Foodwatch verleiht den Goldenen Windbeutel 2012
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besser: wissen - machen - kaufen
„Body Odeur“ oder Körpergeruch zählt unter anderem zu den größten persönlichen Ängsten der Amerikaner. In keinem Land der Welt werden so viele Deodorants, Duschgele und Überdufter angeboten wie im Geburtsland der Auto-Duftbäumchen. In Japan ist es sogar weit verbreitet, die Schweißdrüsen operieren zu lassen, um gar nicht mehr zu schwitzen. Ein vielleicht nicht ganz so gesunder Eingriff in den natürlichen Kühlungsmechanismus des Körpers. Andere legen sich eine Art Deo-Binde, kleine Stoffpads, unter die Achseln um Schwitzflecken auf der Kleidung zu vermeiden. Wieder andere verlassen im Sommer das Haus nie ohne drei Liter selbstgesiedeten Salbeitee im Rucksack zu haben. Zum natürlichen Schwitzen haben die meisten Menschen heute kein natürliches Verhältnis mehr. Nirgendwo sonst ist die Trockenlegung der Feuchtgebiete so erwünscht wie unter den Armen.
Fast alle Menschen benutzen dazu morgens normalerweise erst Wasser und Seife und dann einen Deo-Stick-Roller-Kristall-Pump-oder-Aerosolsprayer. Nach dem Auftragen hoffen die meisten, dass die Wirkung so lange wie möglich anhält. Dass dies nicht bei allen Deos der Fall ist, verrät einem oft die eigene Nase oder ein ehrlicher, geruchssensibler Mitmensch. Denn beim Thema „Deo versagt“, hört die Freundschaft und Sympathie oft auf. Das gilt auch für Bio-Deos.
Bei einer nicht repräsentativen Umfrage innerhalb des Utopia-Teams stellte sich heraus, dass die Mehrheit konventionelle Deos benutzt. Als häufigster Grund für die Nichtverwendung von „Bio-Deos“ wurde genannt „Die wirken bei mir nicht – und was nicht wirkt, kaufe ich nicht. Auch wenn es bio ist.“ Da stellt sich die Frage: Was hat zu diesen Produkt-Enttäuschungen geführt? Hilft nur der tägliche Chemiecocktail unter den Armen und sind Bio-Deos zu natürlich, um zu wirken?
Immerhin gibt es gute Gründe für den Umstieg auf ein Bio-Deodorant. Neben dem üblichen Umwelt-Aspekt lautet der wichtigste: Konventionelle Deos enthalten oft ein ganzes Paket von „Sowas-sollte-mir-nicht-an-meinen-heiligen-Astralleib-kommen“-Inhaltsstoffen! Unter anderem Konservierungsmittel, die die Haut für Schadstoffe durchlässiger machen. In Amerika und England, aber auch in Frankreich – Stichwort „Paraben-Panik“ – gibt es seit Jahren viele Diskussionen um schädliche Bestandteile in Deos, die unter anderem mit Effekten für Alzheimer Erkrankungen und Brustkrebs in Verbindung gebracht wurden. Wie zu fast allen Studien gibt es auch Gegenstudien und das Umweltamt für Risikobewertung gibt hier Entwarnung. Doch über den persönlichen Umgang mit solchen Verdachtsmomenten, kann zum Glück jeder beim Kauf seines Deos selbst entscheiden.
Kommentare (36)
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Fredegar
schrieb am 11.01.2012 um 15:06 ¶Jansdarling2002
schrieb am 25.10.2010 um 16:43 ¶Kommentar schreiben
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