie beim Stöbern ja genau den Klassiker, den Sie eigentlich eh schon lange suchen.
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So funktionieren Online Tauschbörsen
Im Prinzip funktionieren Tauschplattformen im Internet genau wie Tauschen im richtigen Leben. Bei einigen Plattformen erhält man jedoch für angebotene und vergebene Artikel Tauschpunkte, eine Art virtueller Währung, die je nach Portal einen anderen Namen haben. Mit diesen Tauschpunkten kann man nun wiederum im Portal auf Streifzug gehen und nach CDs, Büchern, DVDs, etc. suchen und diese auch „erwerben“. Das hat den Vorteil, dass man nicht an Ort und Stelle etwas tauschen muss, sondern bequem suchen kann, bis man etwas von Interesse findet. Es bindet jedoch auch an die jeweilige Plattform und deren Angebot. Oft unterhalten die Börsen noch eine Community, in der man Gleichgesinnte finden und Gesuche aufgeben kann.
Das passende Angebot beachten
Ein Tipp zum Schluss: Beachten Sie, dass auf Tauschbörsen, genau wie überall, die Nachfrage das Angebot bestimmt. Für Bestseller werden Sie dementsprechend schnell jemanden finden, der Ihnen ein gutes Angebot macht. Ausgefallenes abseits vom populären Geschmack wird dagegen wenige oder vielleicht gar keine Abnehmer finden.
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Einen moderneren Weg beschreitet das finnische Startup Fribi, das die beiden großen Internetphänomene der Stunde, Social und Mobile, zu vereinen sucht. In einem Netzwerk werden einem sowohl Freunde als auch Mitglieder in der Nähe angezeigt, die etwas umsonst abzugeben haben. Das Design ist ansprechend und die Verknüpfung von sozialem und mobilen so simpel wie genial. Bleibt abzuwarten, wie gut der Markteintritt gelingt. Die App ist vorerst nur für iPhone, ab Mai aber auch für Android zu haben. |
Andere Tauschbörsen
Es gibt noch zahlreiche andere Tauschbörsen, die in Sachen Angebot und Größe stark variieren. Kleiderkreisel.de ist zum Beispiel eine auf Klamotten spezialisierte Plattform, auf der sowohl verkauft als auch getauscht werden kann. Für Spielefreaks gibt es die Videospiel Tauschbörse Game-Change.de.
Die utopische Alternative
Noch einen Schritt weiter als Müllvermeidung gehen: Upcycling - Aus Müll mach Neu heisst das Zauberwort


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Kommentare (19)
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Passend dazu möchte ich als erstes das von mir geplante gemeinnützige Portal mit nachhaltigem Marktplatz vorstellen, welches ich per crowdfunding über startnext finanzieren möchte. Hier gehts zur funding Seite: http://www.startnext.de/nachhaltiger-konsum
Und hier zum Thread auf Utopia: http://www.utopia.de/gruppen/gruendung-nachhaltiger-1089/diskussion/projekt-nachhaltiger-konsum-205117
Andere Portale die ich gerne noch erwähnen möchte sind:
http://www.tauschchip.de/
http://www.onnepank.ee/
http://www.shareandcare.at/
http://foodsharing.de/
(@ben-g: mit Kleiderkreisel hab ich leider noch keine Erfahrung gemacht, obwohl ich bereits einige Zeit lang angemeldet bin. Bisher hatte ich nur das Forum genutzt. Das Forum dort zu nutzen kann ich übrigend den anderen Utopisten auch empfehlen. Denn dort kann man direkt die Personen erreichen die sich mit vielen Dingen einfach zu wenig beschäftigt haben) mehr weniger
Wer viel angesammelt hat und sich davon befreien möchte, der kann sich schlau machen, ob es nicht „Verschenkläden“ in der Nähe gibt. Die Tafeln nehmen auch viel an.
Tauschen ist aber der Clou! Meine Tochter ist beim Kleiderkreisel und da geht es richtig rund! Erstaunlich, was bei uns fast wöchentlich eintrudelt, teilweise neue Sachen mit Etikett, topaktuell - genau richtig für junge Menschen mit kleinem Budget und großen Klamottenhunger. Auf ebay ist viel Konkurrenz und vieles wird man gar nicht erst los- insbesondere Bücher nicht. Auf amazon ist es zu teuer (je Buch 0,99 Einstellgebühr), zudem kommerziell ausgerichtet, ein Riesenmoloch mit schlechten Arbeitsbedingungen. Das muss man wirklich nicht unterstützen. Buchpreise sind eh preisgebunden und sollte man besser beim Buchhändler vor Ort bestellen. Da weiß man, welche Familie davon leben muss und kann noch ein Schwätzchen halten. Viel menschlicher als ein anonymer Riesenkonzern, der nur durch Masse besticht. . mehr weniger
Jeder ist herzlich eingeladen bei uns mitzumachen!
https://www.facebook.com/groups/verschenks
Viele Grüße,
Lukas mehr weniger