„Body Odeur“ oder Körpergeruch zählt unter anderem zu den größten persönlichen Ängsten der Amerikaner. In keinem Land der Welt werden so viele Deodorants, Duschgele und Überdufter angeboten wie im Geburtsland der Auto-Duftbäumchen. In Japan ist es sogar weit verbreitet, die Schweißdrüsen operieren zu lassen, um gar nicht mehr zu schwitzen. Ein vielleicht nicht ganz so gesunder Eingriff in den natürlichen Kühlungsmechanismus des Körpers. Andere legen sich eine Art Deo-Binde, kleine Stoffpads, unter die Achseln um Schwitzflecken auf der Kleidung zu vermeiden. Wieder andere verlassen im Sommer das Haus nie ohne drei Liter selbstgesiedeten Salbeitee im Rucksack zu haben. Zum natürlichen Schwitzen haben die meisten Menschen heute kein natürliches Verhältnis mehr. Nirgendwo sonst ist die Trockenlegung der Feuchtgebiete so erwünscht wie unter den Armen.
Fast alle Menschen benutzen dazu morgens normalerweise erst Wasser und Seife und dann einen Deo-Stick-Roller-Kristall-Pump-oder-Aerosolsprayer. Nach dem Auftragen hoffen die meisten, dass die Wirkung so lange wie möglich anhält. Dass dies nicht bei allen Deos der Fall ist, verrät einem oft die eigene Nase oder ein ehrlicher, geruchssensibler Mitmensch. Denn beim Thema „Deo versagt“, hört die Freundschaft und Sympathie oft auf. Das gilt auch für Bio-Deos.
Bei einer nicht repräsentativen Umfrage innerhalb des Utopia-Teams stellte sich heraus, dass die Mehrheit konventionelle Deos benutzt. Als häufigster Grund für die Nichtverwendung von „Bio-Deos“ wurde genannt „Die wirken bei mir nicht – und was nicht wirkt, kaufe ich nicht. Auch wenn es bio ist.“ Da stellt sich die Frage: Was hat zu diesen Produkt-Enttäuschungen geführt? Hilft nur der tägliche Chemiecocktail unter den Armen und sind Bio-Deos zu natürlich, um zu wirken?
Immerhin gibt es gute Gründe für den Umstieg auf ein Bio-Deodorant. Neben dem üblichen Umwelt-Aspekt lautet der wichtigste: Konventionelle Deos enthalten oft ein ganzes Paket von „Sowas-sollte-mir-nicht-an-meinen-heiligen-Astralleib-kommen“-Inhaltsstoffen! Unter anderem Konservierungsmittel, die die Haut für Schadstoffe durchlässiger machen. In Amerika und England, aber auch in Frankreich – Stichwort „Paraben-Panik“ – gibt es seit Jahren viele Diskussionen um schädliche Bestandteile in Deos, die unter anderem mit Effekten für Alzheimer Erkrankungen und Brustkrebs in Verbindung gebracht wurden. Wie zu fast allen Studien gibt es auch Gegenstudien und das Umweltamt für Risikobewertung gibt hier Entwarnung. Doch über den persönlichen Umgang mit solchen Verdachtsmomenten, kann zum Glück jeder beim Kauf seines Deos selbst entscheiden.


Das beste Bio-Deodorant
Kommentare (40)
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Von nachträglichen Auftrageschwierigkeiten wie von sinah beschrieben weiss ich gar nichts.
Bin bisher bestens klargekommen mit einem Kristall-Deo, wüsste daher gerne, ob die tatsächlich bedenklich sind.
Alaun (engl. Alum) sind Doppelsalze des Aluminium, typischerweise Kalium-Aluminium-Sulfat oder auch Ammonium-Aluminium-Sulfat. Doppelsalz bedeutet dabei, dass zwei verschiedene Kationen (Kalium bzw. Ammonium und Aluminium) gemeinsam mit einer Sorte Anion (Sulfat) kristallisieren.
Aluminiumverbindungen gelten nicht als krebserregend (FRAUKE), sondern verstopfen und verengen die Poren.
Daher vermeide ich Kristalldeos. Ich komme gut zurecht mit einigen Bio-Deos. Aus mikrobiologischer Sicht ist es gut, mehrere unterschiedliche Deos abwechselnd zu verwenden, so wird unter der Achsel keine resistente Spezies gezüchtet.
http://www.jean-puetz-produkte.de/Infothek/rezepte/rezepte-fuer-die-koerperpflege.php
In den Deos kommt der Wirkstoff Odex zum Einsatz:
http://www.jean-puetz-produkte.de/shopdev/odex-deowirkstoff-30-ml-p-573.html
"so wird unter der Achsel keine resistente Spezies gezüchtet. "
MRSA durch das falsche Deo! *lach*
Angeblich sollen die lavera-Deodorants gut sein. Das Limette-Salbei-Spray ist auch als Kühlungsspray angenehm und das Alverde-Spray mit Ylang-Ylang benutze ich eher als Parfum, weil der Duft unübertroffen ist.
Gegen Schweiss hat sich Odaban bewaehrt, ein Anti-Transpirant das trotz meiner Neurodermitis immer recht vertraeglich war und mit Schweissausbruch in Stresssituationen schluss gemacht hat.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Grad des Geruchs auch sehr stark von der Kleidung, die ich trage, abhängt. Ich bin dabei, auf ökologische Kleidung umzusteigen, habe da also nur wenig Erfahrung (Hoffentlich ist die nicht so geruchsanfällig!). Aber bei konventioneller habe ich das Gefühl, dass vor allem T-Shirts mit dunklen Farben besonders schnell riechen. Ich muss meine T-Shirts von Zeit zu Zeit auf 60Grad waschen, damit ich sie noch wenigstens einen Tag lang anziehen kann. Vielleicht trägt auch die Mode mit hautenger Kleidung ihren Teil dazu bei?
Im Allgemeinen finde ich es wünschenswert, wenn wir Menschen einen weniger verkrampften Umgang mit den natürlichen Vorgängen unseres Körpers hätten.
Da hilft null Deo - nicht mal wenn er bio ist.
Ich finde es wichtig darauf zu achten, welche Stoffe unmitelbar auf meiner Haut sind. Gerade wenn es enganliegend ist. Und Luft muß ran an den Körper.
Zu deinem letzten Satz stimme ich dir voll zu. Mam muß nicht jeden Anflug von menschlichem Geruch übertünchen. Ich finde auch Schweißgeruch z.B. nicht sonderlich schlimm. So manches Deo reizt meine Nase da mehr.
Vielleicht hat jemand einen Tip?
ich habe gerade eben einen Kommentar geschrieben, aber aus Versehen nicht auf "antworten" geklickt, sondern auf neuen Kommentar. Mein Tip (s.u.): "Deo nature" von Rosel Heim.
Welchen Einfluss hat eigentlich die Ernährung oder sonstige Lebensgewohnheiten auf das Schwitzen und die Bakterien- und damit Geruchsbildung?
Ich könnte mir aber schon gut vorstellen, dass Ernährung und andere Sachen wie Rauchen einen Einfluß ausüben.
Allerdings bekommt man diese Kosmetikserie nicht im Laden, sondern nur bei einer dafür ausgebildeten Kosmetikerin. Im Raum Magdeburg kann ich auf Anfrage gern weiterhelfen.
Daran hab ich bisher gar nicht gedacht...von Utopia kann man echt immer wieder was Neues lernen :)!
Ich versuchs jetzt mal mit dem Citrus Deodorant von Weleda, der duftet sehr angenehm & frisch. Zudem ist die Inhaltsangabe im Vergleich zum herkömmlichen Deo tatsächlich viel kürzer...da sind kein Aluminium Zyrkonium, Cyclopentasiloxane (was auch immer das sein soll..) usw. enthalten & das Ganze ist sogar noch in recyceltem Karton verpackt.
Auf jeden Fall freu mich schon (vorallem auf die "Stinky-Phase" ;)) & meld mich in einiger Zeit wieder, um über die Wirksamkeit Auskunft zu geben.
Ich benutze nur milde Naturseifen, basta.
leider streitet sich die wissenschaft, was die alu-verbindungen angeht... brustkrebserrgend oder nicht?!
ich kann es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, da diese aluminiumteilchen ja bloß die drüsen verstopfen und nicht weiter in den körper gelangen, die sind doch viel zu groß... desweiteren werden sie ja wieder rausgespült.
in extrem nassen fällen lässt man sich in der apotheke einen antitranspirant anmischen, der aus überdurchschnittlich viel aluminiumchlorid besteht. immer abends auftragen, ca. vier tage lang, danach nach bedarf. später braucht man ihn nur noch 1-2mal pro woche, weil man furztrocken wird... das ist natürlich die radikalmethode, zu beginn kann juckreiz auftreten. gute nacht.
falls jemand so was haben möchte, geht mit folgendem rezept zur apotheke:
- alum chlorat hexahydric 20g
- hydroxyaethylcellulosum 5g
- aqua purificata plus zusch 75g
kostet ca. 12 euro
Das ist selbst für mir Nahestehende nicht zu ertragen.
Jeder Mensch riecht halt anders und unterschiedlich intensiv.
Bei mir ist der Körpergeruch sehr streng und stark, mein Freund braucht im gegensatz zu mir überhaupt kein Deo.
Das kann man wirklich nicht verallgemeinern.
Seitdem ich in mal unterm Naturwasserfall ohne "Hilfsmittel" kalt geduscht habe, habe ich das den Sommer + Herbst über in der Badezimmerdusche mit kaltem Wasser + Bürste zur Durchblutungsförderung zur Körperreinigun fortgesetzt.
Wie die meisten Tiere "ihren" Eigengeruch haben, so haben wir unseren jeweils eigenen Duft, wenn wir ihn nicht durch Waschmittel, Kosmetik + zu heissen duschen abtöten.
Was ich sehr erschreckened finde: ich bin bei www.kleiderkreisel.de angemeldet. Letztens haben die Mädels darüber diskutiert, was man am besten machen kann, dass man nicht mehr schwitzt. Die vorgeschlagene Lösung von vielen: pure Aluminium-Chlorid-Lösung aus der Apotheke auf die Haut schmieren. Brennt zwar ein bisschen, aber hilft....die Vorstellung, mir irgendwelche puren Chmiekalien auf die Haut zu schmieren, finde ich seltsam & ekelerregend. Schwitzen ist doch normal, menschlich...Nichtschiwtzen ungesund? Natürlich will keiner wie ein Iltis (schreibt man die so?;-)) stinken oder riessige Schweißflecken haben, aber das....gruuuuselig.
Aber ist klar, die Promis lebens vor...schwitzen ist scheinbar etwas hässliches.....
Sehr lesenswerter Artikel zu Palmöl und Naturkosmetik am Beispiel von "Alverde":
http://www.utopia.de/blog/gedankensplitter-zum-oekokorrekten/palmoel-bei-alverde
Die vielen Bezeichnungen für Palmöl in Kosmetik-Artikeln (zum Auswendig-Lernen oder Ausdrucken):
http://www.pro-ject-pool.ch/palmoil_free/?page_id=2
12 Gründe gegen Palmöl:
http://www.regenwald.org/12-fragen/argumente-gegen-palmol
Wenn ich auf dem Land bin, lässt die Geruchsbildung interessanterweise nach und das Bedürfnis, ein Deo zu verwenden sinkt oder verschwindet sogar ganz.
http://www.wolkenseifen.de/product_info.php?info=p771_deocreme-perfect-day.html
Lt. Beschreibung orientiert sich der Geruch an dem Geruch von Niveacreme.
Und das kann ich bestätigen. Die Deocreme riecht dezent und angenehm.