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Damen-Sneaker

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Damen-Sneaker
Viele wissen nicht, dass gerade die Schuhindustrie zu den umweltschädlichsten und energie-intensivsten Branchen der Welt gehört.

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Einkaufstipps

  • Aus welchem Material sind die Schuhe? Wie sind die Rohstoffe dafür angebaut und verarbeitet worden?
  • Beachtet der Hersteller ethisch-ökologische Grundsätze bei Herstellung, Produktion und Arbeitsbedingungen?
  • Woraus besteht die Sohle? Aus synthetischem Material oder Naturkautschuk?
  • Haben die Schuhe einen aufdringlich künstlichen Geruch? Dies ist oft ein Zeichen für die Verwendung gesundheits- und umweltgefährdener Klebstoffe.
  • Sind die Schuhe recyclingfähig? Sind z. B. Sohle und Innenleben voneinander trennbar?
  • Ist die Verpackung umweltfreundlich bzw. kann recycelt oder wieder verwendet werden?

 

Der Umwelt-Aspekt

Für die Weiterverarbeitung von Leder kommt viel Wasser und jede Menge Chemie zum Einsatz. Um eine Tonne Haut zu circa 250 Kilo Leder zu verarbeiten, sind 500 Kilo Chemie nötig. Die Hälfte davon bleibt als Abfall zurück, der entsorgt werden muss. Die für das Gerben verwendeten Chromsalze belasten nicht nur die Gewässer, sondern gefährden auch die Gesundheit der Arbeiter und die der Bevölkerung, die in der Nähe der Lederfabriken lebt. Die miesen Arbeitsbedingungen und Umweltschädigungen in Fernost, wo die meisten Schuhe produziert werden, findet so gut wie jeder untragbar.

Bei Stoffschuhen sieht die Umwelt- und Energiebelastung nicht viel besser aus. Ein Fünftel aller weltweit verwendeten Pestizide landen in der Baumwollproduktion, zudem wird immer häufiger gentechnisch verändertes Baumwollsaatgut verwendet. Auch die Weiterverarbeitung bis hin zum fertigen Stoff erfolgt mit hohem Chemieeinsatz (Baumwolle wird vor dem Einfärben mit Chlorlösung gebleicht) und unter Verwendung enormer Süßwassermengen.

Nicht zu unterschätzen sind gesundheitsschädliche Substanzen wie Klebstoffe, die oft für konventionelle Turnschuhe verwendet werden. Sie können später durch Wärme und Schweißbildung in die Haut gelangen.

Nein sagen zum Klimakiller Schuhindustrie – der richtige Schritt dazu heißt Sneaker aus umweltverträglichen und natürlichen Materialien (Biobaumwolle, Naturkautschuk, Naturleder) sowie aus recycelten Geweben und Produkten (PET, Autoreifen). Mittlerweile haben auch die großen Produzenten wie Adidas, Nike, Puma auf die Medienberichte der vergangenen Jahre reagiert. Sie haben sich selbst und ihren Zulieferern soziale und gesundheitliche Mindeststandards auferlegt („Code of Conduct“). Viele haben sich mit unabhängigen „Kontrollstellen“ zusammengeschlossen, die beispielsweise auf die Einhaltung der vereinbarten Arbeitszeiten oder Mindestlöhne achten. Sie orientieren sich immer mehr in die Richtung „eco-friendly“. Daneben gibt es kleinere Hersteller (England ist hier führend), die nachhaltig produzieren. Sie verwenden unter anderem pflanzliche Gerbstoffe und veganes „Ersatzleder“, verwenden statt synthetischen Gummisohlen lieber Naturkautschuk und lassen sozial- und umweltverträglich produzieren.

 

Der Experten-Tipp

von Christoph Dahn, GTB Good True Beautiful GmbH & Co. KG:
„Den Herstellern ruhig mal ans Leder gehen und beim Kauf von Leder-Turnschuhen nachhaken: Fragen Sie im Geschäft, ob das Leder mit Chromsalzen gegerbt wurde! Diese hochgiftigen Salze sind eine enorme Belastung für die Menschen, die damit arbeiten. Sie sind extrem schwer abbaubar und verseuchen das Grundwasser. Deshalb: Je größer die Nachfrage, desto eher werden die Hersteller umdenken und auf umweltverträgliche Gerbverfahren umsteigen!“

 

Foto: photocase / *romy



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