Ausgeglüht!
7Am 1. September geht für die alte 75-Watt-Glühbirne in der EU das... mehr
Duschen: 12 bis 15 Liter Wasser rauschen in der Minute durch den Duschkopf. Wer drei Minuten unter der Brause steht, verbraucht rund 40 Liter Wasser. Wenn Sie nicht zu heiß duschen, hält sich der Energiebedarf aber in Grenzen. 40 Grad sind moderat, wer's kälter mag, spart mit jedem Grad niedriger weiteres CO2 ein. Profis lassen’s kurz sprudeln, seifen sich dann ein und machen die Brause erst zum Abduschen wieder an.
Elektrische Zahnbürste: Eine elektrische Zahnbürste ist effektiver bei der Mundhygiene, als das Zähneputzen per Hand – das haben Tests bewiesen. Und für eine Zahnarztbehandlung müssen auch Ressourcen aufgewendet werden (Amalgam!). Deshalb ist das E-Putzen schon in Ordnung. Vorausgesetzt: Sie laden ihre Zahnbürste nur auf, wenn Sie wirklich Saft braucht und nehmen ansonsten das Stromteil vom Netz. Und weil es immer noch Leute gibt, die den Wasserhahn laufen lassen beim Putzen: Stellen Sie einen Zahnputzbecher in Signalfarbe neben die Armatur. Drei Minuten Wasserlaufen entsprechen neben der Wasserverschwendung noch einem CO2-Äquivalent von 460 Gramm.
Badewanne: Für ein Vollbad benötigt man in der Regel 120 Liter Wasser (dreimal mehr als bei einer Drei-Minuten-Dusche). Tägliches Baden geht schnell ins Geld und ist weder gut für den Säureschutzmantel der Haut noch für die Umwelt. Der nette Tipp, zu zweit zu baden um Wasser zu sparen, klingt zwar romantisch, ist aber vor allem eines: sehr unbequem. Wenn Sie baden, dann überlegen Sie sich, ob Sie das Badewasser noch weiter verwenden können. Mit etwas Essig angereichert eignet es sich als Schrubbwasser fürs Treppenhaus.
Badarmaturen: Gut, wenn hier eine moderne Mischbatterie installiert ist. Da haben Sie einen Hebel, der die Wassertemperatur reguliert und müssen nicht erst durch händisches Abmischen die Temperatur selbst einstellen. So verschwenden Sie weniger Wasser und verbrühen sich nicht ständig unter der Dusche.
Radio: Wer morgens klimafreundlich in Stimmung kommen möchte, der pfeift ein fröhliches Lied oder singt unter der Dusche. Wer unmusikalisch ist, dreht ohne schlechtes Gewissen das Radio auf. Radios brauchen in der Regel nur wenig Strom, zumeist unter einem Watt pro Stunde. Aber immer daran denken: Wenn die Morgentoilette erledigt ist, Stecker ziehen. Auch ein Radio verbraucht Strom, wenn es ausgeschaltet ist. Wasserdichte Duschradios (gerne in lustiger Schwamm-Optik!) sind nicht nur batteriegetrieben, sondern albern und ziemlich überflüssig.
Sparwasserspülung: Jeder Deutsche verbraucht durchschnittlich 130 Liter am Tag. Der größte Teil davon (40 Liter) geht beim Klospülen flöten, nur 2,6 Liter werden zum Trinken und Kochen verwendet. Auch wenn niemand auf die Idee kommen würde, einen Schluck aus der Kloschüssel zu nehmen: Mit jeder Spülung rauscht wertvolles Trinkwasser in die Kanalisation. Mittlerweile gehören Spartasten zum Standard. Ein Vierpersonen-Haushalt spart damit bis zu 20.000 Liter Wasser pro Jahr. Nicht jeder kann sich eine Regenwassernutzungsanlage installieren lassen. Einen neuen Spülkasten aber schon. Je älter ihre WC-Ausstattung, desto verschwenderischer geht sie nämlich in der Regel mit dem Wasser um. Setzen Sie Ihren Vermieter ruhig mal auf den Topf.
Fön: Nur wenige Besitzer von Kurzhaarfrisuren brauchen wirklich einen Fön. Weil es aber sinnvoll ist, im Winter nicht mit nassen Haaren ins Freie zu gehen, wollen wir ihn für alle anderen nicht madig machen. Zwar braucht ein Fön mit über 1000 Watt pro Stunde sehr viel Strom (Zum Vergleich: Ein Ventilator braucht auf gleicher Stufe rund 30 Watt), aber man fönt sich ja auch nicht tagelang die Haare. Und wenn Sie dann noch einen Fön mit energiesparender Kaltluftfunktion haben, ist alles gut.
Haarspray: Spraydosen waren lange Zeit das böse Symbol für den Treibhauseffekt. Mittlerweile sind die Haarspraydosen FCKW-frei. Gesundheitsbelastende Treibstoffe sind aber nach wie vor drin. Am besten gleich Pumpspray benutzen oder soweit möglich auf Frisiercreme oder Wachs umsteigen.
Spiegelbeleuchtung: Hier bringen natürlich Energiesparlampen Licht ins Dunkel. Die besten finden Sie bei uns im Produktguide.
Rasierapparat: Hier wird’s besonders schwierig. Ist elektrisch besser? Oder doch lieber nass, um Strom zu sparen? Dann hat man noch den Schaum und die Einwegklingen; denn ein Rasiermesser ist nicht jedermanns Sache. Das Ökoinstitut konnte uns bei dieser Gretchenfrage nicht weiter helfen – es gibt keine Datenbasis. Angesichts des Müllbergs aus Rasierschaumdosen und Einwegklingen tendieren wir gefühlsmäßig aber zum elektrischen Rasierer – wenn nicht jedes Jahr ein neuer gekauft wird
Duschköpfe: Hier gehört ein Sparduschkopf hin. Mit ihm wird durch Luftbeimischung mit wenig Wasser eine sehr gute Strahlwirkung erzielt. Während bei der konventionellen Dusche rund 15 Liter pro Minute durch die Düsen rauschen, sind es mit einem Sparduschkopf bis zu neun Litern weniger.
Handtücher: Mittlerweile wird man in fast jedem Hotel-Badezimmer aufgefordert, seine Handtücher nicht jeden Tag auswechseln zu lassen, um die Umwelt zu entlasten. Denn je kleiner die Waschzyklen eines Textils sind, desto mehr Energie wird aufgewendet. Wer nicht auf der Baustelle arbeitet oder täglich Hochleistungssport macht, kann die Handtücher problemlos im Wochenrhythmus waschen – oder auch in noch längeren Intervallen.
Waschmaschine: Waschen und Trocknen von Wäsche trägt mit knapp drei Prozent zu den gesamten Umweltauswirkungen privater Haushalte bei. Zwar verbrauchen Waschmaschinen mit rund 1,5 Kilowattstunden (90-Grad-Wäsche) heute wesentlich weniger Energie als noch in den 80er Jahren. Durch falsches Befüllen und zu hohe Waschtemperaturen verpufft dieser Vorteil aber oft. Wer sein Lieblingsteil oft tragen möchte, lässt die Waschmaschine halt auch halbleer laufen. Drücken Sie aber lieber erst auf den Startknopf, wenn Sie die Wäsche entsprechend der Trommelgröße auch wirklich zusammen haben, das sind in der Regel fünf Kilo. Größere Trommeln sind nur dann umweltfreundlicher, wenn Sie auch das nötige Wäschevolumen dafür haben. Wer darauf achtet und mit niedriger Temperatur (30 bis 40 Grad genügen in den allermeisten Fällen) kann bis zu 70 Kilowattstunden Strom sparen (Zwei-Personen-Haushalt).
Besonders energieeffiziente Maschinen finden Sie bei http://www.ecotopten.de/. Statt eines Vollwaschmittels nehmen Sie ein Colorwaschmittel – das schont die Farben und belastet die Umwelt weniger. Passende Waschmittel in unserem Produktguide.
Trockner: Textilschonender und klimafreundlicher als draußen an der Wäscheleine kriegen Sie Ihre Klamotten niemals trockener. Aber einer Großfamilie in der Etagenwohnung wollen wir das praktische, aber energielastige Hilfsgerät mal zugestehen. Und bevor für die Wäsche erst die Heizung angeworfen werden muss, sollten Sie doch über die Alternative Trockner nachdenken – die Heizung verbraucht allemal mehr als das Haushaltsgerät. Vorausgesetzt, es ist kein Uraltgerät, sondern ein moderner Wärmepumpentrockner oder ein Gastrockner – falls Sie einen Gasanschluss haben. Die sind in der Anschaffung zwar teurer, machen den höheren Preis aber schnell wett: Ein Gerät der Effizienzklasse A verbraucht pro Jahr rund 140 Kwh Strom, und damit mehr als die Hälfte weniger, als ein älteres Gerät der Klasse C. Ein paar Empfehlungen finden Sie bei http://www.ecotopten.de/.
Toilettenpapier: Wer schon mal in Japan war, weiß, dass auch die modernste Spritzvorrichtung im Toilettenbecken keine Alternative zum Toilettenpapier darstellt. Beim Kauf von Hygienepapier darauf achten, dass es zu 100 Prozent aus Recyclingpapier besteht – am besten auf den blauen Umweltengel achten.
Quietscheentchen: Sie werden es vielleicht nicht glauben, aber es gibt mittlerweile auch ökorrekte Quietscheentchen, frei von PVC, aus Naturlatex und Naturfarben. Schauen Sie mal hier: http://www.naturfarben.de/Spielfigur.62.0.html
Lockenstab: Ein Lockenstab kommt nicht jeden Tag zum Einsatz. Wenn Sie darauf achten, dass Ihr Lockenstab nicht mehr verbraucht als 50 Watt, dann drehen Sie ruhig am Haar.
Duschvorhang: Duschvorhänge gibt es auch PVC-frei. Die lassen sich besser recyceln. Auch bei einem Duschvorhang gilt: Je länger er hält, desto umweltfreundlicher. Plastikbilligkram, der nach zwei Monaten verschimmelt in den Abfall wandert, kommt Sie auf Dauer teurer zu sehen, als ein imprägnierter, stabiler Vorhang, der nicht sofort einreißt.
Hier geht's ins Schlafzimmer
Dank an: Dr. Rainer Grießhammer, Öko-Institut, Uni Bayreuth, Klaus Winterholler (Flash)
Jeder Protest hat eine positive Kehrseite. Hier mein Beispiel: Wer gegen Atomkraftwerke ...
mehr
Kommentare (20)
abonnieren
heartwise_ch
MyVeganWorld.de
heartwise_ch
schrieb am 28.10.2009 um 13:20Meine Dusche bleibt die Dusche meist aus und ich wasche mich mit einem Waschlappen wie meine Großmutter das getan hat. Vielleicht liegt es an meinem Japanischen Taschentuch aus Baumwolle und Viskose mit zwei unterschiedlichen Oberflächen (von www.manufactum.de ), das ich als Lappen benutze, dass ich das so sehr mag.
Tanja Selentschik
Tanja
Tanja Selentschik
schrieb am 05.07.2009 um 14:19Kommentar schreiben
Bitte neu registrieren oder anmelden um einen Kommentar zu schreiben.