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Herren T-Shirts

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Herren T-Shirts
Nicht zugreifen, nur weil „Eco“ oder „Bio“  draufsteht. Vorher schlau machen! Wer sich ökologisch korrekt kleiden will, muss auf Kunstfasern nicht zwangsläufig verzichten.

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Tipps für den T-Shirteinkauf

  • Stolze Hersteller: Ein T-Shirt, das aus Biobaumwolle hergestellt wurde und/oder aus fairem Handel stammt, ist immer an den entsprechenden Gütezeichen zu erkennen.
  • Informiert der Hersteller im Internet über seine Produktionsbedingungen, seinen „Code of Conduct“, zeigt er insgesamt ein soziales, ethisches und ökologisches Engagement?
  • Ein toller Service: Manche Hersteller legen „Reisepässe“ bei, in denen z. B. steht, woher die verwendete Biobaumwolle stammt, welche Chemikalien (etwa Farben) bei der Produktion verwendet wurden, welche sozialen Standards eingehalten werden etc.
  • Einen Blick auf die Wasch- und Pflegehinweise werfen: Meiden Sie „Easy-Wash“-Textilien mit Pflegekennzeichen wie „bügelfrei“ oder „pflegeleicht“. Sie weisen darauf hin, dass Kunstharze in den Stoff eingelagert wurden, um das für Naturfasern typische Knittern und Einlaufen zu verhindern. Die dazu verwendeten Harze enthalten u.a. Formaldehyd, das beim Bügeln oder durch Schweiß freigesetzt wird und in die Haut gelangen kann.
  • Waschhinweise bei sehr dunklen oder Shirts in knalligen Farben wie z. B: „Separat waschen“ oder „fade out“ bedeuten, dass im Stoff noch viele lose Farbstoffe stecken können.
  • Der Begriff „Organic Cotton“ ist nicht geschützt. Theoretisch kann also jeder mit Biobaumwolle werben, auch wenn er seinen Textilien nur einen geringen Anteil beimischt. Wer sicher gehen will, sollte sich an den entsprechenden Gütezeichen orientieren.

 

Der Umwelt-Aspekt

Das Geschäft mit konventioneller Baumwolle ist dreckiger, als man denkt: In der Produktion eines einzigen handelsüblichen T-Shirts stecken rund 150 Gramm Pestizide und Insektizide und rund 2000 Liter Wasser. Dort wo nicht genug Regen fällt, muss künstlich bewässert werden, was zu Trinkwasserverknappung und Versteppung führt. Von Natur ist also keine Spur mehr bei Baumwolle. Seit 1996 gibt es außerdem transgenes Saatgut, angeblich eine „Zaubersaat“, allerdings so teuer, dass es viele Bauern in den Ruin – und in Indien – sogar in Selbstmord getrieben hat, weil die Ernten geringer ausfielen als erwartet.

Bio-Baumwolle wächst dagegen auf giftfreien Äckern und bleibt auch während der Verarbeitung pur – und ohne chemische Mitgift. Das schützt die Farmer und die Umwelt und als Käufer kann man sicher sein, dass keine schädlichen „Reststoffe“ in den Fasern stecken, die die Ware in „Reizwäsche“ für die Gesundheit verwandeln. Auch die Klimabilanz ist besser: Rein rechnerisch betrachtet belastet ein konventionell hergestelltes T-Shirt die Atmosphäre mit 32,3 Kilogramm Kohlendioxid, ein Bio-Shirt nur mit 6,5 Kilogramm – also einem Fünftel der Menge. Und was Biobaumwolle als nachhaltigen Textilstoff immer noch unschlagbar macht: Die fruchtbaren und humusreichen Böden sind nachweislich in der Lage, viel überschüssiges Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu binden – und damit den Klimawandel zu bremsen.

Es muss aber nicht immer ein Biobaumwoll-Shirt sein, andere Naturfasern wie Flachs, Hanf und Leinen sind auch umweltfreundlich – vorausgesetzt die Verarbeitung erfolgt ohne Chemie. Leider sind gerade reine Hanf- und Nesselstoffe schwer zu bekommen. Auch die Herstellungsverfahren von Kunstfaser-Shirts werden immer energie- und schadstoffsparender. Und beim Wasserverbrauch schneidet das Kunstprodukt sogar deutlich besser ab als die Naturfaser Baumwolle. Abfahren tut die Branche derzeit übrigens auf Recycling-Programme. Bei Polyester klappt das bisher am besten, hier kann die chemische Reaktion umkehrt werden, die Grundstoffe wieder frisch zusammenfügt und zu neuen – hochwertigen – Kleidungsstücken verarbeitet werden.

 

Experten-Tipp

Kirsten Brodde, Autorin von "Saubere Sachen":
„Das wichtigste Kriterium für ökologische Bekleidung ist: Langlebigkeit. Insofern plädiere ich für pflegeleichte Lieblingsteile, die zeitlos und robust sind und nicht schon nach wenigen Monaten wieder ausgedient haben. Wirklich avantgardistisch ist es einfach, sich bei allen neuen Shirts oder Kleidungsstücken zu fragen: Brauche ich das wirklich?“

 

Lesenswertes auf Utopia zur grünen Mode:

Foto: photocase / hey paul



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