Ausgeglüht!
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Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Wie’s dem Huhn beim Brüten ergeht, wird vom Großteil der Lebensmittelindustrie weiterhin „schön“ geschwindelt. Auch wenn uns die Bilder auf den Verpackungen eine heile Hühnerwelt vorgaukeln - die Realität sieht anders aus. Das, was ein Huhn zum glücklichen Huhn macht, wird vielen Herstellern unterm Strich zu teuer: Reichlich Auslauf, die Möglichkeit zum Scharren, Nester Bauen oder im Sand Baden. Doch es gibt noch Hühner, die tatsächlich ein solches Leben führen können - und die Freilandeier und Bio-Eier legen. Alle anderen Hühnerhaltungsformen sind weit von diesen Standards entfernt. Hier gibt’s einen allgemeinen Überblick:
Käfighaltung
Noch immer ein trauriges Kapitel. Zwar ist die Käfighaltung von Hühnern in Deutschland seit Anfang 2009 verboten, europaweit soll sie aber erst 2012 reglementiert werden. Das Problem: Importierte Eier oder Eierprodukte können weiterhin aus Käfighaltung stammen. Der Grund des „Erfolges“ ist die billige Haltungsform. Tausende Hühner fristen ihr Dasein in kleinsten Käfigen: Einem Huhn steht im Schnitt nur eine Fläche von circa 550 Quadratzentimeter zur Verfügung, das entspricht der Größe eines A4-Blattes. Dabei müssen die Hennen ohne Sitzstangen und Nester auskommen. Die Käfige stehen in langen, meist drei- bis fünfstöckigen Reihen, da wird das Hühnergeschrei kaum erträglich. Kein Wunder also, dass die Legehennen unter enormen Gesundheitsschäden leiden und daher laufend medikamentös behandelt werden müssen.
Bodenhaltung
Auch Bodenhaltung ist alles andere als tiergerecht. Die Hühner werden in fensterlosen, künstlich belichteten Hallen gehalten. Die Tiere erblicken ihr Leben lang kein Tageslicht und dürfen nie ins Freie. Der Boden ist nur zum Teil eingestreut, der übrige Bodenbereich besteht aus Latten und Gitterrosten. Neun Tiere pro Quadratmeter sind erlaubt. Durch diesen Platzmangel werden die Tiere oft aggressiv und verletzen sich durch gegenseitiges Picken. Um das zu verhindern, werden den Tieren oft die Schnäbel auf schmerzvolle Weise gestutzt.
Freilandhaltung
Freilandhaltung bedeutet, dass jedes Huhn freien Auslauf hat. Der Stall muss mit
Tageslicht ausgeleuchtet sein, die Hühner müssen auch im Stall die Möglichkeit haben zu scharren und ihre Eier direkt in Nester zu legen. Auch Sitzstangen sind gesetzlich vorgeschrieben. Die Tiere werden artgerecht gehalten und können ihren natürlichen Trieben folgen. Die Tiere haben tagsüber Auslauf ins Freie. Jedem tierschutzgeprüften Freilandhuhn stehen zehn Quadratmeter zur Verfügung.
Kontrolliert biologische Landwirtschaft
Hühner aus biologischem Landbau brüten einfach glücklicher, denn sie bekommen täglich biologisches, gentechnikfreies Biofutter. Dabei ist das Biohuhn von heute in Bewegung: Die tiergerechte Haltung ist hier besonders wichtig – die Tiere können scharren, Nester bauen, ein Sandbad nehmen oder ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Picken nachgehen. Die Mindestgröße von Stall und Auslauffläche ist gesetzlich vorgeschrieben. Pro Quadratmeter Stall dürfen maximal sechs Hennen gehalten werden. Die Tiere dürfen regelmäßig ins Freie und pro Tier müssen vier Quadratmeter Auslauf zur Verfügung stehen.
Die Kennzeichnung gibt Aufschluss im Eierwirrwarr: Bio ist Null!
Seit 2004 finden Sie auf jedem Ei einen Code, der Auskunft über Haltungsform, Herkunft und Haltbarkeit gibt. So ist es einfach für Sie, ein Bio-Freilandei aus Deutschland zu erkennen.

So erkennen Sie, wie frisch ein Ei ist
Aufschluss gibt Ihnen hier die Kennzeichnung auf der Eierverpackung. Komplizierter wird es, wenn das Legedatum nicht angegeben ist. Dann muss gerechnet werden, und zwar: Mindesthaltbarkeitsdatum minus 28 Tage ist gleich Legedatum. Und lieber Hände weg von Eiern die älter sind als zehn Tage. Sie sollten sie nicht mehr für rohe Speisen verwendet werden.
Noch ein Tipp: Damit Sie wissen, ob rohe Eier frisch sind, legen Sie sie einfach in kaltes Wasser. Frische Eier sinken zu Boden, weil sich die Luftkammer im Ei erst während der Lagerung vergrößert, ein 14 bis 21 Tage altes Ei hält sich fast senkrecht in der Schwebe und sollte schnellstens verbraucht werden. Schwimmt es oben und ragt mit der stumpfen Spitze deutlich aus dem Wasser, dann ist das Ei schon rund zwei Monate alt und sollte nicht mehr verzehrt werden. In welchem Zustand ein Ei gekocht wurde, erkennen Sie an der Lage des Dotters, wenn das Ei in Längsrichtung geschnitten ist. War es frisch, liegt der Dotter zentral und die Luftkammer ist klein. Liegt der Dotter zur Eierschale verlagert, ist das Ei älter.
Weitere Tipps und Anregungen rund ums gefärbte Osterei können Sie in unserem Forum vorstellen und nachlesen
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Kommentare (7)
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rpx
rpx
schrieb am 01.04.2010 um 17:15Das Leben endet jedoch nur kurzer Zeit, dann sind die Hühner (egal ob "konventionell" oder "Freiland"/"bio") nicht mehr profitabel und landen im Schlachthaus, wo ihnen die Kehle durchgeschnitten wird (bei mangelhafter Betäubung geschieht das entsprechend bei vollem Bewusstsein).
Die männlichen Küken, die sich nicht zur Eierproduktion eignen, wurde bereits zuvor vermust oder vergast (egal ob "konventionell" oder "Freiland"/"bio").
Ergo: Wer "tierfreundlich" sein will, konsumiert gar keine Eier (oder sonstige Tierausbeutungsprodukte). Es gibt wirklich genug vegane Rezepte. http://TRKB.de
schwarzweisschen
schwarzweisschen
schrieb am 30.03.2010 um 23:17Kommentar schreiben
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