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CO2-Vergleich

Elektroauto? Nur mit grünem Strom!


Der Stammtisch hat Recht. Strom für Elektroautos kommt nicht aus der Steckdose. Er wird in Deutschland vor allem in veralteten Kohle- und morschen Atomkraftwerken produziert. Dazu gesellt sich der schnell wachsende Anteil der erneuerbaren Energien: Wind- und Wasserkraft, Photovoltaik und Biomasse stellen bald 20 Prozent im so genannten Strommix. Wer ein Elektroauto wahllos anstöpselt, muss sich zu Recht vorwerfen lassen, für alle kraftwerksseitigen Emissionen plus strahlendem Müll verantwortlich zu sein. In den Kneipen und Bars heißt es dann: „Deiner ist für den Kraftwerksdreck verantwortlich. Meiner nimmt nur 5,3 Liter Diesel.“ Stimmt – und stimmt nicht, denn hier wird fälschlich die Bilanz WTW mit der TTW verglichen. Wie bitte?

Für den Geldbeutel zählt Tank-To-Wheel (TTW)

Autofahrer denken beim Verbrauch im Regelfall zuerst an ihre Kosten. Sie bezahlen für Benzin, Diesel und Gas an der Zapfsäule. Tank-To-Wheel (TTW) nennt man die Emissionen, die dabei entstehen. Zuerst Kohlendioxid. Und Stickoxide, Feinstpartikel und Kohlenwasserstoffe. Hier ist das Elektroauto überlegen, denn diese klassischen Emissionen sind null, und zumindest beim Anfahren sind Stromer leiser. Beleidigt von dieser Niederlage verweisen die modernen Protzer des Verbrennerfahrens („meiner nimmt nur...“) auf die Stromproduktion. Und vergessen dabei, dass auch die fossilen Ressourcen erst von Exxon und British Petroleum vom Bohrloch über die Raffinerie bis zum lokalen Multishop gebrachten werden müssen. Diese Gesamtbetrachtung von der Quelle bis zum Rad heißt Well-To-Wheel (WTW).

BEV=battery electric vehicle=vollelektrisches Auto

PHEV=plug-in-hybrid electric vehicle=Hybridauto mit Lademöglichkeit an der Steckdose

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Stand: 04.08.2010 von

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    schrieb am 26.05.2011 um 14:02
    Mir stellt sich vor allen Dingen die Frage der Entsorgung der Batterien, wenn sie zu Schrott werden.
    Schaffen wir uns nicht wieder etwas an, was als Sondermüll entsorgt werden muss und gleichzeitig risikoreiches Lagern mit sich bringt.

    Meiner Meinung nach wäre es besser, nach einer Form von Energie zu suchen (Wasserstoff?), die keine
    besondere Müllentsorgung benötigt.

    Wie denkt Ihr darüber? mehr weniger
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    schrieb am 28.01.2011 um 10:04
    Wichtig ist, dass mit dem Elektroauto endlich mal die Möglichkeit geschaffen wird, grünen Strom zu tanken. Deswegen sollte man das nicht gleich verteufeln, wenn zwischenzeitlich noch aus dem Strommix getankt werden muss.

    Über kurz oder lang laden wir die Elektroautos sowieso mit grünem Strom. Und diejenigen, die sich heutzutage die ersten Elektroautos kaufen, machen das sowieso.

    Also keine Panik. Wichtig ist erstmal die Technik! Benzinautos werde ich auch in Zukunft nur fossil tanken können. mehr weniger
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    schrieb am 19.11.2010 um 18:04
    Deutschlands Kernkraftwerke sind trotz der verkehrten Politik keineswegs morsch. Vielmehr zeigen ihre Produktionsrekorde, dass auch im verkohlten, geschröderten und heruntergemerkelten Deutschland noch Spitzenleistungen möglich sind.
    Das Kernkraftwerk Unterweser hat mit über 300 Milliarden KWh Strom seit 1978 mehr erzeugt, als jedes andere Kraftwerk auf diesem Planeten.
    Unsere kleine Volkswirtschaft ist auf gesunde Nachbarn angewiesen; ein weiterer Niedergang der Euro-Zone würde auch uns in den Abgrund reissen....

    Rotgrün ist auch bei uns ein bekanntes Übel; sie geben vor, unsere Mitwelt erhalten zu wollen und unsere Arbeitsbedingungen zu schützen; in Wirklichkeit sind sie aber Sesselkleber, Subventionsfreunde und Technikgegner. Schade, wie die ernsthaften Anliegen weiter Bevölkerungskreise missbraucht werden! mehr weniger
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    schrieb am 19.08.2010 um 13:27
    lieber ertpol
    das is ja ganz toll mit der tram aber ich komme aus dem niedersächsischen nirgendwo.
    ich meine eltern wohnen dort immernoch in einer kleinstadt ca 60 km von bremen
    wenn ich nach hause fahren will fahr ich bahn, und muß mich dann die letzten 15 km abholen lassen da die bestehende bahnstrecke teils stillgelegt ist, teils ausschließlich zu industriellen Cargozwecken benutzt wird.
    soll heißen wenn die bahn die strecke schon in meiner kindheit stilllegt wird sichdieses konzept wohl kaum weiter durchsetzen.
    nicht falsch verstehn, ich würd mich freuen wenns gehen würde aber ich denke nicht das meine kleinstadt je wieder an die bahn angeschlossen wird
    daher denke ich das auf dem land kein weg an individualverkehr vorbeigeht... hoffendlich kommt die bahn mal auf den bolzen die gelder und preise besser zu verwalten damit ihre car und bike sharing konzepte besser genutzt werden können.
    das würd mir fürs erste reichen mehr weniger
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    schrieb am 05.08.2010 um 21:04
    Gute Studie! Freue mich über die Bestätigung meiner Meinung: Energieverbrauch und CO2-Ausstoß von Elektroautos sind ungefähr gleich wie bei konventionellen Autos. Ökostrom kaufen ist nie verkehrt, aber auch damit ändert sich nichts, da dieser Ökostrom dann nicht mehr als Ersatz für fossilen Strom zur Verfügung steht. Nur mit Überschüssen aus einer Sturmnacht, "die sonst keiner gekauft hätte", sind Elektroautos tatsächlich 100% emissionsfrei - aber wer wartet auf einen Sturm, bevor er losfährt? Und das Stromnetz wird hoffentlich ausgebaut, sodass in absehbarer Zeit alle Windenergieeinspeisungen verwertet werden können (in Norwegen stehen genügend Speicherkraftwerke bereit). mehr weniger
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