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Ratgeber zur EM

Der kleine Public Viewing-Knigge


Am Freitag startet die Fußball-Europameisterschaft 2012 und lässt nicht nur Männerherzen höher schlagen. Endlich wieder Fuppes, Bier und Public Viewing. Die politische Situation im Gastgeberland Ukraine hat einige Fans zu Protest oder gar Boykott veranlasst. Ob und in welchem Umfang man die EM für sich zelebriert, bleibt aber selbstverständlich jedem einzelnen übelassen. Wir haben uns Gedanken über die Umweltauswirkungen von Public Viewing gemacht und haben festgestellt, dass jeder von uns durch bewussteres Verhalten beim öffentlichen Fußballschauen dazu beitragen kann, die Veranstaltungen weniger umweltbelastend zu gestalten. Viele Handlungsempfehlungen sind nicht neu, trotzdem aber erwähnenswert, um wieder in Bewusstsein zu rücken. Wer also nicht auf das Fußball-Event des Jahres verzichten möchte oder sich die Spiele im stillen Kämmerlein ansehen will, der sollte zuvor noch ein paar Public Viewing-Benimm-dich-Regeln lernen. Haben Sie Spaß und genießen Sie die EM 2012.

besser:Fußball schauen

  • Ausrüstung

    Weniger ist mehr, lautet der Trend im Jahr 2012. Versuchen Sie im Sinne der Müllvermeidung, keine Fanartikel neu zu kaufen, auch wenn sie an jeder Ecke für einen schlappen Euro erhältlich sind. Wühlen Sie lieber mal im Keller und schauen Sie nach, ob da nicht noch die Deutschland-Flagge von 2006 oder der WM-Hut von 2010 liegt. Sich schwarz-rot-goldene Farbe ins Gesicht zu malen ist okay. Bunte Bio-Schminkstifte gibt es von Sante. Und dieses Jahr bitte keine Vuvuzelas. Wir sind nicht mehr in Südafrika, Zapfenstreiche gibt es auch nicht zu betröten und unsere Ohren werden sich auch bedanken. Und da Sie mit so wenig Fan-Ausrüstung gekommen sind, haben Sie nun die Hände frei zum klatschen und mehr Platz zum Jubeln.

  • Versorgung

    Zu Fußball gehört Bier, ganz klar. Am besten leckeres Bio-Bier, auch klar. Um Ihnen die Entscheidung, zu welchem Bio-Bier sie greifen sollten, zu vereinfachen, hat Utopia das köstliche Gebräu getestet. Die Ergebnisse gibt es in Kürze, seien Sie gespannt. Beim Public Viewing ist es aber natürlich oft so, dass man sich seine eigenen Getränke nicht mitbringen darf, sondern vor Ort im Pfandbecher kaufen muss. Vermeiden Sie Müll, indem Sie die Plastikbecher mehrfach verwenden. Und sowieso gilt: Müll gehört in die Tonne und nicht in die Natur. Den Rauchern unter Ihnen raten wir, dieses Jahr auf die Kippe beim Public Viewing zu verzichten. Lässt mehr Atem zum Jubelschrei und nervt die Menschen drumherum weniger. Wer es aber gar nicht sein lassen kann, kann sich von Utopist "enzio" Tipps für grüneres Rauchen holen.

  • Unterwegs sein

    Kommen Sie zu Ihrem Public Viewing Event doch mal mit dem Fahrrad. Spart CO2, Geld und Nerven. Nach einer Berechnung von ClimatePartner verursachen die
    Public-Viewing-Veranstaltungen nämlich durchschnittlich pro Besucher 25 Kilogramm CO2, zum Beispiel durch Energieverbrauch der Veranstaltung selbst, aber eben auch durch die Anfahrt der Fans. Und Fahrradkorsos nach dem Sieg sind um einiges lustiger und umweltfreundlicher als Autokorsos. Klingeln statt Hupen, ist das Motto. Müssen Sie von weiter außerhalb anreisen, dann bilden Sie Mitfahrgemeinschaften. Oder besser noch: Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel. Dann steht auch dem Bierkonsum nichts mehr im Wege.

  • Vor Ort

    Auch am Ort des Geschehens muss nicht ausschließlich Fußball gucken angesagt sein. Werden Sie aus der Ferne politisch aktiv. Nutzen Sie das Internet nicht, um sich die zehnte Vuvuzela zu bestellen, sondern informieren Sie sich über herrschende Missstände im Gastgeberland. Zeigen Sie zum Beispiel zusammen mit Amnesty International der ukrainischen Polizeigewalt die rote Karte oder setzen Sie sich mit Peta gegen die Hundetötungen ein. Nur zwei Aktionen, die es zu unterstützen gilt. Verfassen oder unterschreiben Sie Petitionen und diskutieren Sie mit.

  • Miteinander

    Beim Public Viewing geht es vor allem auch um das Miteinander. Alleine Fußball gucken ist doof, zusammen macht es viel mehr Spaß. Vor allem: 10.000 Menschen vor einer großen Leinwand statt 10.000 eingeschaltete Fernseher spart Unmengen an Strom. Der Stromverbrauch steigt nämlich hierzulande immens an, sobald eine Fußball-Meisterschaft stattfindet. Der Olympische Deutsche Sportbund hat einen Verbrauch von rund 50 Millionen Kilowattstunden pro Spiel errechnet. Gemeinsam schauen ist also nicht nur lustiger, sondern auch umweltfreudlicher. Schauen Sie ein Spiel zu Hause, vergessen Sie nicht, danach den Standby-Schalter auszuknipsen.

Diskutieren Sie mit!

Utopist "berniewa" fragt die Utopia Community: "Wie 'konsumiert' Ihr die Fußball EM?". Diskutieren Sie mit und verraten Sie, wie Sie zur diesjährigen EM stehen, wo und wie Sie sich die Spiele anschauen werden oder warum Sie sich für den Boykott entschieden haben.

Stand: 06.06.2012 von

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    schrieb am 06.06.2012 um 15:30
    ich weiß gar nicht warum so etwas hier steht.
    Wir boykotieren die ganze EM.
    Es sollte ja bekannt sein das in den Austragungsländern die Straßenhunde ermordet wurden um die Straßen "sauber zu halten"!
    Außerdem werden Menschen in den "dritte Welt Ländern" ausgebeutet die zB. die Bälle und Trikots nähen (das machen auch Kinder!)
    Zum Dritten werden Menschen aus ihren Wohnungen gekündigt und regelrecht auf die Straßen geworfen weil die Wohnungen für die vielen Mitwirkenden der EM gebraucht werden oder ganze Häuser werden abgerissen weil dort EM Wohnungen für die Spieler gebaut werden die später an Reiche vermietet werden usw.
    Und was das ganze sowieso alles kostet, Kosten die man anderweitig sinnvoller und nachhaltiger einsetzten könnte.
    Zu guter Letzt ist die FIFA ein Haufen koruptionärer Ausbeuter..... was soll man dazu noch sagen! mehr weniger
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