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Nachhaltiger Konsum

Sowieso besser: Bio-Brot vom Bio-Bäcker

Brot ist längst nicht mehr das reine, ursprüngliche Lebensmittel, das es mal war. Die meisten Backwaren werden heute in riesigen Fabriken hergestellt und mit allerlei Zusatzstoffen aufgebläht. Utopia erklärt, wie Sie an gutes Brot kommen.


  1. Jede Menge Zusatzstoffe bei konventionellen Bäckern

    Was viele konventionelle Bäcker, SB-Backshops und Backstationen in ihre Brote stecken, damit sie auch für wenig Geld schön aussehen und knusprig schmecken, gleicht einer Ekel-Liste: Enzyme, die für mehr Volumen im Teig sorgen oder ihn elastischer machen, synthetische Ascorbinsäure, die die Backeigenschaften von Weizen verbessert, Phosphate und Glyceride für ein "schöneres" Innenleben (Krume) von Backwaren, Aromen für "besseren" Geschmack und Konservierungsstoffe wie Kaliumsorbat für eine längere Haltbarkeit.

    Nicht weniger als 199 Zusatzstoffe sind gesetzlich erlaubt. Wohl überflüssig zu erwähnen: viele gelten als ungesund und stehen im Verdacht, Allergien und andere Krankheiten auszulösen.

  2. Etwas Besser: Brot und Co. mit Bio-Siegel

    Alle Eigenschaften, die ein Brot gut schmecken und lecker aussehen lassen, werden auch mit viel gesünderen Mitteln erreicht: Hochwertige, biologische Zutaten, genügend (Geh-) Zeit für den Teig und viel weniger Zusatzstoffe. Das Bio-Brot-Paket kostet daher meist ein wenig mehr, aber das sollte Ihnen Ihre Gesundheit wert sein. Die bekannten Bio-Siegel (das Deutsche und das Europäische) zeichnen Brot aus, das schon um einiges besser ist, als konventionelles. Dennoch erlaubt die EG-Öko-Verordnung 36 Zusatzstoffe, darunter einige Enzyme, chemisch veränderte Lecithine und einige phosphorhaltigen Backtriebmittel.

  3. Noch viel besser: Demeter-, Bioland- und Naturland-Brot

    Das beste Brot bekommen Sie bei Bäckern, die nach den Richtlinien von Anbauverbänden wie Demeter und Bioland backen. Die sind noch strenger, als jene der EG-Öko-Verordnung. Je nach Anbauverband sind um die 10 Zusatzstoffe erlaubt, diese gelten in der Regel als unbedenklich.

  4. Schon immer gut: Traditionelle Handwerksbäcker

    Es gibt sie noch – die guten alten Bäcker an der Ecke, die schon immer ohne ungesunde Zusatzstoffe backen und es daher auch gar nicht für nötig halten, sich mit Siegeln zu zertifizieren. Im Zweifelsfall: Einfach mal nachfragen.

Hier bekommen Sie bestes Bio-Brot

Deutschlands größte Bio-Bäcker
Bio-Brot mit den einfachen Biosiegeln gib’s sogar schon bei Discountern. Aber auch die noch besseren Demeter-, Bioland- und Naturland-Brote sind überhaupt nicht schwer zu finden: In vielen Teilen Deutschland gibt es bereits hervorragende Bio-Bäcker, die sich regional mit vielen eigenen Filialen verbreitet haben und ihr Brot auch in zahlreichen anderen Verkaufsstätten wie Bio-Läden, Reformhäusern und Wochenmärkten anbieten. Deutschlands größte Bio-Bäckereien finden Sie in unserer Bestenliste.

Bio-Bäcker in Ihrer Nähe finden
Viele Bio-Bäcker verkaufen Ihr Brot auch auf Wochenmärkten, Bio-Märkten oder in Filialen konventioneller Bäcker. Einen Bio-Bäcker in Ihrer Nähe finden Sie in Utopia City – unserem grünen Stadtführer. Wenn der Bäcker Ihres Vertrauens noch nicht dabei ist, tragen Sie ihn doch ein und helfen so anderen Utopisten. Auch die Handwerksbäcker sollte wir  hier nicht vergessen


Tipps und Warnungen

Besser Bio essen
Brot vom Biobäcker ist nicht nur gesünder. Entsprechende Siegel wie Bioland und Co. garantieren zudem, dass der Getreideanbau den Vorgaben des ökologischen Landbaus entspricht. Die Anbauweise ist besonders umweltfreundlich, schützt Trinkwasser, Boden und Klima und vermeidet Rückstände von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln.
Auch Demeter- Bioland- und Demeter-Backwaren dürfen einige Zusätze zugeführt werden. Diese gelten jedoch als unbedenklich. Wenn Sie´s genauer interessiert: Die Verarbeitungsrichtlinien für Brot von Naturland können Sie hier nachelesen.
Gentechnik ist für Bio-Produkte zwar verboten. Allerdings sind Mikroorganismen und damit auch Hefen in der EU-Bio-Richtlinie noch pauschal zugelassen. Der Einsatz von konventioneller Hefe in Bio-Produkten ist nicht verboten und die Herstellung von Bio-Hefe noch nicht gesetzlich geregelt. Alternativ zur herkömmlichen Backhefe gibt es jedoch Bio-Backhefe. Sie wird auf der Basis von Bio-Getreide gezüchtet. Bio-Verbände schreiben die Verwendung dieser Hefe nicht zwingend vor, empfehlen sie ihren Herstellern aber.

Die Utopische Alternative

Mit ökologischen Zutaten selberbacken. Probieren Sie's doch mal mit unserem Rezept für ein Dinkel-Mischbrot.

Die wichtigsten Siegel für Bio-Brot und Bio-Backwaren

Thema: Bio, Stand: 22.02.2012 von

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