Besser leben

Tapeten wechseln


Wer nicht regelmäßig und ausgiebig lüftet, atmet daheim oft eine Luft ein, die richtiggehend krank machen kann. Leiden Sie oft unter Müdigkeit, gereizten Schleimhäuten oder Kopfschmerzen? Dann könnte Ihr Teppich oder Ihre Tapete die Ursache sein. Vielleicht haben Sie erst kürzlich gestrichen, geklebt oder lackiert? Riecht die neue Schrankwand oder der Fernseher komisch? Hat Ihnen die unsachgemäße Dämmung Ihres Altbaus zu einer Luftfeuchte verholfen, die Schimmelpilze magisch anzieht? Gehen Sie den Symptomen auf den Grund.

Hier einige Hinweise:

Der Boden

Die Wahl des Bodenbelags hat große Bedeutung für die Qualität Ihrer Raumluft. Grundsätzlich gilt: In Räumen mit glattem Boden ist die Luft doppelt so stark mit Feinstaub belastet wie dort, wo Teppichböden den Staub binden. Doch viele Wollteppiche sind gegen Motten mit Bioziden behandelt. Sie können Pyrethroide enthalten, ein Nervengift, das die Haut reizt, zu Kopfschmerzen führt und hormonartig wirken kann. Dies kann zu Ent- wicklungsstörungen der Organe und Veränderungen des Hormonsystems führen. Auch Teppichrücken und Kleber können Schadstoffe emittieren.

PVC-Böden bestehen oft zu über einem Drittel aus Weichmachern, die in die Raumluft gelangen und die wir über Haut und Mund, aber auch über die Atmung aufnehmen. Sie können unsere Fähigkeit zur Fortpflanzung schädigen und die kindliche Entwicklung stören. Von PVC rät der BUND daher grundsätzlich ab. Sollten Sie noch alte PVC-Beläge aus den 70er und 80er Jahren ausliegen haben, können diese Asbestfasern enthalten. Lassen Sie zur Entsorgung einen Fachmann kommen – sonst könnten die krebserregenden Fasern frei werden.

Bessere Alternativen sind Parkett, Fliesen, Linoleum oder Kork. Holzböden sollten – wie alle Oberflächen aus Holz – umweltfreundlich veredelt und versiegelt sein. Emissionsarme Öle, Lacke und Lasuren sind entsprechend gekennzeichnet.

Die Wände

Auch bei Tapeten sollten Sie auf weichmacher- und chlorfreie Materialien achten. Hinter "Vinyl", "CV" oder "VC" verbirgt sich PVC, das allerdings nicht extra gekennzeichnet sein muss. Umgekehrt weisen "Natureplus" und andere Gütesiegel auf Wandverkleidungen (und auch Far- ben, Kleber etc.) hin, die wenige Schadstoffe emittieren.

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    Adrian70
    schrieb am 17.08.2010 um 16:13
    Gute Hinweise für Heimwerker findet man unter www.baumarkt.de
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    Gudula
    schrieb am 27.05.2010 um 10:37
    Der Preis für das Linoleum ist mit Verlegung, denn das Material gibt es für 25 Euro/m² und ein Naturharzkleber dazu nochmal für ca. 4,50 Euro/m².
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